Zink

 

Zink zählt zu den (essentiellen) Spurenelementen für unseren Stoffwechsel. Es ist ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme, beispielsweise der RNA-Polymerase und der Carboanhydrase. Zink erfüllt aber noch viele andere lebensnotwendigen Funktionen im menschlichen Organismus.

 

Wirkung und Körperfunktionen:

  • Zink hat eine Schlüsselrollen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel
  • Wichtige Rolle bei der Wundheilung
  • Zink ist wichtig zur Säureausscheidung der Niere
  • Ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum. Sowohl das
  • Das Immunsystem, aber auch viele Hormone, benötigen Zink für ihre Funktion.
  • Zink fördert das Immunsystem u. a. durch eine Abschwächung der Immunreaktion bei überschießenden Reaktionen des Immunsystems.
  • Zink wirkt antioxidativ und somit Radikalen entgegen.
  • entzündungshemmende Eigenschaft
  • Wichtig für die Prostatafunktion, Spermabildung und Wachstum der Geschlechtsorgane
  • Kann die Aktivität der Fettdrüsen regulieren
  • Hilfreich für einen gesunden Haarwuchs

 

Zink
Zink ist wichtig für unser Immunsystem

 

 

Tagesbedarf

Zufuhrempfehlung der DGE/d
Alter Männer Frauen
19 – 25 10 mg 7 mg
25 – 51 10 mg 7 mg
51 – 65 10 mg 7 mg
über 65 10 mg 7 mg
Diabetiker 12-20 mg 12-20 mg

Supplementierung: Effektive tägliche Dosierungen liegen zwischen 15 und 50mg. Ein erhöhter Bedarf an Zink besteht bei der Stoffwechselerkrankung Diabetes, bei Lebererkrankungen, entzündlichen Darm­erkrankungen, nach großen Operationen oder schweren Wunden und bei Erkrankungen der Prostata.

 

 

Zink-Mangel – Entstehung und Auswirkung

 

 

Entstehung von Zinkmangel

Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, warum es zu einem Zink-Mangel kommen kann:

  • Es besteht ein erhöhter Bedarf (zum Beispiel Schwangere und Stillende),
  • Es besteht ein erhöhter Verlust (zum Beispiel Sportler verlieren Zink über den Schweiß, aber auch bei starkem Alkoholabusus)
  • Es besteht eine verminderte Aufnahme. So nehmen ältere Menschen oft nicht ausreichend Zink über die Nahrung auf, da sie an Appetitlosigkeit leiden und sich aufgrund von Zahnproblemen unausgewogen ernähren.

Auch Vegetarier und Veganer können gefährdet sein. Da sie durch Ihre pflanzliche Ernährung oft zu viel Phytinsäure aufnehmen. Diese bildet mit Zink unlösliche Verbindungen und der Körper ist nicht mehr in der Lage es aufzunehmen.

Eine weitere Möglichkeit warum es zu einer Mangelerscheinung kommen könnte, ist eine Reduktionsdiät, insbesondere wenn weniger als 1.500 Kilokalorien täglich über längere Zeit eingenommen werden.

 

Folgende körperliche Zeichen können auf einen Zink-Mangel hinweisen:

  • Zunge weiß und gelb belegt.
  • Aphten bez. Geschwüre an der Zunge und Wangen­schleimhaut.
  • Metallischer Geschmack, auch bitter süßlich oder sauer, wie nach Käse oder Blut.
  • Diabetiker leiden fast immer unter einem Zinkmangel.

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Folgende Gesundheitsprobleme können durch einen Mangel entstehen:

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Störungen der Wundheilung, trockene schuppende Haut, entzündliche Hauterkrankungen
  • Akne
  • Zinkmangeldermatitis: Hautrötung und Pusteln, besonders im Gesicht, den Fingern und im Anal-, Genitalbereich.
  • Haarausfall, nachlassende Haarqualität.
  • Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen.
  • Potenzstörungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Sehstörungen, Stimmungslabilität.

 

 

 

Nebenwirkungen und Überdosierung

 

Erscheinungen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Fieber, Bauchschmerzen, ein metallischer Geschmack, beschleunigte Atmung, Kreislaufschwäche (bis hin zum Koma).

Pro Tag nicht mehr als 25 Milligramm Zink zu sich nehmen. Diese Menge gilt als gesundheitlich unbedenklich. Dabei muss bedacht werden, dass bereits aus der Nahrung täglich circa 7 bis 10 Milligramm Zink aufgenommen werden. Zusätzliche Zinkpräparate sollten in der Tagesdosis deshalb 10 bis 15 Milligramm Zink nicht überschreiten.

Zinkpräparate vermindern möglicherweise die Wirkung von Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline.

Bei gleichzeitiger Gabe von Zink sowie Phosphaten, Eisen-, Kupfer- und Kalziumsalzen ist die Aufnahme von Zink im Körper verringert.

Manche Arzneistoffe fangen Zinksalze ab und verringern damit die Zinkwirkung im Körper. Zu diesen Arzneistoffen zählen D-Penicillamin, Dimercaptopropansulfonsäure, Dimercaptobernsteinsäure und Edetinsäure. Zwischen der Einnahme dieser Arzneistoffe und Zinkpräparaten sollten mindestens zwei Stunden Zeitabstand liegen.

Zink hemmt die Aufnahme von Ofloxacin und anderen Chinolonen (z.B. Norfloxacin, Ciprofloxacin).
Hohe Zinkmengen können die Aufnahme und Speicherung von Eisen reduzieren.
Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Phytinsäure (z.B. Vollkornbrot) verringern die Zinkaufnahme und sollten nach einer Einnahme von Zink vermieden werden.

 

 

 

Zink in der Ernährung

 

Durch einen vermehrten Konsum von  Phytinsäure (in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten), Tannine (in Tee und Kaffee) und hohe Eisen-, Kalzium-, Kupfer- oder Kadmiumzufuhr, kann die Aufnahme im Dünndarm verringert werden.

Die gleichzeitige Aufnahme von Eiweiß (beispielsweise die Aminosäuren Histidin und Cystein) oder Zitronensäure erhöht dagegen die Resorption. Phosphor, Kupfer, Kalzium und Vit. A sind ebenfalls geeignet, wenn man die Aufnahme im Darm steigern möchte.

 

Natürliche Zink – Quellen:

Folgende Nahrungsmittel sind gute Zinkquellen:

 

Zink

  • rote Fleischsorten
  • Käse (Camembert)
  • Haferkleie und Haferflocken
  • Sonnenblumenkerne
  • Kürbiskerne
  • Weizenkeime (Weizen)
  • Walnüsse und Pekannüsse
  • Pilze und Hefen
  • Linsen
  • Meeresfrüchte (bes. Austern) und Schalentiere
  • Grüner Tee

Erdnüsse enthalten zwar relativ viel Zink (ca. 3 mg pro 100 g), aber wie andere Hülsenfrüchte auch viel Phytinsäure, welche die Aufnahme behindert. Gleiches gilt für Ölsaaten und Vollkornprodukte.

 

 

 

Quellen:

Organic Syntheses: Gesamtübersicht zu Zink. (Memento vom 10. Oktober 2012 im Webarchiv archive.is)

rhw-redaktion (Hrsg.): Ökotrophologie. Band 2, Verlag Neuer Merkur, 2005, ISBN 3-937346-03-1, S. 202.

Ming-Jie Liu u. a.: ZIP8 Regulates Host Defense through Zinc-Mediated Inhibition of NF-kB. In: Cell Reports. 21. Februar 2013, Abgerufen am 2. November 2013 (PDF, 2,6 MB).

Hans Konrad Biesalski, Stephan Bischoff, Christoph Puchstein: Ernährungsmedizin. 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Georg Thieme, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-13-100294-5.

WHO: Zinc in Drinking-water – Background document for development of WHO Guidelines for Drinking-water Quality (PDF; 152 kB).

Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Abgerufen am 25. November 2015.

Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. Abgerufen am 25. November 2015.

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