Brennnessel (Urtica)

 

Brennnessel

Andere Namen für die Brennnessel:

Nesselkraut, Hanfnessel, Haarnessel, Donnernessel, Saunessel

 

 

Hoffmann, Dr. Heinrich (1809-1894)

Brennessel, verkanntes Kräutlein

Brennessel, verkanntes Kräutlein, Dich muß ich preisen,
Dein herrlich Grün in bester Form baut Eisen,
Kalk, Kali, Phosphor, alle hohen Werte,
Entsprießend aus dem Schoß der Mutter Erde,
Nach ihnen nur brauchst Du Dich hinzubücken,
Die Sprossen für des Leibes Wohl zu pflücken,
Als Saft, Gemüse oder Tee sie zu genießen,
Das, was umsonst gedeiht in Wald, auf Pfad und Wiesen,
Selbst in noch dürft´ger Großstadt nahe Dir am Wegesrande,
Nimms hin, was rein und unverfälscht die gütige Natur
Dir heilsam liebend schenkt auf ihrer Segensspur!

 

 

Die Brennnessel wird von vielen als Unkraut gesehen, gehört aber schon seit jeher zu den ältesten Heilpflanzen, welche der Mensch kennt. Die Brennnessel ist richtiger Überlebenskünstler, dem man nahezu überall auf der Welt begegnet. Der Gattungsname Urtica leitet sich vom lateinischen Wort urere für brennen ab und es gibt ca. 45 Arten davon.

Besonders durch ihre Fähigkeit, brennende Schmerzen bei Berührung auszulösen kennt sie jedes Kind. Schuld an diesem unangenehmen Gefühl sind unzähligen kleinen Brennhaare, welche sowohl auf der Großen (Urtica dioica)  als auch der Kleinen Brennnessel (Urtica urens) verteilt sind.  Die Brennhaare wirken dabei wie kleine Mikronadeln, welche ihren ameisensäurehaltigern  Inhalt in die Haut injizieren und so den allergischen Reiz auslöset.

Weitere Wirkstoffe der Brennflüssigkeit sind Serotonin, Histamin, Acetylcholin und Natriumformiat. Bereits 100 Nanogramm dieser Brennflüssigkeit reichen aus, um die bekannte Wirkung zu erzielen.

  • Histamin erweitert die Blutkapillaren und kann Reaktionen hervorrufen, die allergischen Reaktionen ähneln (diese werden unter anderem durch Freisetzung körpereigenen Histamins verursacht).
  • Acetylcholin ist auch die Überträgersubstanz vieler Nervenendungen und für den brennenden Schmerz verantwortlich

 

Die Brennnessel hat damit einer Reaktion der Haut ihren Namen gegeben, der Nesselsucht oder Urtikaria. Genau wie bei einer Reizung durch Brennnesseln verursacht sie juckende Quaddeln und es wird Histamin aus Mastzellen der Haut freigesetzt. Die Ursachen können aber sehr unterschiedlich sein

 

Die Brennnessel – Kulturelle Bedeutung, Mystik  & Aberglaube

Rudolf Steiner (1861-1925), hellsichtiger Mystiker und Begründer der Antroposophie bezeichnete die Nessel als die größte Wohltäterin im Pflanzenreich. Auch der große Schweizer Kräuterkenner Kräuterpfarrer Künzle (1857-1945), meinte, dass die Brennnessel aufgrund ihrer großen Tugenden schon längst ausgerottet wäre, wenn sie keine Stacheln hätte.

Die lange Geschichte der Brennnessel als Heilpflanze und Nahrungsmittel führt dazu, dass es eine Vielzahl ethnobotanischer Traditionen und Ansichten über diese Pflanzenarten gibt, die teils dem Bereich der Mythen und des Aber- und Wunderglaubens entstammen.

Einige der Bräuche:

  • Früher aß man am ersten Tag des Jahres, also am 1. Januar, einen Brennnesselkuchen, um sich ein gutes Jahr zu bescheren
  • Am Gründonnerstag Brennnesselgemüse zu essen, was für das folgende Jahr vor Geldnot schützen soll
  • Fünf Nesselblätter in der Hand zu halten, um frei von Furcht und bei kühlem Verstand zu bleiben
  • Wenn man Brennnessel und Schafgarbe gleichzeitig in einer Hand hielt, sollte man immun gegen alle teuflischen Kräfte sein
  • Am Johannistag Brennnesselpfannkuchen zu essen, um gegen Nixen- und Elfenzauber gefeit zu sein
  • Am 1. Januar Brennnesselkuchen zu essen, um sich ein gutes Jahr zu sichern
  • In der Walpurgisnacht, der Nacht der Hexen, wurde Brennnessel auf Misthaufen gesteckt – wohl um die Hexen fernzuhalten und bösen Zaubereien vorzubeugen
  • Durch das Brennen der Blätter vermutete man, dass in der Brennnessel ein dämonisches Wesen sitze. Nur echte Jungfrauen konnten sie berühren, ohne sich zu verbrennen
  • Wegen der brennenden  Eigenschaft  wurde die Pflanze in der germanischen Mythologie mit dem Gott Donar – auch Thor genannt – in Verbindung gebracht. Wann immer er erzürnt war, schickte Donar Blitz und Donner zu uns auf die Erde. Wie Feuer brennt auch das Nesselgift der Brennnessel auf der Haut. Aus diesem Grund  wurde die Pflanze lange Zeit bei herannahendem Gewitter ins Feuer geworfen, um Haus und Hof vor Blitzeinschlag zu schützen

Schon vor etwa 30.000 Jahren verwendeten die Menschen die Brennnessel als Textilpflanze, die dann aber vor ein paar Tausend Jahren von der Baumwolle abgelöst wurde.

Mittelalterliche Männer nahmen die Brennnessel um ihre Potenz zu steigern, dafür wurden die Samen mit Ei und Zwiebel vermischt und gegessen.

 Brennnessel

Wirstoffe / Inhaltsstoffe der Brennnessel

Die Brennnessel ist reich an Wirkstoffen, die sich allerdings in Blättern und Wurzel in ihrer Zusammensetzung ein wenig unterscheiden.

Blätter

  • Anorganische Verbindungen: Im getrocknetem Kraut bis ca. 20 % Mineralstoffe. Der Kieselsäuregehalt in den Blättern bis zu 4,8 % Si02.
  • Flavonoide: 1 bis 2 % (Quercetin-, Kämpferolglykoside)
  • Organische Säuren: Unter anderm Äpfelsäure, Allantoinsäure, Ameisensäure, Bernsteinsäure, Buttersäu­re, Chinasäure, Citronensäure, p-Cumarsäure, Essigsäure
  • Nur in der Grossen Brennessel ist die Kaffeoyläpfelsäure zu finden
  • Cumarine: Scopoletin (bis zu 10 mg/kg Droge)
  • Amine: In den Brennhaaren und dem frischem Blatt: Acetylcholin (ca. 20 mg/kg im frischen Blatt), Histamin (ca. 30 mg/kg im frischen Blatt), und Serotonin (= 5-Hydroxytryptamin). Cholin etwa 0.5 % in getrocknetem Kraut
  • Triterpene: Oleanolsäure in den Blüten
  • Ätherisches Öl: Geringe Mengen, bestehend aus Estern und Ketonen und wenig freien Alkoholen. Charakteristisch sind Acetophenon und Methylheptenon
  • Vitamine: In frischem Kraut bis zu 0,650 % Vitamin C. Im Weiteren Vitamine der B-Gruppe und Vitamin A
  • Steroide: β-Sitosterol und β-Sitosterol-3-0-β-D-glucosid im ganzen Kraut
  • Anorganische Verbindungen: Im getrocknetem Kraut bis ca. 20 % Mineralstoffe.
  • Der Kieselsäuregehalt in den Blättern bis zu 4,8 % Si02
  • Sonstige Verbindungen: Porphyrine, Carotinoide, wenig Nikotin, Proteine (bis zu 32 % in getrocknetem Kraut)

Wurzel

Zusätzlich zu den Wirkstoffen, welche sich in den Blättern/ Kraut befinden, besitzt die Wurzel

  • bis zu 0,3 % ein spezifischen Lektins, des sogenannten „Urtica dioica Agglutins“ (UDA) (bis zu 0,3 % in der frischen Wurzel, 0.06 % im getrockneten Zustand)
  • Lignane (dimere Phenylpropane)

 

 

Verwendung der Brennnessel

Eigenschaften:

zusammenziehend, harntreibend, stärkend, blutstillend, Giftstoffe ausspülend, blutdruck- und blutzuckersenkend, entschlackend, blutreinigend

Anerkannte medizinische Anwendungen (Kommission E):

1. Brennessel Kraut/Blätter:

  • Bei Einnahme und äusserer Anwendung:
    • Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden
    • Hautausschlag (seborrhoisches Ekzem)
    • als Zusatz von Haarwässern oder Schampons
  • Bei Einnahme:
    • Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege
    • Vorbeugung und Behandlung von Nierengriess

2. Brennnessel Wurzel:

  • Erhöhung des Miktionsvolumens
  • Erhöhung des maximalen Harnflusses
  • Miktionsbeschwerden bei Prostataadenom Stadium I bis II

 

Wichtig!!!

Um sicher zu gehen, dass es sich wirklich um leichte bis moderate Symptome im Bereich Niere oder Prostata  handelt, sollten Sie die Beschwerden jedoch stets von Ihrem Arzt untersuchen lassen.

Die Brennnessel in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

In der TCM wird der Brennnessel eine kühlende Kraft  zugeschrieben. Sie wird deshalb bei Hitzekrankheiten, die mit Entzündungen verbunden sind eingesetzt. Brennnesseln sollen eine vorhandene übermäßige Lungenfeuchtigkeit vertreiben und das Leberblut nähren.

Die Brennnessel in indischer Medizin und Ayurveda

In Ayurveda und indischer Medizin findet die Brennnessel bei einer ganzen Reihe von Beschwerden Einsatz. Zum Beispiel bei:

  • zur Behandlung von Asthma, Bronchitis und als auswurfförderndes Mittel eingesetzt
  • Extrakte aus den Blättern werden bei Harnwegerkrankungen und Harnstein verwendet
  • Bei Kindern soll die Brennnessel bei Wurmbefall und (kalten) Milzerkrankungen wirken
  • Auszüge aus der Brennnesselwurzel werden bei Juckreiz, Verbrennungen, Abszessen und sogar bei Herpes angewandt
  • „Blutreinigungsmittel“
  • In den indischen Himalaya-Regionen wird die Pflanze zusätzlich gegen Fieber eingesetzt

Die Brennnessel in der Tibetischen Medizin

In der Tibetischen Medizin werden vorrangig Blätter und Blüten der Brennnessel verwendet. Anders als in der TCM wird der Pflanze in der Tibetischen Medizin eine warme Kraft zugeschrieben. Brennnesselblätter und Früchte werden bei Ungleichgewicht des Körpers nach langer Krankheit und zur Stärkung eingesetzt. Außerdem soll die Brennnessel „chronisches“ Fieber lindern und die Verdauung in Kombination von Rohkost fördern. Ihre Wirkung unterstützend bei allen Kältekrankheiten, wie einer Erkältung, eingesetzt werden, weil sie wärmend wirken und damit den Körper und den Geist in Balance halten oder zurückbringen soll.

Traditionelle Anwendung in den USA

Auch in der traditionellen Medizin des nordamerikanischen Kontinents erfreut sich die Brennnessel großer Beliebtheit. Hier findet die Pflanze ebenfalls zahlreiche Anwendungen.

  • das Kraut wird gegen Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt, die durch Gelenkentzündungen und Gicht verursacht wurden
  • Extrakte aus der Brennnessel gelten als entwässernd und abführend, aber auch gegen Durchfall und Harnwegbeschwerden sowie bei Problemen beim Wasserlassen durch eine vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostata)
  • Hausmittel gegen Kopfhautschuppen, gegen Haarausfall und Glatze
  • Aber die Anwendungsgebiete gehen noch weiter. So soll die Brennnessel gegen Niesen und gegen Heuschnupfen helfen
  • Asthma, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Hämorrhoiden
  • Alzheimer
  • Bluthochdruck
  • Frauenkrankheiten und zur Blutstillung wirken

 

Volksheilkunde

Das Peitschen mit Brennnessel ist ja auch heute noch bekannt und soll bei Hexenschuss, Ischias helfen und macht die Haut schön warm.

Haarausfall, Prostataerkrankungen, Anämie, Blutungen, Hämorrhoiden, Arthritis, Rheuma, Gicht, Hautleiden, arthritischen Schmerzen, Gicht, Ischias, Neuralgien, Hämorrhoiden, Haut- und Kopfproblemen, Verbrennungen, Insektenstichen, Nasenbluten, Blasenentzündungen, Nierenentzündungen, Harn – und Gallenbeschwerden, Frühjahrsmüdigkeit, Allergien, Bindegewebsschwäche, Blasenschwäche, brüchige Fingernägel, Darminfektionen, Kopfhautschuppen, Schuppenflechte, unreine Haut

 

Brennnessel

 

 

Welche Nebenwirkungen kann die Brennnessel auslösen?

  • Bei der Einnahme oder dem Auftragen von Brennnessel-Präparaten können Magen-Darm-Beschwerden oder Hautreaktionen auftreten
  • Bei Wasseransammlungen (Ödeme) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit
  • akuter Arthritis (Gelenkentzündung)
  • Von einer Kombination mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) wird ebenfalls abgeraten
  • Vermeiden Sie es, die frischen Blätter oder Brennnessel-Tee in größeren Mengen über längere Zeit zu konsumieren, weil die Pflanze schädliche Pyrrolizidinalkaloide enthalten kann
  • Schwangere und Stillende sollten die Brennnessel meiden

 

 

Die Brennnessel – Verwendung & Rezepte

In der Küche

In der Küche werden die jungen Blattspitzen wie Spinat gekocht und für Suppen püriert. Die kugelförmigen Samen kann man von der Pflanze pflücken und so gegessen werden, aber auch getrocknet ein Genuss zu Salaten oder aufs Butterbrot.

 

Rezept: Spinat aus Brennnesseln

Zwiebel in Fett andünsten

Die abgetropften Brennnesseln zugeben (ca. 4 Händevoll für 4 Personen und in ca. 5 – 7 Min. weich dünsten.

Mit Stein- oder Meersalz, frisch geriebener Muskatnuss, schwarzem und oder weißem Pfeffer, nach Belieben einer Spur Knoblauch und süßem Rahm abschmecken.

 

Rezept: Brennnessel-Pressknödel

Zutaten für 4 Personen
Pressknödel:
150 Gramm schnittfestes Weißbrot oder Knödelbrot, 100 Milliliter Milch, 100 Gramm Käse (Südtiroler Bergkäse), 100 Gramm Brennnesseln, gekocht und gehackt, 2 Eier, 1 EL Mehl, Salz, 100 Gramm Butter zum Anbraten

Weiteres:
Eine große Zwiebel, Backfett, 4 EL Parmigiano Reggiano gerieben, 4 EL braune Butter, Petersilienblätter

 

Zubereitung Pressknödel:
Weißbrot in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Milch erwärmen, den Käse reiben oder in Würfel schneiden.

Brennnesseln zusammen mit Eiern, Mehl und Salz zum Knödelbrot geben. Die Masse gut durchkneten und circa 15 Minuten ruhen lassen. Zu Knödeln formen und diese mit der Hand flach drücken.

In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Pressknödel auf beiden Seiten braun braten. In der Zwischenzeit reichlich Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, salzen und die Pressknödel darin circa fünf bis acht Minuten kochen.

 

 

 

Tee & Tinkturen mit Brennnessel

Die Brennesel ist auf Grund ihrer vielfältigen Wirkungen  schon seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil in vielen Entgiftungskuren oder verfahren. Gerade die Teezubereitung aber auch als Tinktur wird immer wieder gerne verwendet.

 

Teeaufguss mit Brennesselblättern
3 bis 4 mal täglich eine Tasse Brennnesselblättertee trinken; mittlere Tagesdosis 8 bis 12 g Droge.

Teezubereitung mit Brennesselwurzel
1,5 g zerkleinerte bzw. grob pulverisierte Brennesselwurzel mit kaltem Wasser ansetzen und zum Sieden erhitzen. Ungefähr 1 min im Sieden halten, und anschliessend 10 min bedeckt stehen lassen. Anschliessend wird durch ein feines Teesieb filtriert.
Tagesdosis: 4 bis 6 g zerkleinerte Brennesselwurzel für Aufgüsse sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

 

Brennessel – Tinktur

  • 10 g getrocknetes oder frisches Brennesselkraut
  • 50 ml 40 – 70% Alkohol

Das Brennesselkraut wird mit dem Alkohol übergossen und für ca. 4 Wochen stehen gelassen. Dann wird es abgefiltert und in kleine Fläschen umgefüllt. Es können 3 x 10 – 15 Tropfen am Tag mit Wasser oder Tee verdünnt eingenommen werden. Diese Tinktur kann auch in die Kopfhaut einmassiert werden, um Haarausfall vorzubeugen.

Eisentonikum mit Brennnesseln

Brennnesseln enthalten nicht nur viel Eisen, sondern auch die für die Blutbildung wichtigen C- und B-Vitamine (außer Vit. B12). Der Komplex, der in der Brennnessel natürlich enthalten ist, macht diese so wertvoll und sie ist dafür bekannt, den Eisenspiegel im Körper besonders schnell wieder aufzufüllen, weil die Inhaltsstoffe der Brennnessel eben sehr gut verwertet werden können.

2 Handvoll getrocknete Brennnesselblätter
1 Handvoll getrocknete, ungeschwefelte Aprikosen
8 Mandelkerne
1 Flasche Bio-Rotwein
ggf. eine Handvoll Ackerschachtelhalm

Alle Zutaten in ein Gefäß und mit Rotwein übergießen. Die Mischung 2 Wochen ziehen lassen, hin und wieder vorsichtig schütteln.

In dunkle Flaschen füllen und kühl aufbewahren.

Nehmen Sie hiervon 2 Teelöffel täglich ein. Eine Kur zur Vorbeugung von Eisenmangel sollte immer über mehrere Wochen hinweg gemacht werden.

 

 

Räucheranwendung & Mystik

Eine Brennessel-Räucherung wird bei seelischen Problemen und Depressionen verräuchert. Wenn einem mal wieder alles zuviel wird oder es gab in unserem Leben ein einschneidiges Erlebnis, mit dem man nicht klar kommt, ist die Brennessel unter den Räucherpflanzen zu bevorzugen.

Die Brennessel auf dem Dachboden oder dem Giebel aufgehängt, schützt das Haus vor Blitzeinschlägen.

 

 

Verwendung im Garten

Mit Brennnessel-Jauche können Sie die Widerstandskraft aller Gartenpflanzen stärken. Für die Jauche benötigen Sie pro zehn Liter etwa ein Kilogramm frische Brennnesseln. In zehnfacher Verdünnung können Sie die Brennessel-Jauche im Wurzelbereich ausbringen. Wenn Sie die Pflanzen damit einsprühen wollen, müssen Sie die Jauche vierzig- bis fünfzigfach verdünnen. Noch gärende, etwa vier Tage alte Brennnessel-Jauche wirkt auch gegen Blattläuse und Spinnmilben. Sie muss vor der Anwendung fünfzigfach verdünnt und wiederholt angewendet werden.

Ein Brennnessel-Auszug aus einem Kilogramm Brennnesseln pro zehn Liter Wasser soll ebenfalls gegen Blattläuse wirken, seine Wirkung ist allerdings umstritten. Wichtig ist, dass er nicht länger als zwölf Stunden steht und anschließend sofort unverdünnt gespritzt wird.

 

Quellen:

  • Heidelore Kluge: Brennessel: Heilpflanze und mehr. Haug, Heidelberg 1999, ISBN 3-7760-1751-1.
  • Renate Spannagel: Heilkraut Brennnessel: Gesundheitspflege, Teezubereitung, kosmetische Anwendung. Weltbild, Augsburg 1998, ISBN 3-89604-731-0.
  • Wolf-Dieter Storl: Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor. AT Verlag, Aarau/Baden 2000, ISBN 3-85502-693-9.
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