Die Eiche – Kraftbaum der Germanen

eiche1
4.8/5

Eiche ( Stieleiche – Quercus robur)

 

Die majestĂ€tische Eiche, ein Symbol fĂŒr StĂ€rke und BestĂ€ndigkeit in der Natur, ist nicht nur ein imposanter Baum, der unsere WĂ€lder schmĂŒckt, sondern auch eine Quelle fĂŒr erstaunliche gesundheitliche Vorteile. In diesem Artikel werden wir eintauchen in die faszinierende Welt der Eiche und ihre vielfĂ€ltigen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Von den nahrhaften Eicheln bis hin zu den heilenden Eigenschaften der Eichenrinde – die Eiche hat weit mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Erfahren Sie, wie dieses ehrwĂŒrdige GewĂ€chs einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden haben kann und welche Geheimnisse in ihren mĂ€chtigen Ästen und tiefverwurzelten Wurzeln verborgen sind.

 

 

„Die Eiche und der Schilf besaßen die gleiche Kraft, doch der Schilf bĂŒckte sich vor dem Sturm, wĂ€hrend die Eiche standhaft blieb.“

Aesop (Fabel)

 

 

Eiche
Bild: Steffen Gruß

 

Andere Namen: Flammeiche, Loheiche, Sommereiche

Die Eiche ist in ganz Europa verbreitet und hĂ€ufig kann man sie auf Anhöhen finden. Der Gattungsname „Quercus“ stammt aus dem Keltischen von „quer = schön“ und „cues = Baum“ und „robur“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Kraft oder StĂ€rke. Der Kraftbaum Eiche hat auch eine große ökologische Bedeutung. Er bietet vielen Tierarten Lebensraum und Nahrung. Die Eicheln, die FrĂŒchte der Eiche, dienen als wichtige Nahrungsquelle fĂŒr Wildtiere wie Eichhörnchen, Vögel und Wildschweine.

 

Kurze Fakten ĂŒber die Eiche:

  1. Artenvielfalt: Die Gattung Quercus, zu der die Eiche gehört, umfasst mehr als 600 Arten weltweit. Die bekanntesten Arten sind die Stieleiche (Quercus robur) und die Traubeneiche (Quercus petraea) in Europa sowie die Roteiche (Quercus rubra) in Nordamerika.
  2. Lebensdauer: Eichen sind fĂŒr ihre Langlebigkeit bekannt. Einige Arten können mehrere Jahrhunderte alt werden. Es gibt sogar Exemplare, die ĂŒber 1.000 Jahre alt sind. Die Wachstumsrate von Eichen kann variieren, und einige Arten können in den ersten Jahren ihres Lebens langsam wachsen, bevor sie spĂ€ter schneller wachsen.
  3. Wirtschaftliche Bedeutung: Das Holz der Eiche ist Ă€ußerst strapazierfĂ€hig und wird daher in der Möbelherstellung, im Schiffsbau und in der Bauindustrie geschĂ€tzt. Es wird oft fĂŒr hochwertige Parkettböden und Möbel verwendet.
  4. Ökologische Bedeutung: EichenwĂ€lder sind wichtige Ökosysteme und bieten Lebensraum fĂŒr eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten. Eicheln, die FrĂŒchte der Eiche, dienen als Nahrung fĂŒr viele Waldtiere.
  5. Habitat und Verbreitung: Eichen kommen in einer Vielzahl von Habitaten vor, von WĂ€ldern ĂŒber FeldrĂ€nder bis hin zu stĂ€dtischen Gebieten. Sie sind an verschiedene Bodentypen angepasst und können in unterschiedlichen Höhenlagen wachsen.
  6. Hybridisierung: Aufgrund ihrer genetischen Vielfalt können Eichenarten miteinander hybridisieren, was zur Entstehung neuer Sorten fĂŒhren kann.
  7. Eicheln als Nahrungsmittel: Einige Eichenarten produzieren Eicheln, die essbar sind, wenn sie richtig zubereitet werden. Historisch gesehen wurden Eicheln von einigen indigenen Völkern als Nahrungsmittel genutzt.
  8. Eichenholz in der Weinherstellung: Eichenholz wird oft fĂŒr die Fassherstellung in der Weinproduktion verwendet. Die FĂ€sser verleihen dem Wein wĂ€hrend der Reifung Aromen und tragen zur Geschmacksentwicklung bei.
  9. Insektenlebensraum: Die Rinde und das Holz der Eiche bieten Lebensraum fĂŒr viele Insektenarten, darunter KĂ€fer, Ameisen und Bienen. Diese Insekten wiederum sind wichtig fĂŒr die Ökosystemdienstleistungen, die sie erbringen.
  10. Ökologische Rolle: Eichen sind sogenannte SchlĂŒsselarten, da sie einen großen Einfluss auf die Struktur und Funktion des Ökosystems haben, in dem sie wachsen. Sie beeinflussen die Artenvielfalt und das Mikroklima des Waldes.

 

 

Eiche – Mythologie, Geschichtliches und Brauchtum

In vielen Kulturen und Mythologien wird die Eiche verehrt und mit verschiedenen Göttinnen und Göttern assoziiert. Sie symbolisiert oft Weisheit, StĂ€rke und Verbindung zur Natur. Die Eiche wird oft als Symbol fĂŒr StĂ€rke, Ausdauer und BestĂ€ndigkeit betrachtet. Sie kann beeindruckende GrĂ¶ĂŸen erreichen und ist fĂŒr ihr tiefreichendes Wurzelsystem bekannt, das ihr StabilitĂ€t verleiht.

 

„Die Eiche ist der Baum der Helden, die siegt, indem sie fĂ€llt.“ – Friedrich Hölderlin

 

  • Die Kelten, Goten, Germanen und auch die Römer verehrten die Eiche als einen von den Göttern geweihten Baum.
  • Sie wurde oft mit Thor, der Gott von Blitz und Donner, in Verbindung gebracht.
  • In frĂŒhen Zeiten galt sie als Baum des Mannes uns symbolisierte Kraft und Ausdauer.
  • Bei den Germanen wurden anstehende Gerichtssitzungen in einem Eichenhain abgehalten.
  • Die Eiche gilt seit Anbeginn der Menschheit als Schutzbaum. Aus ihr wurden RĂ€ucherungen, Schutzamulette aber auch ZauberstĂ€be gefertigt.
  • Die alten Griechen hörten im Rauschen der BĂ€ume ihren Gott Zeus sprechen
  • Im Mittelalter wurde das vermoderte Laub als Aufguss bei Ruhr und Weißfluss verwendet.
  • Kleinkinder sollten den verlorenen Zahn in eine Eiche bohren, damit alle zukĂŒnftigen ZĂ€hne gesund bleiben.
  • Sie wurden oft als „Grenzbaum“ fĂŒr Grafschaften verwendet
  • Rademacher, ein naturheilkundlicher Arzt des 19. Jahrhunderts, lobte die Kraft der Eicheln bei Milzschwellungen.
  • In Kriegszeiten hat man die FrĂŒchte der Eiche als Kaffeeersatz verwendet.
  • FrĂŒher wurde die Eiche auch bei jeglicher Art von Lebererkrankung eingesetzt.
  • In den letzten Jahren wird der Eiche auch eine Schutzfunktion gegenĂŒber diversen Umeltbelastungen zugesprochen.

 

Eiche

 

Inhaltsstoffe der Eiche

Folgende Stoffe sind in der Eiche enthalten:

  1. Tannine: Eichen enthalten eine betrĂ€chtliche Menge an Tanninen, die zu den sogenannten Gerbstoffen gehören. Tannine sind fĂŒr ihre adstringierende Wirkung bekannt, was bedeutet, dass sie dazu neigen, Proteine zu fĂ€llen und somit eine zusammenziehende Wirkung auf Gewebe ausĂŒben können. Dies erklĂ€rt die traditionelle Verwendung von Eichenrindenextrakten in der Naturheilkunde zur Behandlung von Durchfall, EntzĂŒndungen und zur Förderung der Wundheilung.
  2. Flavonoide: Eichen enthalten auch Flavonoide, die antioxidative Eigenschaften haben können. Antioxidantien können dazu beitragen, ZellschĂ€den durch freie Radikale zu reduzieren und somit potenziell entzĂŒndungshemmende Effekte haben.
  3. Ätherische Öle: Einige Eichenarten enthalten geringe Mengen Ă€therischer Öle. Diese können antimikrobielle Eigenschaften haben und wurden traditionell in der Volksmedizin zur UnterstĂŒtzung der Hautgesundheit eingesetzt.
  4. Quercetin: Quercetin ist ein Flavonoid, das in einigen Eichenarten vorkommt. Es wird mit entzĂŒndungshemmenden und antiviralen Eigenschaften in Verbindung gebracht und spielt eine Rolle in der pflanzlichen Abwehr gegen Krankheiten.
  5. GerbsĂ€uren: GerbsĂ€uren sind eine wichtige Gruppe von Verbindungen in Eichen. Zu den bekanntesten GerbsĂ€uren gehören EllagsĂ€ure, GallussĂ€ure und TanninsĂ€ure. Diese Verbindungen sind fĂŒr die adstringierende Wirkung von Eichen verantwortlich. Adstringentien haben die FĂ€higkeit, Proteine zu fĂ€llen und dadurch Gewebe zusammenzuziehen. Dies erklĂ€rt die traditionelle Anwendung von Eichenextrakten bei Hauterkrankungen, Durchfall und EntzĂŒndungen.
  6. Bitterstoffe: Bitterstoffe sind weitere wichtige Bestandteile, die in Eichen vorkommen können. Diese Verbindungen, wie beispielsweise Bitterglykoside, haben nicht nur einen bitteren Geschmack, sondern können auch verschiedene gesundheitliche Wirkungen entfalten. Bitterstoffe werden oft mit der Anregung der Verdauung in Verbindung gebracht. Sie können die Produktion von Magensaft und Enzymen fördern, was zu einer verbesserten Verdauung beitragen kann. DarĂŒber hinaus wird angenommen, dass Bitterstoffe den Appetit anregen und das GefĂŒhl der SĂ€ttigung unterstĂŒtzen können.
  7. Pektin: Pektin ist eine lösliche Ballaststoffart, die in Eichen vorkommt. Diese Substanz hat die FĂ€higkeit, Wasser zu binden und eine gelartige Konsistenz zu bilden. Pektin kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu regulieren, da es GallensĂ€uren bindet und somit den Cholesterinabbau fördert. Zudem wird Pektin fĂŒr seine mögliche Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels geschĂ€tzt, da es die Aufnahme von Glukose verlangsamen kann.

 

 

Eiche – Heilwirkung

 

Der Baum wird traditionell schon seit vielen Jahrhunderten in der Volksmedizin eingesetzt. Zu den bekanntesten Hauptwirkungen zÀhlen:

Typische Einsatzbereiche fĂŒr die Eiche sind:

  • unspezifische , akute Durchfallerkrankungen
  • entzĂŒndliche Hauterkrankungen
  • nĂ€ssende Ekzeme
  • Verbrennungen
  • HĂ€morrhoiden
  • EntzĂŒndungen im Mund- und Rachenraum
  • Juckreiz

 

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Auch wenn es sich bei der Eiche um ein natĂŒrliches Produkt handelt, können bei dem einen oder anderem Probleme auftreten. Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Nebenwirkungen:

  • Verstopfung: Die in der Eichenrinde enthaltenen Gerbstoffe können bei lĂ€ngerer Anwendung zu Verstopfung fĂŒhren.
  • Allergische Reaktionen: In seltenen FĂ€llen können allergische Reaktionen auf Eichenrinde auftreten, wie z. B. Hautausschlag, Juckreiz und Schwellungen.
  • Übelkeit und Erbrechen: In EinzelfĂ€llen kann die Einnahme von Eichenrinde zu Übelkeit und Erbrechen fĂŒhren.

Kontraindikationen:

  • Überempfindlichkeit gegen Eichenrinde: Wenn Sie allergisch gegen Eichenrinde sind, sollten Sie sie nicht einnehmen.
  • Verstopfung: Wenn Sie bereits unter Verstopfung leiden, sollten Sie Eichenrinde nur nach RĂŒcksprache mit einem Arzt einnehmen.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sollten Sie Eichenrinde nur nach RĂŒcksprache mit einem Arzt einnehmen.
  • Kinder unter 12 Jahren: Eichenrinde sollte nicht an Kinder unter 12 Jahren verabreicht werden.

Wechselwirkungen:

  • Eichenrinde kann die Aufnahme von anderen Medikamenten beeintrĂ€chtigen. Wenn Sie andere Medikamente einnehmen, sollten Sie dies daher mit einem Arzt oder Apotheker besprechen.

 

 

Die Eiche in der Spagyrik

 

In der Spagyrik, einer speziellen Form der alchemistischen Naturheilkunde, wird die Eiche ebenfalls verwendet. Die Spagyrik basiert auf dem Konzept der Trennung, Reinigung und Vereinigung von Pflanzenbestandteilen, um ihre heilenden Eigenschaften zu verstÀrken. Hier sind einige Anwendungen der Eiche in der Spagyrik:

  1. StĂ€rkung des Immunsystems: Die Eiche wird als Tonikum verwendet, um das Immunsystem zu stĂ€rken und die AbwehrkrĂ€fte des Körpers zu unterstĂŒtzen.
  2. Verdauungsbeschwerden: In der Spagyrik wird die Eiche zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden wie MagenkrĂ€mpfen, Durchfall oder saurem Aufstoßen eingesetzt. Sie kann dazu beitragen, die Magen-Darm-Funktionen zu normalisieren.
  3. Stabilisierung des Nervensystems: Die Eiche wird auch zur UnterstĂŒtzung des Nervensystems eingesetzt, insbesondere bei stressbedingten Symptomen wie NervositĂ€t, Erschöpfung oder Schlafstörungen.
  4. Wundheilung: In der Spagyrik wird die Eiche fĂŒr ihre wundheilenden Eigenschaften geschĂ€tzt. Sie kann Ă€ußerlich angewendet werden, um die Heilung von Wunden, HautausschlĂ€gen oder Ekzemen zu unterstĂŒtzen.

 

Die Eiche bei Hauterkrankungen

 

Am bekanntesten ist wahrscheinlich die Ă€ußerliche Waschung mit einem Eichensud aus den BlĂ€ttern und der Rinde. Durch den hohen Gehalt an GerbsĂ€uren und die antibakteriellen und antivirale Eigenschaften des Baumes ist sie ein beliebtes Hausmittel bei den verschiedensten Hautproblemen. Dazu gehören Juckreiz, Verbrennungen, schlecht heilende Wunden und nĂ€ssende HautausschlĂ€ge. Allerdings sollte die Waschung nicht zu oft angewandt werden (max. 3 mal pro Woche), da sie die Haut stark austrocknet.

 

Eiche

 

Die Eiche bei Umweltbelastungen

 

Die Eiche ist einer der BĂ€ume, welcher stark unter den unterschiedlichen Umweltbelastungen leidet. Aus diesem Grund gehen viele davon aus, das ihre schĂŒtzende Eigenschaft die FĂ€higkeit hat, Umweltgifte und Strahlungen aufzunehmen. Deshalb wird ihr Holz, aber auch Tinkturen oder Tees oft zur Ausleitung von Umweltgiften verwendet.

 

 

 

Die Eiche in der Tierheilkunde

 

Eiche

In der Tierheilkunde wird die Eiche, insbesondere ihre Rinde, traditionell fĂŒr verschiedene Zwecke genutzt. Es ist wichtig zu beachten, dass viele dieser Anwendungen auf volkstĂŒmlichen Überlieferungen und Erfahrungen basieren und nicht immer wissenschaftlich fundiert sind. Hier sind einige Wege, wie die Eiche in der Tierheilkunde Verwendung finden kann:

  1. Hautprobleme: Eichenrinde wird manchmal in Form von Extrakt oder Salben bei Tieren verwendet, um Hauterkrankungen zu behandeln. Die adstringierenden Eigenschaften der Rinde können dazu beitragen, EntzĂŒndungen zu lindern und die Wundheilung zu fördern. Allerdings sollte die Anwendung solcher Produkte bei Tieren mit Vorsicht erfolgen, da allergische Reaktionen möglich sind.
  2. Durchfall: Aufgrund der adstringierenden Wirkung der in der Eichenrinde enthaltenen Tannine wurde sie historisch zur Behandlung von Durchfall bei Tieren eingesetzt. Die Tannine können dazu beitragen, den Stuhlgang zu regulieren, indem sie auf die SchleimhĂ€ute des Verdauungstrakts einwirken. Dennoch sollte die Tiergesundheit immer von einem Tierarzt ĂŒberwacht werden.
  3. Insektenabwehr: Einige Tiere, insbesondere Pferde, sollen empfindlich auf Insektenbisse reagieren. Eichenrinde kann in Form von Sprays oder Lotionen verwendet werden, um als natĂŒrlicher Insektenschutz zu dienen. Die Substanzen in der Rinde können dazu beitragen, Insekten fernzuhalten und Hautirritationen zu lindern.
  4. EntzĂŒndungshemmende Wirkung: Die in der Eichenrinde enthaltenen Verbindungen können entzĂŒndungshemmende Eigenschaften haben. Dies könnte bei der Linderung von EntzĂŒndungen im Verdauungstrakt oder bei anderen Erkrankungen von Nutzen sein.

 

 

Eichen – Rezepte

In der Naturheilkunde wird die Eiche in einigen Formen verwendet, insbesondere in Form von Eichenrinde. Die Rinde der Eiche enthÀlt verschiedene Inhaltsstoffe wie Tannine, Flavonoide und Gerbstoffe, die potenziell positive gesundheitliche Wirkungen haben können. Hier sind einige Anwendungen der Eichenrinde in der Naturheilkunde:

 

Eiche

Eichen-VollbÀder bei Hautproblemen und starken Juckreiz

FĂŒr ein Vollbad wird 1 Kg Eichenrinde in einem Topf mit Wasser ca 30 min. gekocht und anschließend abgeseiht. Der Sud wird dann dem Badewasser zugegeben.

Bei HautausschlĂ€gen kann man das Badewasser mit Eichenrindenabsud und WallnussblĂ€tertee zu gleichen Teilen anreichern (auch fĂŒr Kinder geeignet)

Eichen-SitzbĂ€der bei HĂ€morrhoiden und GebĂ€rmutterentzĂŒndungen

FĂŒr ein Sitzbad reichen ca 300g Eichenrinde aus. Aus ihnen wird wie beim Vollbad ebenfalls ein Absud gemacht und dem Badewasser zugefĂŒgt.

 

Gurgelwasser bei Angina und zur Festigung des Zahnfleisches

Gurgeln mit einem Sud aus Eichenrinde kann bei EntzĂŒndungen im Mund und Rachen, wie Halsschmerzen, ZahnfleischentzĂŒndungen oder MundgeschwĂŒren, helfen. Man braucht dafĂŒr 2 gehĂ€ufte Esslöffel, die man mit ca. 500 ml Wasser kocht. Der daraus entstandene Sud kann nun 2-3 mal tĂ€glich zum gurgeln verwendet werden.

 

Eichenholzteer-Salbe

Zutaten: Eichenholzteer, Bienenwachs, Olivenöl.

Zubereitung: Eichenholzteer mit Bienenwachs und Olivenöl in einem Wasserbad schmelzen, bis eine homogene Mischung entsteht.

Anwendung: Diese Salbe wurde traditionell fĂŒr die Ă€ußerliche Anwendung bei Hauterkrankungen wie Ekzemen, Schuppenflechte oder Juckreiz verwendet.

 

EichenblÀtter als Kompresse

Zutaten: Frische EichenblÀtter.

Zubereitung: Frische EichenblÀtter leicht zerkleinern und auf die betroffene Hautstelle legen.

Anwendung: Diese Kompresse kann bei entzĂŒndeten oder geschwollenen Bereichen auf der Haut helfen.

 

Eichenrinden-Tee

Zutaten: 1 Teelöffel getrocknete Eichenrinde, 1 Tasse Wasser.

Zubereitung: Die getrocknete Eichenrinde mit kochendem Wasser ĂŒbergießen und etwa 10-15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und lauwarm trinken.

Anwendung: Traditionell wurde Eichenrindentee fĂŒr seine adstringierenden Eigenschaften bei Durchfall und EntzĂŒndungen im Magen-Darm-Bereich verwendet.

Steffen Gruss
×