Johanniskraut1
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Das Johanniskraut ist eine Heilpflanze, die bereits seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel und als natürliches Mittel gegen Stress und Depressionen genutzt wird. Es zeichnet sich durch eine Reihe von wertvollen Eigenschaften aus und ist ein wirksames Mittel gegen viele Krankheiten. In diesem Blog werden wir uns näher mit der Kraft des Johanniskrauts und seinen vielen positiven Eigenschaften beschäftigen.

 

Johanniskraut

 

Was ist Johanniskraut?

 

Johanniskraut, auch bekannt als Hypericum perforatum, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Johanniskrautgewächse. Die Pflanze ist in Europa, Asien und Nordafrika beheimatet und wächst bevorzugt auf sonnigen Wiesen, an Waldrändern und Böschungen.

Andere Namen: Hartheu, Herrgottsblut, Johannisblut, Johanniskrautblut, Blutkraut, Tüpfel-Hartheu, Hexenkraut, Teufelsflucht, Johannisblume, Sonnenwendkraut, Blutkraut, Klammerkraut, Wundkraut, Sankt Johannis Öl-Kraut

Johanniskraut wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden verwendet. Es enthält zahlreiche Wirkstoffe, darunter Flavonoide, Hyperforin und Hypericin, die für seine medizinischen Eigenschaften verantwortlich sind.

Es wird in der Naturheilkunde seit Jahrhunderten angewendet und ist ein beliebtes Heilmittel für viele Menschen. Es ist sicher, wirkungsvoll und kostengünstig. Es ist eine gute Wahl, wenn Sie nach einer natürlichen, kraftvollen und wirksamen Behandlung suchen.

 

 

Johanniskraut – Mythologie, Brauchtum und Aberglaube

 

Die Pflanze, die in vielen Kulturen eine lange Geschichte hat. In der Mythologie, im Brauchtum und im Aberglauben gibt es viele Geschichten und Überlieferungen über Johanniskraut.

In der griechischen Mythologie wurde Johanniskraut mit dem Gott Apollo in Verbindung gebracht. Es wurde gesagt, dass Apollo die Pflanze benutzte, um seine Wunden zu heilen. Es wurde auch geglaubt, dass Johanniskraut eine Schutzpflanze gegen böse Geister und Dämonen war.

Im Brauchtum wurde Johanniskraut in vielen Kulturen als Mittsommerpflanze verehrt. Es wurde gesagt, dass es zu diesem Zeitpunkt seine höchste Kraft hat und am effektivsten gegen Krankheiten und Schmerzen wirkt. In Europa wurde Johanniskraut auch als Heilpflanze bei Depressionen und Angstzuständen eingesetzt.

Im Aberglauben wurde Johanniskraut oft als Schutz gegen Hexen und Zauberer verwendet. Es wurde gesagt, dass die Pflanze in der Lage war, böse Zauber abzuwehren und das Böse fernzuhalten. Es wurde auch geglaubt, dass Johanniskraut Glück und Erfolg bringen konnte, wenn es in das Haus gebracht oder unter das Kopfkissen gelegt wurde.

In der modernen Medizin wird Johanniskraut als pflanzliches Antidepressivum verwendet. Es hat sich gezeigt, dass die Wirkstoffe in der Pflanze die Stimmung verbessern und Symptome von Depressionen und Angstzuständen lindern können. Allerdings ist Vorsicht geboten, da Johanniskraut in Kombination mit bestimmten Medikamenten unerwünschte Wechselwirkungen verursachen kann.

Insgesamt hat Johanniskraut eine reiche Geschichte und Tradition in vielen Kulturen. Obwohl einige seiner Eigenschaften im Laufe der Zeit als Aberglaube abgetan wurden, bleibt die Pflanze auch heute noch eine wichtige Heilpflanze mit nachgewiesenen medizinischen Eigenschaften.

 

 

Welche gesundheitlichen Vorteile hat Johanniskraut?

 

Johanniskraut ist eines der am meisten untersuchten und am meisten verwendeten pflanzlichen Heilmittel. Es wird seit Jahrhunderten als natürliches Mittel für die Behandlung von Depressionen und Ängsten verwendet. Es wird auch als ein natürliches Antidepressivum eingesetzt und ist eine beliebte Alternative zu synthetischen Antidepressiva. Es kann auch zur Unterstützung der Gesundheit des Gehirns und der Stimmung beitragen.

Was macht kraftvolles Johanniskraut so wertvoll? Es ist eine natürliche Quelle von Hypericin und Hyperforin, zwei Wirkstoffen, die eine beruhigende Wirkung haben und helfen, die Stimmung aufzuhellen. Diese Wirkstoffe sind auch für ihre antientzündliche und antioxidative Wirkung bekannt. Darüber hinaus wird angenommen, dass es die Serotonin- und Noradrenalin-Spiegel im Gehirn erhöht und den Stress reduziert, was zu einer Verbesserung der Stimmung führt.

 

Inhaltstoffe

Johanniskraut enthält eine Vielzahl von Wirkstoffen, die für seine medizinischen Eigenschaften verantwortlich sind. Hier sind einige der wichtigsten Inhaltsstoffe von Johanniskraut:

  • Flavonoide: Diese Antioxidantien haben entzündungshemmende Eigenschaften und sind bekannt für ihre Wirkung auf das Immunsystem und die Durchblutung.
  • Hyperforin: Dieser Inhaltsstoff hat stimmungsaufhellende Eigenschaften und wird für die antidepressive Wirkung von Johanniskraut verantwortlich gemacht.
  • Hypericin: Dieser Inhaltsstoff hat auch eine antidepressive Wirkung und kann auch antimikrobiell wirken.
  • Tannine: Diese Inhaltsstoffe haben adstringierende Eigenschaften und können bei der Behandlung von Wunden und Entzündungen helfen.
  • Ätherische Öle: Diese sind für den charakteristischen Duft von Johanniskraut verantwortlich und können auch entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften haben.
  • Harz: Dieser Inhaltsstoff hat antimikrobielle Eigenschaften und kann bei der Behandlung von Wunden und Hauterkrankungen helfen.

 

Aufgrund seiner Inhaltstoffe hat es folgende Eigenschaften:

 

Johanniskraut wird traditionell als Heilmittel verwendet und wird bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Depressionen und Angstzustände
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen,
  • Menstruationsbeschwerden und Stimmungsschwankungen

 

Johanniskraut

 

 

Wie wird Johanniskraut eingenommen?

 

Johanniskraut kann auf verschiedene Arten eingenommen werden, je nachdem, wofür es verwendet wird. Hier sind einige gängige Einnahmeformen:

Tee: Johanniskrautblätter und -blüten können getrocknet und zu Tee verarbeitet werden. Ein Teelöffel getrocknetes Johanniskraut wird in einer Tasse kochendem Wasser aufgebrüht und 5-10 Minuten ziehen gelassen. Der Tee kann bis zu dreimal täglich getrunken werden.

Kapseln oder Tabletten: Johanniskraut wird häufig in Form von Kapseln oder Tabletten angeboten. Die empfohlene Dosierung variiert je nach Produkt, aber es wird im Allgemeinen empfohlen, die Einnahme auf 300-900 mg Johanniskrautextrakt pro Tag zu beschränken.

Öl: Johanniskraut Öl kann auf die Haut aufgetragen werden, um verschiedene Hauterkrankungen wie Schmerzen, Entzündungen, Wunden und Verbrennungen zu behandeln. Das Öl kann entweder selbst hergestellt werden oder in Apotheken oder Reformhäusern gekauft werden.

Tinktur: Johanniskraut kann auch als Tinktur eingenommen werden. Eine Tinktur wird durch Einweichen von Johanniskraut in Alkohol hergestellt und kann 2–3-mal täglich eingenommen werden.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass Johanniskraut Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben kann, insbesondere mit Antidepressiva, Verhütungsmitteln und einigen Schmerzmitteln. Es ist daher ratsam, vor der Einnahme von Johanniskraut einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.

 

 

Wie schnell wirkt Johanniskraut?

 

Die Wirkung von Johanniskraut kann von Person zu Person unterschiedlich sein und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Anwendung, der Dosierung und der Schwere der Symptome. Im Allgemeinen wird jedoch eine Wirkung von Johanniskraut nach 4 bis 6 Wochen der regelmäßigen Einnahme erwartet. Bei manchen Menschen kann die Wirkung jedoch schneller oder langsamer eintreten.

Es ist wichtig zu beachten, dass Johanniskraut nicht für akute Zustände oder als Ersatz für eine medizinische Behandlung bei schweren Erkrankungen verwendet werden sollte. Wenn Sie ernsthafte gesundheitliche Probleme haben, sollten Sie sich immer an einen Arzt wenden.

 

Johanniskraut

 

 

Welche Nebenwirkungen hat das Einnehmen von Johanniskraut?

 

Obwohl die Pflanze als pflanzliches Arzneimittel gilt und bei korrekter Anwendung als sicher gilt, kann es dennoch Nebenwirkungen verursachen. Hier sind einige der häufigsten Nebenwirkungen:

  1. Lichtempfindlichkeit: Johanniskraut kann dazu führen, dass die Haut empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert. Es wird empfohlen, während der Einnahme von Johanniskraut direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und sich zu schützen.
  2. Magen-Darm-Probleme: Johanniskraut kann bei manchen Menschen Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung verursachen.
  3. Trockener Mund: Einige Menschen können während der Einnahme von Johanniskraut einen trockenen Mund haben.
  4. Kopfschmerzen: Johanniskraut kann bei manchen Menschen Kopfschmerzen verursachen.
  5. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

 

 

Bekannte Wechselwirkungen

 

Johanniskraut kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren, einschließlich verschreibungspflichtiger Medikamente und frei verkäuflicher Arzneimittel. Hier sind einige der häufigsten Wechselwirkungen:

  1. Antidepressiva: Johanniskraut kann die Wirkung von Antidepressiva verringern oder verstärken. Es kann auch das Risiko von Nebenwirkungen wie Bluthochdruck, Schlaflosigkeit oder Angstzuständen erhöhen.
  2. Antibabypille: Johanniskraut kann die Wirksamkeit der Antibabypille verringern und das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft erhöhen.
  3. Blutverdünner: Johanniskraut kann die Wirkung von Blutverdünnern wie Warfarin verringern und das Risiko von Blutgerinnseln erhöhen.
  4. Schmerzmittel: Johanniskraut kann die Wirkung von Schmerzmitteln wie Tramadol verringern und das Risiko von Nebenwirkungen wie Schwindel oder Übelkeit erhöhen.
  5. Immunsuppressiva: Johanniskraut kann die Wirkung von Immunsuppressiva wie Ciclosporin verringern und das Risiko von Organtransplantatabstoßungen erhöhen.

 

 

Rezepte und Hausmittel

 

Johanniskraut ist eine vielseitige Pflanze, die für verschiedene Anwendungen und Rezepte verwendet werden kann. Hier sind einige Ideen:

  1. Johanniskraut-Tee: Brühen Sie getrocknete Johanniskrautblüten in heißem Wasser für 10 Minuten. Der Tee hat einen milden Geschmack und wirkt beruhigend und entspannend. Trinken Sie ihn, um Stress abzubauen oder als Einschlafhilfe.

 

  1. Johanniskraut-Ölauszug: Füllen Sie ein Glas mit getrockneten Johanniskrautblüten und bedecken Sie sie mit Olivenöl. Lassen Sie das Öl für 4-6 Wochen ziehen, bevor Sie es durch ein Sieb gießen und in eine Flasche füllen. Verwenden Sie das Öl als Massageöl bei Muskelverspannungen oder als beruhigendes Hautpflege Öl.

 

  1. Johanniskraut-Salbe: Mischen Sie 1 Tasse Johanniskraut-Ölauszug mit 1/4 Tasse Bienenwachs in einem Topf und erhitzen Sie es, bis das Bienenwachs geschmolzen ist. Gießen Sie die Mischung in kleine Gläser und lassen Sie sie abkühlen, bis sie fest wird. Verwenden Sie die Salbe bei Schmerzen und Entzündungen der Haut.

 

  1. Johanniskraut-Badezusatz: Legen Sie getrocknete Johanniskrautblüten in ein Baumwollsäckchen und hängen Sie es unter den Wasserhahn in der Badewanne. Füllen Sie die Wanne mit warmem Wasser und lassen Sie das Johanniskraut für 10-15 Minuten ziehen, bevor Sie eintauchen. Das Bad hilft bei Muskelverspannungen und Entspannung.

 

  1. Johanniskraut-Pesto Sauce: Mixen Sie 1 Tasse frische Johanniskrautblätter mit 1/2 Tasse gerösteten Pinienkernen, 1/2 Tasse Olivenöl, 1/2 Tasse geriebenem Parmesan und 2 Knoblauchzehen in einem Mixer. Verwenden Sie die Sauce als Nudelsauce oder als Brotaufstrich.

 

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Johanniskraut in hohen Dosen und in Kombination mit bestimmten Medikamenten unerwünschte Wechselwirkungen verursachen kann. Es ist daher ratsam, vor der Verwendung von Johanniskraut als Heilmittel einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.

 

 

Fazit

Johanniskraut ist ein wertvolles Naturheilmittel, das vielen Menschen zu mehr Lebensqualität verhilft. Es kann bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen helfen, die Stimmung aufzuhellen und die Lebensfreude wiederzuerlangen. Seine wohltuende Wirkung macht Johanniskraut auch bei Ängsten, Unruhezuständen und Schlafstörungen zu einem wertvollen Helfer. Seine kraftvolle Wirkung beruht auf der Kombination verschiedener pflanzlicher Wirkstoffe und seiner antioxidativen Eigenschaften. Die Einnahme von Johanniskraut kann eine angenehme Unterstützung im Umgang mit depressiven Verstimmungen und psychischen Belastungen sein. Es kann helfen, die Lebensqualität zu verbessern und die psychische Gesundheit zu stärken. Allerdings sollte nicht unterschätzt werden, dass die Wirkung von Johanniskraut individuell sehr unterschiedlich sein kann, weshalb sich vor der Anwendung eine ausführliche Beratung mit einem Arzt oder Heilpraktiker lohnt.

 

 

 

 

Quellen & Studien

 

  1. Linde, K., Berner, M. M., Kriston, L., & St. John’s Wort Collaborative Research Group. (2005). St. John’s Wort for depression–an overview and meta-analysis of randomised clinical trials. BMJ (Clinical research ed.), 330(7490), 503-507. Diese Meta-Analyse von 37 randomisierten klinischen Studien ergab, dass Johanniskraut eine ähnliche Wirksamkeit wie Antidepressiva bei der Behandlung von leichten bis mittelschwere Depressionen hat.
  2. Mannel, M., Kuhn, U., Schmidt, U., & Ploch, M. (1998). St. John’s Wort extract LI 160 for the treatment of depression with atypical features–a double-blind, randomized, and placebo-controlled trial. Journal of Affective Disorders, 48(2-3), 163-169. In dieser randomisierten, placebokontrollierten Studie wurde die Wirksamkeit von Johanniskraut bei der Behandlung von Depressionen mit atypischen Symptomen untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der Symptome bei den Teilnehmern, die Johanniskraut erhielten.
  3. Wheatley, D. (1997). Hypericum in seasonal affective disorder (SAD). The Lancet, 350(9070), 1369. In dieser Studie wurde die Wirksamkeit von Johanniskraut bei der Behandlung von saisonaler Depression untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der Symptome bei den Teilnehmern, die Johanniskraut erhielten.
  4. Vorbach, E. U., Hubner, W. D., Arnoldt, K. H., & Hoffmann, A. (1997). Efficacy and tolerability of St. John’s Wort extract LI 160 versus imipramine in patients with severe depressive episodes according to ICD-10. Pharmacopsychiatry, 30(2), 81-85. In dieser randomisierten, placebokontrollierten Studie wurde die Wirksamkeit von Johanniskraut im Vergleich zu einem Antidepressivum (Imipramin) bei der Behandlung von schweren Depressionen untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Johanniskraut genauso wirksam wie Imipramin war, aber weniger Nebenwirkungen hatte.
  5. Kasper, S., Anghelescu, I. G., Szegedi, A., Dienel, A., Kieser, M., & Woggon, B. (2009). Superior efficacy of St. John’s Wort extract WS® 5570 compared to placebo in patients with major depression: a randomized, double-blind, placebo-controlled, multi-center trial. BMC Medicine, 7(1), 14. In dieser randomisierten, placebokontrollierten Studie wurde die Wirksamkeit von Johanniskraut (WS® 5570) bei der Behandlung von schweren Depressionen untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Johanniskraut signifikant wirksamer als Placebo war und eine gute Verträglichkeit hatte.

 

 

Steffen Gruss
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