Weißdorn1 min Lesezeit

 

Der Weißdorn (Crataegus)

wurde bereits im 1. Jahrhundert n.Chr. bei Dioskurides als Heilpflanze genannt, wurde dann aber wieder vergessen. 

Crataegus leitet sich vom griech. Wort krataigos ab und bedeutet stark, fest, wobei sich diese Aussage auf die Beschaffenheit des Holzes bezog. In Europa und Asien unterscheidet man ca. 90 Arten und in Nordamerika sogar etwa 1000, die sich jedoch oft nur schwer unterscheiden lassen.

Erst in diesem Jahrhundert besann man sich wieder auf die heilende Wirkung des Weißdorns und wählte ihn zur Arzneipflanze des Jahres 2019. Neben seiner wichtigen Bedeutung für Bienen, Schmetterlinge und Vögel, enthält er nämlich Stoffe,

die folgende Beschwerden lindern können.

  • Herzerkrankungen, 
  • Herzmuskelschwäche,
  • Leichte Formen der Myokardinsuffizienz,
  • Leichte Formen von bradykarden Herzrhythmusstörungen,
  • Durchblutungsstörungen, vor allem des Herzmuskels
  • Kreislaufbeschwerden, 
  • Altersherz,
  • Schwindel
  • Blutdruck wird reguliert
  • Arteriosklerose, 
  • Migräne, 
  • Nervosität 
  • Wechseljahre-Beschwerden, 
  • Schlafstörungen, 
  • Husten, 
  • Epilepsie, 
  • Blasen- und Nierenentzündungen, 
  • Ödeme
  • Durchfall, 
  • Infektionskrankheiten, 
  • Tinnitus, 
  • Angstzustände

Die Wirksamkeit von Crataegus ist durch zahlreiche Studien belegt.

 

 

Verantwortlich für diese Wirkung zeigen sich die Inhaltsstoffe

  • Vitamin C, 
  • Vitamin B, 
  • Pektine, 
  • Gerbstoffe (0,5-1%), 
  • 0,3 bis 2,5 Prozent Flavonoide (in den Früchten deutlich niedrigere Gehalte), wie Hyperosid, Quercetin, Rutin,  Vitexin,
  • 1-4 % oligomere Procyanide (OPC),
  • 0,4 % Tripertensäure,
  • Polysaccharide,
  • Hydroxyzimtsäure,
  • Glykoside (Oxyacanthin, Saponin),
  • Trimethylamin
  • Acetylcholin,
  • Phenolcarbonsäuren
  • u.a.

Alle Teile des Weißdorns sind ungiftig und können sorgenfrei verzehrt werden. Nur Babys und Kleinkindern sollte man keine Weißdornprodukte geben, weil dadurch theoretisch die Herzfrequenz erhöht werden könnte. Außerdem gilt zu beachten, dass die Wirkung nicht sofort, sondern meist erst nach einer mehrwöchigen Einnahme, eintritt.

 

Verabreichung

Wie eigentlich bei allen Pflanzen und Kräutern, kann man sich einen Tee zubereiten oder auch, wie ich es mache, die rohen Blätter langsam im Mund zerkauen.

 

 

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