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Rote Bete – das unbekannte Superfood

 

Rote Bete 0der auch rote Beete genannt, ist das unterschätzte Gemüse schlechthin. Viele Menschen sind von dem Geschmack oder der Farbe abschreckend, doch wer einmal den Geschmack dieses wunderbaren Gemüses probiert hat, wird seine Meinung schnell ändern. Rote Beete ist nicht nur extrem gesund, sondern auch sehr vielseitig in der Küche einsetzbar. Ob als Salat, Suppe oder Sushi – mit Rote Beete kann man so ziemlich alles zaubern!

 

 

Rote Bete

 

Kleiner Exkurs: Die Geschichte der Rote Bete

Die Rote Beete gehört zu den ältesten Gemüsesorten und wird bereits seit mehr als 4000 Jahren angebaut. Ihre Heimat ist Südeuropa und Westasien, wo sie schon damals als Heilpflanze geschätzt wurde. So soll sie beispielsweise die Leber stärken oder die Verdauung fördern. In Europa wurde das Gemüse dann im Mittelalter bekannt, allerdings nicht als Nahrungsmittel, sondern als natürliches Farbmittel für Lebensmittel und Textilien. Erst im 16. Jahrhundert wurden rote Beete in der Küche entdeckt – seither ist sie aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken!

 

Geschichte der roten Beete

Ursprung und Verbreitung:

  • Antike: Bereits 3.000 v. Chr. kultivierten Menschen im Mittelmeerraum, vermutlich in Nordafrika, die Rote Bete.
  • Griechen und Römer: Die Griechen und Römer kannten und schätzten die Rote Bete sowohl als Nahrungsmittel als auch als Heilpflanze.
  • Mittelalter: Im Mittelalter geriet die Rote Bete in Vergessenheit, da sie als unrein galt.
  • 16. Jahrhundert: Im 16. Jahrhundert erlebte die Rote Bete in Europa ein Comeback.
  • Heute: Heute ist die Rote Bete weltweit ein beliebtes Lebensmittel und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Veränderungen im Laufe der Geschichte:

  • Form und Farbe: Ursprünglich waren Rote Bete in Form und Farbe sehr unterschiedlich: weiß, gelb, rot, länglich, rund, etc.
  • Anbau: Im 19. Jahrhundert züchtete man Rote Bete gezielt auf die heute charakteristische tiefrote Farbe hin.
  • Verzehr: Früher wurden vor allem die Blätter der Roten Bete gegessen, die Wurzelknolle galt als minderwertig.
  • Zubereitung: Traditionell wurde Rote Bete gekocht oder gebacken. Heute gibt es unzählige Möglichkeiten, sie zuzubereiten.

Interessante Fakten:

  • Färbemittel: Die Rote Bete wurde früher als Färbemittel für Textilien und Lebensmittel verwendet.
  • Aberglaube: In einigen Kulturen galt die Rote Bete als Symbol für Unglück und Teufel.
  • Gesundheitsbedeutung: In den letzten Jahren wurde die Rote Bete aufgrund ihrer zahlreichen gesundheitlichen Vorteile wiederentdeckt.

 

 

Anbau und Ernte

Rote Bete wird in gemäßigten Klimazonen weltweit angebaut. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, die Ernte kann je nach Sorte im Sommer oder Herbst stattfinden. Die optimale Reifezeit ist erreicht, wenn die Blätter anfangen zu welken und die Knolle eine Größe von etwa 5 bis 10 cm erreicht hat.

Verarbeitung und Verwendung

Rote Bete kann roh, gekocht, gebacken, gepökelt oder eingelegt verzehrt werden. Sie eignet sich hervorragend für Salate, Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und Ofengemüse. Die Blätter können ebenfalls verarbeitet werden und schmecken ähnlich wie Mangold.

Sortenvielfalt

Es gibt eine Vielzahl von Rote-Bete-Sorten, die sich in Farbe, Form, Geschmack und Größe unterscheiden. Zu den beliebtesten Sorten gehören:

  • Rote Bete ‚Bola‘: runde, tiefrote Knolle mit mild-süßem Geschmack
  • Rote Bete ‚Detroit Dark Red‘: zylindrische, dunkelrote Knolle mit kräftigem Geschmack
  • Rote Bete ‚Chioggia‘: längliche, rot-weiß gestreifte Knolle mit süß-erdigem Geschmack
  • Rote Bete ‚Gold‘: runde, goldgelbe Knolle mit nussigem Geschmack

 

 

Warum ist rote Beete gesund? 

Rote Bete ist ein echtes Kraftpaket und hat viele positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Zu ihren wichtigsten Nährstoffen zählen:

Vitamine:

  • Folsäure: wichtig für die Zellteilung und Blutbildung, besonders wichtig in der Schwangerschaft
  • Beta-Carotin: Vorstufe von Vitamin A, gut für Augen und Haut
  • Vitamin C: stärkt das Immunsystem und schützt die Zellen
  • B-Vitamine: wichtig für den Stoffwechsel und die Nervenfunktion

Mineralstoffe:

  • Eisen: wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport
  • Kalium: gut für Blutdruck und Herz-Kreislauf-System
  • Magnesium: wichtig für Muskeln und Nerven
  • Phosphor: wichtig für Knochen und Zähne

Weitere wichtige Inhaltsstoffe:

Gesundheitsvorteile:

  • Blutdruck senken: Rote Bete kann den Blutdruck senken, da sie Nitrate enthält, die vom Körper in Nitrit umgewandelt werden. Nitrit kann die Blutgefäße erweitern und so den Blutfluss verbessern.
  • Herz-Kreislauf-System stärken: Die in der Roten Bete enthaltenen Ballaststoffe, Kalium und Nitrate können das Herz-Kreislauf-System stärken und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.
  • Blutbildung fördern: Der hohe Eisengehalt in Roter Bete kann die Blutbildung fördern und so Blutarmut vorbeugen.
  • Leber entlasten: Der Farbstoff Betanin in der Roten Bete kann die Ansammlung von Fett in der Leber reduzieren und die Leberfunktion unterstützen.
  • Zellen schützen: Rote Bete ist reich an Antioxidantien, die die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen können. Dies kann das Risiko von chronischen Krankheiten wie Krebs und Herzerkrankungen verringern.
  • Leistung steigern: Das Nitrat in der Roten Bete kann die Durchblutung fördern und die Sauerstoffversorgung der Muskeln verbessern. Dies kann die sportliche Leistung verbessern.
  • Gehirn fit halten: Die in der Roten Bete enthaltenen Nitrate können die Durchblutung des Gehirns verbessern und so die kognitive Funktion stärken.
  • Magen-Darm-Trakt unterstützen: Die Ballaststoffe in der Roten Bete können die Verdauung fördern und die Darmgesundheit unterstützen.

 

rote bete
Was macht die rote Bete gesund?

 

Die wichtigsten Inhaltstoffe der roten Bete und deren Wirkung auf unseren Körper

Inhaltsstoffe Menge pro 100 g Gesundheitliche Wirkungen
Ballaststoffe 2,8 g Unterstützung der Verdauung, Förderung der Darmgesundheit
Betain 0,3 g Schutz der Leber, Senkung des Homocysteinspiegels
Nitrate 100-250 mg Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit, Senkung des Blutdrucks
Antioxidantien Unterschiedlich Schutz vor Zellschäden, Unterstützung des Immunsystems
Kalium 325 mg Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts, Herzgesundheit
Eisen 0,8 mg Unterstützung der Sauerstoffversorgung, Energieproduktion
Folsäure 80 µg Förderung der Zellteilung, Unterstützung der DNA-Synthese
Vitamin C 8 mg Antioxidative Wirkung, Stärkung des Immunsystems
Vitamin B6 0,1 mg Unterstützung des Nervensystems, Bildung roter Blutkörperchen

 

 

Weitere Vorteile der Roten Bete

Viele haben schon mal von dem Gemüse gehört, doch ihre besonderen Eigenschaften kennen die wenigsten.

Die purpurrote Knolle zählt zu den Gemüsesorten, die bei uns seit Jahrhunderten angebaut werden. Allerdings ist sie bereits seit 6000 Jahren bekannt. Ihr Name leitet sich aus dem lateinischen „beta“ (Beta-Carotin) ab und wird mit „roter Rübe“ übersetzt. Bereits im Mittelalter sprach man ihr wegen ihrer Farbe gute Wirkungen für das Blut zu. 

Und sie hat es wahrhaft in sich. Heute würde man sie als „Superfood“ klassifizieren.

Nach der ayurvedischen Ernährung ist die Rote Bete süß und kühlend. Sie reduziert Entzündungen und entgiftet Leber und Gallenblase. Und das ist längst noch nicht alles, was die Knolle so leisten kann.

Wie eine wissenschaftliche Meta-Analyse zeigte, kann schon ein täglicher Konsum von Rote-Bete-Saft über einen Zeitraum von einer Woche sowohl die aerobe Ausdauer von Herzinsuffizienz-Patienten bei submaximaler Belastung verbessern als auch den systolischen Blutdruck signifikant senken. 

 

 

 

Rote Bete bei Gastritis

Gastritis, die Entzündung der Magenschleimhaut, ist oft mit Beschwerden wie Sodbrennen, Magenschmerzen und Übelkeit verbunden. Während Medikamente helfen können, spielt auch die Ernährung eine wesentliche Rolle bei der Linderung der Symptome und der Förderung der Heilung. Rote Beete ist dabei aufgrund ihrer zahlreichen positiven Eigenschaften besonders hervorzuheben.

 

Rote Bete kann bei Gastritis von Vorteil sein, da sie mehrere gesundheitliche Eigenschaften besitzt, die dazu beitragen können, Magenentzündungen zu lindern. Hier sind einige Gründe, warum rote Bete bei Gastritis hilfreich sein kann:

  1. Entzündungshemmende Eigenschaften: Rote Bete enthält entzündungshemmende Verbindungen wie Betalaine und Antioxidantien, die dazu beitragen können, Entzündungen im Magen zu reduzieren.
  2. Schutz der Magenschleimhaut: Rote Bete enthält natürliche Pflanzenstoffe, die die Schleimhaut des Magens schützen können. Dies kann dazu beitragen, die Magenwände zu beruhigen und Reizungen zu verringern.
  3. Magensäureregulation: Rote Bete kann helfen, den pH-Wert im Magen zu regulieren. Bei Gastritis ist es wichtig, den Säuregehalt im Magen auszugleichen, und rote Bete kann dabei unterstützen.
  4. Verdauungsfördernde Eigenschaften: Rote Bete enthält Ballaststoffe, die eine gesunde Verdauung fördern können. Durch eine reibungslose Verdauung können Reizungen im Magen reduziert werden.

 

 

 

Feine Rote Bete Suppe mit Ingwer und Sahne

Diese Rote-Bete-Suppe ist nicht nur lecker und farbenfroh, sondern auch gesund und bekömmlich. Durch die Zugabe von Ingwer erhält die Suppe eine angenehme Schärfe, die perfekt mit der erdigen Süße der roten Beete harmoniert. Die Sahne sorgt für eine cremige Konsistenz und rundet den Geschmack ab.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 600 g Rote Bete (frisch, ersatzweise: vorgegart)
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 3 TL Gemüsebrühe (instant)
  • 1 Stück (ca. 20 g) Meerrettich (ersatzweise 1–2 TL aus dem Glas)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 200 ml Sahne
  • 4 EL Schnittlauch (frisch gehackt)
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Rote Beete vorbereiten: Die Rote Beete gründlich waschen und falls nötig schälen. Anschließend in grobe Würfel schneiden.
  2. Gemüse anschwitzen: Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Butter in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.
  3. Rote Beete und Möhren zugeben: Die Rote-Bete-Würfel und die Möhren, ebenfalls in grobe Würfel geschnitten, zur Zwiebel geben und kurz mit anschwitzen.
  4. Kartoffeln und Brühe hinzufügen: Die Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. ebenfalls in den Topf geben und mit der Gemüsebrühe ablöschen.
  5. Köcheln lassen: Den Topf aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  6. Suppe pürieren: Die Suppe vom Herd nehmen und mit einem Stabmixer oder im Mixer fein pürieren.
  7. Mit Meerrettich, Zitronensaft und Sahne verfeinern: Den Meerrettich, den Zitronensaft und die Sahne zur Suppe geben und alles gut unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Anrichten und garnieren: Die Suppe auf Teller verteilen und mit frischem Schnittlauch garniert servieren.

Tipp: Für eine noch cremigere Suppe können Sie die Sahnemenge nach Belieben erhöhen.

 

 

 

Quellen:

https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/rote-bete-gesund-kalorienarm-und-lecker/

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Rote-Bete-Gesundes-Superfood,visite23542.html

https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/zutaten/Rote-Bete,zutat678.html

Steffen Gruss
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