Bluthochdruck natürlich senken

 

Ein erhöhter Blutdruck ist keine schmerzhafte Erkrankung. Allerdings schädigt er über einen längeren Zeitraum massiv die Blutgefäße und das Herz. Aus diesem Grund zählt ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie) auch zu wichtigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Oft sind als erstes die vielen kleinen Blutgefäße im Körper betroffen, welche sich zum Beispiel im Auge befinden. Aber auch die Niere leidet unter einem zu lange anhaltenden hohen Blutdruck. Natürlich gibt es in der Pharmaindustrie etliche Mittel zum Blutdruck senken, welche in einigen Fällen auch unerlässlich sind. Trotzdem sollte man natürliche Maßnahmen zum Senken eines hohen Blutdrucks ebenfalls  verwenden, da diese meistens ohne Nebenwirkungen sind. Oft ist das Gegenteil sogar der Fall –  Neben einer Normalisierung des Blutdrucks, können sich auch weitere Beschwerden, die sich über die Jahre aufgetreten sind, verbessern

 

Bluthochdruck
Bluthochdruck Messung

Was ist eigentlich Bluthochdruck?

Bluthochdruck findet man in den Industrieländern schon fast bei jedem dritten Erwachsenen vor. Viele Kinder und Jugendliche sind ebenfalls davon betroffen und die meisten der Betroffenen sich dessen gar nicht bewusst.

Angetrieben durch den Motor in unserem Körper, dem Herz, zirkuliert das Blut mehrmals am Tag durch unseren ganzen Körper. Das Blut erreicht dabei alle Körperteile um diese mit den nötigsten Stoffen (Sauerstoff, Enzyme, Vitamine, usw.) zu versorgen.

Um diesen Kreislauf des Blutes zu gewährleisten wird ein bestimmter Druck in den Gefäßen benötigt, der Blutdruck.

 

Das ganze kann natürlich auch gemessen werden. Dafür wird Die Einheit „mmHg“ verwendet. Dies steht für „Millimeter Quecksilbersäule“, da man früher mit quecksilberhaltigen Blutdruckmessgeräten arbeitetet hat. Bei der Messung ergeben sich 2 unterschiedliche Werte. Der erste wird auch Systolische Wert der zweite diastolische Wert genannt. Dies konnte zum Beispiel dann so 120/80 mmHg in einem Arztbericht stehen.

Die ersten Symptome eines erhöhten Blutdrucks können sein:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • Manchmal auch Sehstörungen
  • Kurzatmigkeit
  • allgemeine Schlappheit

 

Blutdruck – Ab welchen Wert muss ich was machen?

Hier scheiden sich oft die Geister. In der Schulmedizin liegt ein guter Blutdruck bei ca. 120/80 mmHg. Ab 130/85 mmHg spricht man schon von einem leichten Bluthochdruck. Bei diesen Werten verspüren aber die wenigsten irgendwelche Probleme. Warum auch der Körper kann dies in jungen Jahren auch gut kompensieren. Bleibt der Druck in den Gefäßen aber höher als es normal der Fall ist, wird das dem Körper irgendwann Zuviel und der Blutdruck steigt weiter, bis sich die ersten Symptome zeigen.

Solange Ihr Blutdruck noch unter 180/110 liegt, können Sie (am besten in Zusammenarbeit mit einem Therapeuten) die Sache möglicherweise noch ohne Medikamente angehen. Dies bedeutet allerdings, dass man einiges in seinem Leben ändern sollte und auch muss.

Hier noch einmal die Übersicht über die Einteilung der Blutdruckwerte:

Bewertung Oberer (systolischer) Wert Unterer (diastolischer) Wert Maßnahme
Optimal unter 120 mmHg Unter 80 mmHg Keine
Normal 120–129 mmHg 80–84 mmHg  

Keine

Hochnormal 130–139 mmHg 85–89 mmHg  

Ganzheitliche Maßnahmen

Bluthochdruck 140–179 mmHg 90–109 mmHg  

Medikamente in Kombination mit natürlichen Maßnahmen

Bluthochdruck 180 mmHg 110 und mehr  

Medikamente kombiniert mit natürlichen Maßnahmen

 

 

Blutdruck im Alter

Es ist ganz normal, dass unser Blutdruck im Alter ansteigt. Unsere Gefäße sind nicht mehr so elastisch und kräftig wie sie es mit zwanzig waren und so wird eben ein höherer Druck benötigt um den Organismus mit genügend Blut zu versorgen. Solange man sich gut fühlt und auch noch aktiv im Leben steht kann der Blutdruck auch mal bei 140/90 liegen, ohne dass man gleich tot krank ist.

Bluthochdruck – Ursachen

Bluthochdruck kommt in den meisten Fällen schleichend und wird selten im Frühstadium erkannt. Oft ist es nur ein Zufalls Befund bei einer Routineuntersuchung.  Allerdings hat jeder Bluthochdruck einen Ursprung und sofern es sich dabei um keine organischen Probleme (z.B. Niereninsuffizienz) handelt kann man etwas dagegen machen, um so die Beschwerden zu lindern.

 

         1. Bluthochdruck durch Ablagerungen

Über die Jahre können sich Ablagerungen bilden, die sich an den Gefäßwenden anheften und diese so starr  unelastisch werden. Dadurch können sich die Blutgefäße über einen längeren Zeitraum immer mehr verengen oder sogar „brüchig“ werden. Um nun die zusätzliche Hürde zu überwinden, muss der Körper den Blutdruck steigern. Andernfalls ist er nicht mehr in der Lage das Blut bis in die entferntesten Stellen des Körpers zu verteilen.

In diesem Zusammenhang spielt der eine wichtige Rolle. Bei dem Homocystein handelt es sich um ein Stoffwechselabbauprodukt, welches die freien Radikale im Organismus erhöht. Diese freien radikale (oft spricht man auch von oxidativen Stress) können auch durch Bakterien, Medikamente, Schlacken, Säuren und Chemikalien hervorgerufen werden.  Sie führen zu chronischen Entzündungen  und schwächen somit ebenfalls die Gefäßwende. So unangenehm der Homocysteinspiegel für die Gefäße auch sein mag, das Gute dran ist, das er in den meisten Fällen auf einen Mangel an Folsäure, Vit. B12 und B6 zurückzuführen ist und diesen kann man gut regulieren. Antioxidantien haben sich in Kombination mit den B-Vitaminen auch gut bewährt. Da sie den Schäden der freien Radikale entgegenwirken.

Ein Mangel an Calcium kann ebenfalls zu einer Verengung der Blutgefäße führen. Dem kann man ebenfalls mit einer Kombination aus Calcium, Vit. K und D , als gut eingespielte Teams die sich gegenseitig unterstützt, entgegenwirken.

       2.Bluthochdruck durch psychische Überbelastung und Stress

Viele Bluthochdruckpatienten neigen zum Perfektionismus. Sie wollen immer 200% geben und setzten sich unter Dauerdruck, dies bedeutet permanenter Stress und wenig Erholungspausen. Mit anderen Worten das vegetative Nervensystem läuft langsam aus den Rudern. Stress bringt den Körper dazu vermehrt Stresshormone (Adrenalin, Noradreanlin) auszuschütten, was wiederrum den Blutdruck ansteigen lässt. Aus diesem Grund hält die WHO (Weltgesundheitsorganisation) Stress als größte Ursache für Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die Einnahme von Genussmitteln (Zucker, Koffein, Alkohol und Nikotin) sowie ein Schlafmangel können ebenfalls eine erhöhte Stressbelastung als Ursache haben und die Gefäße zusätzlich schädigen

 

       3. Bluthochdruck durch falsche Ernährung (Übergewicht)

Gerade in den Industrieländern ist ein erhöhtes Körpergewicht immer mehr im Vormarsch. Laut Studien sind schon gut 2/3 der Erwachsenen übergewichtig und bei den Kindern ist jedes dritte davon betroffen. Schuld daran ist zum einen unsere Ernährung, welche oft aus Fertigprodukten, falschen Kohlenhydraten oder Fetten besteht. Zum anderem der Bewegungsmangel (siehe Bewegung).

Aufgrund von dem Zuviel an Körpermasse tun sich die Gefäße sehr schwer das zusätzliche (Fett-)Gewebe zu versorgen. Folge der Blutdruck muss erhöht werden um das zu gewährleisten.

 

        4. Bluthochdruck aufgrund von schwachen Nieren

Die Nieren sind maßgeblich an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt. Sie verfügen über ein ausgeklügeltes Zusammenspiel unterschiedlicher Hormone um den Druck in den Gefäßen zu beeinflussen. In der chinesischen Medizin stehen die Nieren für den „Lebensakku“, in dem sich die Lebensenergie befindet. Sind diese, aus welchen Grund auch immer angeschlagen, erhöhen sie den Druck im Gefäßsystem  um wieder leistungsfähiger zu werden.

Doch Vorsicht: Die Nieren können zwar einen erhöhten Blutdruck erzeugen. Liegt dieser aber schon seit längerem vor, kann sich dieser auf die Niere auswirken

 

         5. Bluthochdruck durch Medikamente

Viele Medikamente müssen über die Nieren entsorgt werden und können diese dadurch schädigen. Die Antibabypille steht ebenfalls unter Verdacht. Da Frauen, laut einigen Studien, welche die „Pille“ einnehmen häufiger von Bluthochdruck betroffen sind als andere.

 

Ganzheitliche Maßnahmen für einen gesunden Blutdruck

Oft haben schon kleine Veränderungen in unserem täglichen Leben große Auswirkungen. Hier eine kleine Tabelle , welche Auswirkungen eine Veränderung unseres Lebensstils und täglicher Gewohnheiten auf unseren Blutdruck haben kann.

Maßnahme Senkung oberer (systolischer) Wert Senkung unterer (diastolischer) Wert
Gewichtsabnahme
von 5 kg
Ø 4,4 mmHg Ø 3,6 mmHg
Gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse
(> 3,5 g Kalium / Tag)
ca. 7 mmHg ca. 2–3 mmHg
Kochsalz einschränken (ca. 5 g / Tag) 4–6 mmHg ca. 4 mmHg
Alkoholkonsum senken (< 20 Gramm / Tag) 2–4 mmHg ca. 6 mmHg
Körperliche Aktivität
(3 bis 4-mal pro Woche 30–45 Minuten)
4–8 mmHg ca. 6 mmHg
Omega-3-Fettsäuren (z. B. Fischölkapseln mit 3 g Fischöl / Tag) 4 mmHg 2,5 mmHg

Mit gesunder Ernährung gegen Bluthochdruck

Hier hat sich insbesondere eine Basenreiche Ernährung bewährt. Der Organismus wird dabei entlastet und dabei freigewordene Schlacken werden ausgeleitet. Außerdem werden dem Körper genügend Vitalstoffe zur Verfügung gestellt.

Einigen Lebensmitteln wird blutdrucksenkende Wirkung nachsagt. Zu diesen  gehören:

  • Buchweizen
  • Kartoffeln
  • Rote Bete
  • Wassermelonen
  • Birnen

Kaliumreiche Nahrungsmittel sind ebenfalls besonders gut geeignet (empholen werden 3,5 Gramm Kalium pro Tag).

Dazu gehören zum Beispiel: Kartoffeln, Sellerie, Papayas, Walnüsse, Bohnen, Linsen, Erbsen

Rote Beete gegen Bluthochdruck

Aufgrund ihres hohen Nitratgehaltes ist die rote Bete (aber auch Weisskohl, Spinat und Fenchel) ein idealer Bluthochdrucksenker. Lange hat man geglaubt Nitrat wäre für den Körper schädlich. Neuste Studien zeigen allerdings, das mittels spezieller Enzyme das Nitrat zu Stickstoffmonoxid (NO) abgebaut wird. Dieses wirkt entzündungshemmend und wirkt entspannend auf die Gefäßwände.

 

Weniger Salz senkt Bluthochdruck              

Der Durchschnittsbürger nimmt ca. das Doppelte der täglichen empfohlenen Tagesdosis von  Salz auf. Das meiste davon stammt aus industriell hergestellten Nahrungsmitteln.Aus diesem Grund vermeiden sie so gut es geht Fertiggerichte, Fastfood und Chips. Das Problematische an dem Salz ist, das es Wasser aus dem Gewebe in die Blutgefäße zieht und so den Druck ansteigen lässt.

Alternativ zu Salz kann man auf aromatische Kräuter in der Küche zurückgreifen.

Laut Studien senkt eine Beschränkung der Salzzufuhr auf die empfohlenen 5 Gramm pro Tag den systolisch Wert um 5,0 mmHg und diastolisch Wert um  2,7 mmHg

 

 

L-Arginin

Die Aminosäure L-Arginin ist ein „Wunderstoff“ für das Gefäßsystem. Durch die Stimulation der körpereigene Bildung von Stickstoffmonoxid, welches die Gefäße weitet, kommt es zu einer Senkung des Blutdrucks. Nebenbei reduziert die Aminosäure das Arteriosklerose-Risiko, indem sie die Gefäß-Funktion verbessert und Ablagerungen in den Gefäßen vorbeugt.

Hier sollte auf eine Dosierung  von 3 Gramm pro Tag geachtet werden.

 

 

Weitere Maßnahmen bei Bluthochdruck

Entspannungstherapie

Um wieder ins Gleichgewicht zu kommen haben sich Verfahren wie Qi Gong, Tai Chi, Autogenes Training oder das muskuläre Entspannungstraining nach Jacobson bewährt. Allerdings muss man hier sagen das es das ultimative Entspannungsverfahren für jedermann nicht gibt. Man sollte in die verschiedenen Techniken reinschnuppern und das richtige für sich herausfiltern.

 

Magnesium

Magnesium hat eine stark entspannende und entkrampfende Wirkung und das auch auf die Blutgefässe. Viele Studien zeigen, dass Magnesium den Blutdruck senken kann. Wichtig ist dabei die Dosierung, den erst bei Dosierungen von 960 Milligramm Magnesium pro Tag oder mehr kommt es zu einen nennenswerten Effekt. Besonders bei Patienten, welche entwässernde Medikamente (Diuretika) einnehmen müssen, profitieren davon, da bei ihnen oft ein Magnesiummangel vorliegt.  Wird der Mangel durch ein Magnesiumpräparat ausgeglichen, ist es möglich, den Blutdruck um 12 mmHg systolisch und 8 mmHg diastolisch zu senken.

Besonders bewährt haben sich bei Bluthochdruckpatienten Magnesiumorotat-Präparate. Auch eine Magnesiumchloridlösung (Magnesium-Öl) ist einen Versuch wert, da hier das Magnesium, laut einiger Fachleute, sehr schnell über die Haut aufgenommen wird und so dem Körper zur Verfügung steht.

 

Physikalische Therapie

Versuchen sie mal Kneipp Anwendungen wie wechselwarme Güsse, ansteigende Arm- und Fußbäder (bis 39°C) oder Trockenbürstungen. Ein wohltuendes Lavendel-, Melissen- oder Baldrianbad hilft ebenfalls dabei die Gefäße zu entspannen.

Doch Vorsicht: Passen Sie bei schlecht eingestelltem Blutdruck mit Saunagängen und plötzlich starken Abkühlungen auf. Diese können den Organismus stark belasten und es kann so zu Kreislaufproblemen kommen.

 

Pflanzenheilkunde

In der traditionellen Pflanzenheilkunde haben sich besonders zwei Pflanzen bei leichtem Bluthochdruck durchgesetzt.

    1. Weißdorn (Crataegus): Der zu den Rosengewächsen gehörende Weißdorn ist die Kardinalpflanze bei Herzerkrankungen. Verwendet werden in erster Linie die Bätter und Blüten. Sie enthalten verschieden Inhaltstoffe, darunter Flavonoide, Rutin und Flavonolglykoside. Der Weißdorn verbessert die Leistung des Herzmuskels und erweitert die Gefäße.
    2. Mistel (Viscum album): Das Riemenblumengewächs kommt als Halbschmarotzer auf fast allen Laubbäumen vor und wird als Kaltwasserauszug verwendet. Bekannt ist die Mistel auch in der Tumortherapie, wo sie als Begleittherapie zu einer Strahlen oder Chemotherapie eingesetzt wird. In der traditionellen Medizin wird die Mistel als Bluthochdruckmittel mit einer milden blutdrucksenkenden Wirkung verwendet.
  1.  Bluthochdruck
    1. Knoblauch: Im Knoblauch sind einige Substanzen, welche die Fliesseigenschaft des Blutes verbessern, indem sie es auf natürliche Weise verdünnen. So kommt es zu einem verbesserten Blutfluss und einer erhöhten Spannkraft der Gefässe. Laut australische Studien ist es möglich, mit einer Einnahme von zwei Knoblauchkapseln pro Tag, über einen Zeitraum von 12 Wochen den Blutdruck (über 140 mmHg systolisch) um durchschnittlich 12 mmHg senken.

 

Ausleitende Verfahren

Besonders bewährt haben sich hier das blutige Schröpfen oder der klassische Aderlass um den Blutdruck zu senken. Das konnte in mehreren Studien, einer Arbeitsgruppe der Charité (Berlin) gezeigt werden. Hier wurden zweimal im Abstand von vier Wochen je 300 Milliliter Blut abgenommen. Sechs Wochen nach dem zweiten Aderlass war der systolische Blutdruckwert durchschnittlich um 16 mmHg gesunken und auch die Blutfettwerte hatten sich ebenfalls verbessert.

 

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