Wacholder

 

Wacholder

Der gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist ein immergrünes Gewächs mittlerer bis nördlicher Breitengrade und gehört zur Gattung der Zypressengewächse. 

Er kann bis zu 600 Jahre alt werden. Er besitzt spitze, nadelförmige Blätter, ist anspruchslos und wächst selbst in Hochgebirgsregionen. Die nur etwa erbsengroßen, blaugrünen Beeren sind streng genommen keine Früchte, sondern Zapfen. Von der Blüte über die Stufe grüner Beeren brauchen sie bis zur Reife als dunkelblau-schwarze Beeren etwa 2 Jahre.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Wachholder enthält u. a. die folgenden Inhaltsstoffe:

  • Zitronensäure,
  • Gerbsäure,
  • Zink,
  • Mangan,
  • Menthol,
  • Oxalsäure,
  • ätherisches Öle: Monoterpene,  Terpinen-4-ol (0,7-6%), alpha-Pinen (30-40%), beta-Pinen (2-3%), Sabinen (13-29%), Myrcen (7-18%), Limonen (2,5 – 11%),
  • Flavonoide,
  • Catechingerbstoffe
  • Lignane u.a.
  • Podophylotoxine
  • Juniperin,
  • Betulin,
  • Kampfer,
  • Pentosan,
  • Phosphor,
  • Gallussäure,
  • Linolensäure,
  • Terpineol,
  • Umbelliferon
  • Leucoanthocyane
  • Diterpensäuren

 

Wacholder Indikation

  • Verdauungsstörungen
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Harnwegsentzündung
  • Muskelverspannung
  • rheumatische Beschwerden
  • gegen Nervenschwäche
  • blutreinigend
  • entwässernd (Verlust von Natriumionen ist dabei gering)
  • gegen Migräne
  • antiseptische Wirkung
  • antioxidative Wirkung
  • leichte Diabetesschleimlösend
  • leicht schweißtreibend
  • gegen Mundgeruch
  • bei Sodbrennen
  • Leberprobleme
  • Blasenentzündungen
  • Blasensteine
  • Husten
  • Bronchitis
  • Erkältungskrankheiten
  • allgemeine Gereiztheit
  • Zahnfleischentzündungen
  • Krampfadern
  • Schuppenflechte
  • Menstruationsbeschwerden
  • blutrucksenkend durch die harntreibende Wirkung (täglich 2-3 Beeren kauen)

 

Nebenwirkungen

Bei sehr hohen Dosen (täglich mehr als 8 Beeren / Tag über einen langen Zeitraum) können Nebenwirkungen auftreten. Terpinen-4-ol und alpha-Pinen. Terpinen-4-ol kann im Fall einer Überdosierung Leber und Nieren schädigen. Alpha-Pinen ist wegen seiner hautreizenden Eigenschaften als allergieauslösend bekannt. Die ätherischen Öle des Wacholders stimulieren die Gebärmutter, wodurch es zu vorzeitigen Wehen kommen kann. Bei Nierenerkrankugen können die Nieren durch Wacholderbeeren zusätzlich belastet werden. Allerdings weist Schilcher nach, dass die Berichte über die Nierentoxizität von Wacholderbeeren auf älteren, wissenschaftlich nicht haltbaren Untersuchungen beruhen; z.T. Würde ätherisches Öl untersucht, das aus unreifen Früchten gewonnen war oder das mit Terpentinöl verfälscht war ( Max Wichtl; „Teedrogen und Phytopharmaka“, 202,Stuttgart, S. 321). Nichts desto trotz können bei längerer Überdosierung Nierenschäden auftreten. Daher sind Wacholderbeeren nicht als Diuretikum zugelassen.

Die Kneippsche Wacholderbeerenkur fängt täglich mit 4 Beeren an und wird gesteigert bis zu 15 Beeren. Dann geht man rückläufig wieder auf 4 Beeren zurück. Sie dient zur Blutreinigung und erhöhte Ausscheidung über die Niere.

Wir sind der Meinung, dass zwei Beeren pro Tag nach der Initialkur ausreichend sind oder 2 -10g der getrockneten Wacholderbeeren pro Tag.

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