Schwermetall Blei: Wie kommt es in unsere Lebensmittel?

Blei ist ein Schwermetall, das in vielen verschiedenen Industrien verwendet wird. Es ist besonders bekannt für seine Verwendung in Batterien, aber es wird auch in anderen Produkten wie Keramik, Farben und Metalllegierungen verwendet. Blei kann jedoch auch giftig sein und sollte daher mit Vorsicht behandelt werden. In diesem Blog erfahren Sie alles über Blei und warum es so gefährlich sein kann.

 

Blei

 

 

Was ist Schwermetall Blei?

 

Das Schwermetall Blei ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pb und der Ordnungszahl 82. Es ist ein sehr weiches, grau-weißes Metall, das sich leicht verformen lässt. Blei ist ein Schwermetall und gehört zur 4. Nebengruppe (4. IUPAC-Gruppe) des Periodensystems der Elemente. Es ist das 22. Element in der Reihenfolge der Nukliden. In natürlicher Form kommt es nicht vor, sondern ist immer chemisch gebunden. Die meisten Blei-Verbindungen sind schwer wasserlöslich und giftig.

 

Wo ist es zu finden?

 

Blei ist ein Schwermetall, das in der Natur relativ häufig vorkommt. Es kann in Erzvorkommen gefunden werden, aber auch in Konzentraten, die beim Abbau anderer Erze anfallen. Blei ist ein Bestandteil von PbS, Galena genannt, und von PbCO3, Cerussit genannt. Bleierze sind in der Regel weiß oder grau, aber es gibt auch rote und grüne Sorten. Bleikonzentrate sind häufig dunkelgrau oder schwarz.

Die Hauptvorkommen von Blei sind in China, Australien, Peru, Mexiko und den USA zu finden. In Deutschland gibt es keine Vorkommen mehr.

 

 

Wie kommt Blei in unseren Körper?

 

Das Blei in unserem Körper kommt hauptsächlich durch die Luft, die wir einatmen. Die Verbrennung von Bleirohstoffen wie Bleiplatten, -granulaten oder -schrott führt z.B. zu Blei (II)-Oxid, welches sich als Staub in der Luft verteilt.

Aber es kann auch durch unser Trinkwasser und Lebensmittel aufgenommen werden, insbesondere wenn sie in Blechbehältern gelagert oder verarbeitet wurden. Im Verdauungstrakt wird Blei reduziert und anschließend zu mehr oder weniger großen Anteilen resorbiert.

 

 

Wie gefährlich ist Schwermetall Blei für die Gesundheit?

 

Das Metall wird hauptsächlich in vielen industriellen Anwendungen verwendet. Es ist jedoch auch ein Schwermetall, das die Gesundheit von Menschen gefährden kann.

Blei kann durch Einatmen, Verschlucken oder Hautkontakt aufgenommen werden. Die Aufnahme von Blei in den Körper kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen, wie z.B.

  • einschließlich Nierenschäden,
  • Nervenschäden,
  • Blutarmut (Anämie)
  • bis hin zum Tod.

Die gesundheitlichen Risiken von Schwermetall Blei machen es wichtig, sich über die Möglichkeiten der Exposition zu informieren und zu verstehen, wie man sich vor den potenziellen Gefahren schützen kann.

 

 

 

 

 

Welche Symptome treten bei einer Vergiftung mit Schwermetall Blei auf?

 

Eine Vergiftung mit Blei kann sich in vielen verschiedenen Symptomen äußern. Die häufigsten sind:

  • Unwohlsein
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Nervosität und Depression
  • Sehstörungen,
  • Hautausschläge
  • Haarausfall
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Krampfanfällen oder Lähmungserscheinungen
  • Gehirnschäden, Lernschwierigkeiten und Verhaltensstörungen

Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich bemerken, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

 

 

Wie kann man Blei im Körper nachweisen?

 

Blei kann im Körper durch verschiedene Methoden nachgewiesen werden. Dazu gehören Blut- und Urintests, Röntgenaufnahmen sowie Computertomographien (CT). Blei kann auch durch eine Biopsie nachgewiesen werden, bei der Gewebe aus dem Körper entnommen und untersucht wird.

Die Nachweisgrenze für Blei im Körper liegt bei 5 µg/dl. Dies entspricht einem Nachweis von 0,005 mg/kg Körpergewicht. Menschen mit einer hohen Bleibelastung können jedoch auch geringere Mengen an Blei im Körper nachweisen. Die Nachweisgrenze ist daher kein exakter Wert, sondern eher eine grobe Orientierung.

 

 

 

 

Lebensmittel, welche große Mengen an Blei enthalten können

 

Auch wenn es dort nicht hingehört, aber Blei kann auch in einigen Lebensmitteln enthalten sein. Insbesondere in Lebensmitteln, die aus Ländern stammen, in denen die industrielle Produktion nicht so streng reguliert ist wie in anderen Ländern. Einige Lebensmittel enthalten relativ hohe Mengen an Blei, darunter:

  • Getrocknete Früchte: Diese können Bleipigmente aus dem Boden aufnehmen, in dem sie wachsen.
  • Rote Bete: Dieses Gemüse kann mit Blei belastet sein, da es in der Regel an der Oberfläche wächst und mit Pestiziden in Berührung kommt.
  • Wein: Weintrauben neigen dazu, viel Blei aufzunehmen, insbesondere wenn sie anfällig für Schimmelpilze sind.
  • Lebensmittel, die in Blechdosen abgepackt sind: Durch den Kontakt mit dem Metall können sich Bleispuren in Lebensmitteln befinden.
  • Reis und Reismehl, getrocknete Erbsen und Bohnen, Nüsse und Samen

 

 

Wie kann man sich vor einer Vergiftung schützen?

 

Vergiftungen durch Schwermetalle sind eine ernste Gefahr. Um sich und Ihre Familie zu schützen, sollten Sie die folgenden Schutzmaßnahmen ergreifen:

  • Trinken Sie nur Wasser aus vertrauenswürdigen Quellen. Blei kann in Leitungswasser vorkommen. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie das Wasser vor dem Gebrauch abkochen oder trinken Sie abgefülltes Wasser.

 

  • Vermeiden Sie Lebensmittel, die Blei enthalten können. Dazu gehören unter anderem importierte Früchte und Gemüse, Gewürze, getrocknete Früchte und Nüsse sowie Honig. Achten Sie beim Kauf von Lebensmitteln darauf, dass diese keine Zusatzstoffe wie Bleizusätze enthalten.

 

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Schwermetallen. Bleihaltige Materialien wie Farben, Keramik und Glas können giftige Dämpfe verbreiten. Lassen Sie daher bei der Sanierung oder Renovierung Ihres Hauses unbedingt Fachleute ran.

 

  • Achten Sie auf Anzeichen einer Vergiftung. Bei einer Bleivergiftung können Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abgeschlagenheit und Müdigkeit auftreten. Wenn Sie vermuten, dass Sie oder jemand in Ihrer Familie an einer Vergiftung leidet, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

 

 

 

Wie kann ich Blei natürlich ausleiten?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Blei aus dem Körper auszuleiten. Einige dieser Methoden sind natürlich, während andere medizinisch sind. Natürliche Ausleitungsmethoden umfassen die Einnahme von Vitamin C und Zink, da diese die Aufnahme von Blei in den Körper verhindern können. Medizinische Ausleitungsmethoden umfassen Chelationstherapie und andere Verfahren, die darauf abzielen, das Blei aus dem Körper zu entfernen.

Außerdem sollte man folgendes halten

  • Reduzieren Sie die Aufnahme von Lebensmitteln, die reich an Blei sind. Dazu gehören insbesondere Fleisch und Wurstwaren sowie Fisch und Meeresfrüchte aus Gebieten mit hoher Umweltbelastung.

 

  • Trinken Sie täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit, am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Dadurch wird der Urin flüssiger und damit auch bleihaltiger.

 

  • Ernähren Sie sich möglichst basisch (pH-Wert > 7), da saures Milieu Metallionen besser bindet und ausscheidet. Basische Nahrungsmittel sind beispielsweise Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte

 

  • Vermeiden Sie Alkohol, da er die Ausscheidung von Metallionen verhindert.

 

  • Machen Sie regelmäßig Sport, da dadurch die Nierenfunktion angeregt wird und mehr Metallionen ausgeschieden werden.

 

Pflanzliche Hilfsmittel gegen Schwermetalle

 

Pflanzliche Heilmittel gegen Schwermetalle sind eine gute Möglichkeit, um die Auswirkungen von Blei und anderen Schwermetallen zu minimieren. Die meisten dieser Heilmittel sind in Form von Tee oder Kapseln erhältlich und können einfach zu Hause hergestellt werden. Hier sind einige der besten pflanzlichen Heilmittel gegen Schwermetalle:

 

  1. Brennnessel: Brennnesseltee ist ein ausgezeichnetes pflanzliches Heilmittel gegen Schwermetalle, da er reich an Vitamin C ist, einem natürlichen Chelatbildner. Brennnesseltee hilft außerdem, den Körper von Giftstoffen zu befreien und die Nierenfunktion zu verbessern.

 

  1. Kurkuma: Kurkuma ist eine weitere beliebte pflanzliche Behandlung gegen Schwermetalle. Kurkuma enthält das Antioxidans Curcumin, das hilft, den Körper von Blei und anderen Schadstoffen zu befreien. Kurkuma ist auch ein natürliches entzündungshemmendes Mittel und kann daher die Symptome von Bleivergiftung lindern.

 

  1. Knoblauch: Knoblauch ist ein weiteres natürliches Heilmittel gegen Schwermetalle. Knoblauch enthält Allicin, eine Verbindung, die hilft, den Körper von Blei und anderen Schadstoffen zu befreien. Knoblauch ist auch ein starkes Antibiotikum und kann Infektionen vorbeugen.

 

  1. Ginkgo biloba: Ginkgo biloba ist eine weitere beliebte pflanzliche Behandlung gegen Schwermetalle. Ginkgo biloba hilft, den Körper von Blei und anderen Schadstoffen zu befreien und die Durchblutung zu verbessern. Ginkgo biloba ist auch ein natürliches Antioxidans und kann daher oxidativem Stress vorbeugen.

 

  1. Petersilie: Petersilie ist ein weiteres beliebtes pflanzliches Heilmittel gegen Schwermetalle. Petersilie enthält Chlorophyll, das hilft, den Körper von Blei und anderen Schadstoffen zu befreien. Petersilie ist außerdem reich an Vitamin C und kann daher die Immunität stärken.

 

  1. Koriander: Koriander ist eines der ältesten Gewürze der Welt und wird bereits seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet. Es gilt als eines der wirksamsten Mittel gegen Schwermetalle wie Blei und Cadmium. Die anregende Wirkung des Korianders hilft, den Körper zu entschlacken und die Ausscheidung von Schwermetallen zu beschleunigen. Zudem unterstützt Koriander die Leber bei der Entgiftung und hilft, den Körper von schädlichen Stoffwechselprodukten zu befreien. Koriander enthält ätherische Öle, Flavonoide und Phenole, die antioxidative, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften haben.

 

 

 

 

 

 

 

Steffen Gruss

Steffen Gruss

Hallo, mein Name ist Steffen Gruß. Ich bin Heilpraktiker und beschäftige mich seit gut 20 Jahren mit den Themen Gesundheit, alternative Medizin und Ernährung. Neben der eigenen Praxis, gebe ich mein Wissen und die Erfahrungen in Seminaren, Workshops und Vorträgen weiter. Auf diesem Fachportal veröffentliche ich regelmäßig neue Beiträge und informiere Interessierte darüber, welche Möglichkeiten es gibt, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

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