Oregano (Origanum vulgare), griech. Schmuck der Berge

 

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Wird auch Dorst, Dost, Echter Dost, Gemeiner  Dost oder Wilder Majoran genannt.

Ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler. Oregano stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und gedeiht gut auf kalkhaltigen Böden.

 

Oregano

 

Oregano als ätherisches Öl

Ätherische Öle sind fettlösliche Substanzen in Pflanzen, die durch ihren Duft verschiedene Funktionen erfüllen sollen. Einmal dienen sie zum Schutz gegen Pilze, Bakterien, Viren, Einzeller oder Parasiten, durch die die Gesundheit der Pflanze bedroht wird. Aber auch zum Anlocken von Insekten, die für die Bestäubung wichtig sind.

Der Name ätherisch“ (etherartig) wurde deshalb gewählt, weil diese chemischen Substanzen durch Erhitzung verdunsten. Das was man an Blumen oder Kräutern riecht, sind diese ätherischen Öle, die sich in den Äther, also in die Luft verflüchtigen. So riecht frisches Heu zu Beginn sehr intensiv, was sich aber von Tag zu Tag immer mehr verliert.




Wasserdampfdestillation

Traditionell gewinnt man die flüchtigen, wasserunlöslichen ätherischen Öle durch Extraktion mit Wasserdampf. Diese Eigenschaft macht man sich bei Aufgüssen oder mit ein paar Tropfen des Öls in heißes Wasser gegeben, sowie in einer Duftlampe zunutze. Sammeln sollte man Oregano zwischen Juni und September.

Man benötigt für die Gewinnung von 1l Öl über 50 kg Oregano. Dies ist auch der Grund warum ein reines Oreganöl recht teuer sein kann.

 

Historisches zum Oregano

Bereits vor 5.000 Jahren kannte und schätzte man die Wirkung des Oregano nicht nur als Gewürzkraut, sondern auch als Heilpflanze. Die alten Babylonier lobten den wilden Majoran bereits damals als Heilmittel für Lungen-, Herz- und Infektionskrankheiten. Sie setzten Oregano aber auch gegen Asthma und Bronchitis ein. In der Bibel wird Oregano als Reinigungs- Tonikum erwähnt.

Bei der Mumie einer iranischen Prinzessin fand man in einem alten Grab als Beigabe um den Hals einen Beutel mit Oregano. Man nimmt an, dass dies zum Schutz gegen allerlei negative Einflüsse gelten sollte. Aber auch zur Mumifizierung selbst verwendete man Oregano und Thymian, wegen derer bakteriziden und fungiziden Wirkung.

Im Altertum wurde Oregano altem bzw. schmutzigem Wasser zugesetzt, um es wieder genießbar zu machen. Auch Seefahrer haben ihre Wasservorräte sehr oft mit Oregano versetzt, um sie so länger haltbar zu machen. Noch heute wird Oregano im Orient gegen Erbrechen, Durchfall und Hautjucken eingesetzt.

 

 

Wirkstoffe im Oregano

Die Inhaltsstoffe sind vielfältig:

– Vitamine (vor allem Vitamin C = 270 mg / 100g Frischgewicht)

– Vielzahl aromatischer Carbonsäuren, z.B. Rosmarinsäure (Gerbstoffe), Limonen, Isoprenoide

(Terpene =Bitterstoffe), Ocimen, Caryophyllen, beta-Bisabolen und p-Cymen

– Monoterpenalkohole (Linalool, 4-Terpineol)

– Flavonoide (Polyphenole)

– wichtige Aminosäuren, einschließlich der essentiellen mit einem Anteil von 796 mg/100g Frischmasse

– Fettsäuren

– Mineralien

– Spurenelemente

 

Aber die wirksamsten Bestandteile im Bezug auf eine Heilwirkung sind wohl die beiden Phenole Carvacrol und Thymol.

Hinzu kommt ein Beta- Caryophyllen, eine Substanz, die erst 2008 von Forschern der Universität Bonn und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich im Oregano entdeckt wurde.

 

Wirkungsspektrum von Oreganoöl im Überblick 

  • starke Wirkung gegen Pilze (z.B. Trichophytie und Candida albicans)
  • starke Wirkung gegen Bakterien, wie E.coli, Staphylococcus aureus (einschließlich MRSA), Salmonella typhimurium, Listeria monocytogenes, Aspergillus flavus, Aspergillus versicolor u.a.
  • starke Wirkung gegen Viren, wie Corona, Influenza Typ A u. des Subtypus der Vogelgrippe H5N1
  • gute Wirkung gegen Protozoen, wie Giardia (Dünndarmparasiten) und Rundwürmer
  • stimuliert Lactobacillusplantarum
  • stark entzündungshemmend
  • antioxydative Wirkung
  • appetitanregend und verdauungsfördernd
  • sorgt für eine bessere Futterverwertung bei Ferkeln und Mastschweinen
  • Bitterstoffe sorgen für eine Förderung der Durchblutung innerer Organe und für elastische Gefäße
  • Anregung der Nierentätigkeit

 




 

Oreganoöl – Nebenwirkungen

Früher wurde das Öl wurde dazu verwendet, um Geburten einzuleiten, deshalb sollte man auf das Öl verzichten, sobald eine Schwangerschaft vorliegt. Wie viele andere Gewächse aus der Klasse der Lippenblütler kann das Oreganoöl auch Allergien auslösen. Diese äußern sich zum Beispiel durch Hautausschlag, Schwellungen, Atemnot und starken Juckreiz. Sollte die Anwendung von Oreganoöl bei ihnen zu allergischen Reaktionen führen. Das Öl sollte innerlich auch immer nur als Kur über eine Dauer von maximal 6 Wochen verwendet werden, da es die Aufnahme von Eisen hemmt.

 

 

Forschungsergebnisse im Einzelnen

 

Pilzerkrankungen

Forscher an der Georgetown University in Washington, D.C. haben die Wirksamkeit des Oreganoöls gegen Pilzbefall dokumentiert. In der Veterinärmedizin wird der Bestandteil Thymol seit vielen Jahren zur Behandlung der Trichophytie und anderer Hautpilzinfektionen eingesetzt.

In der Studie kamen die Forscher zu dem Schluss, das Oregano das Gewebe vollständig von Pilzen reinigt, besonders von Candida albicans.

Gegen Schimmelpilze wirkte Oreganoöl dabei noch in einer Verdünnung von 1:50000!

 

 

Bakterieninfektionen

Ebenfalls aus Georgetown kommen die Studien, die belegen, dass bereits geringe Mengen von Oreganoöl das Wachstum verschiedener Bakterienstämme in vitro ebenso stark unterdrücken wie gängige Antibiotika.

Diese Eigenschaft nutzt man schon seit Jahrhunderten bei Lebensmitteln, z. B. in Hackfleisch, wo Oregano das Wachstum von E.Coli- Keimen verhindert.

Deshalb ist Oregano ein beliebtes Küchengewürz in heißen Regionen und auch bei Gerichten, die in warmen Klimazonen leicht verderblich sind.

Weitere Forschungen ergaben, dass das Oreganoöl Bakteríen, wie Staphylococcus aureus (einschließlich der medikamentenresistenten Typen MRSA), Salmonella typhimurium, Listeria monocytogenes, Aspergillus flavus und Aspergillus versicolor.

Hingegen wurde durch das Oreganogewürz die Milchsäureproduktion von Lactobacillus plantarum stimuliert.

Die zerstörende Wirkung beruht laut wissenschaftlichen Ergebnissen auf einer Zellwandschädigung der Bakterien durch die im Oregano enthaltenen Phenole.

 

 

Virusinfektionen

Eine 1996 im Medical Science Research veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass Oreganoöl auch Viren zerstört, indem es deren Hülle auflöst. So wurden Viren der RNS-, wie der DNS- Fraktion abgetötet. Zu dieser Gruppe gehören auch die Herpes -Simplex-Typen, wie Herpes zoster (Gürtelrose), Herpes labialis (Fieberbläschen), Varizella-Zoster- Virus (Windpocken) oder Herpes genitalis.

Eine Infektion mit Herpes genitalis erleichtert durch die Schleimhautschädigung den Zugang für Pilze und Bakterien.

Das Coronavirus, das auch Auslöser der SARS (Schwere Akute Respiratorische Syndrom ) ist, wird ebenfalls vollkommen zerstört. Auch andere Viren, die für respiratorische Erkrankungen ursächlich sind, reagieren auf Oregaoöl mit einer Lysis (Zellauflösung).

Dr. M. Khalid Ijaz publizierte, dass Oreganoöl kombiniert mit Zimtöl, Salbei und Kreuzkümmel (er nannte diese Kombination Oregacillin) die Virulenz von Influenza A2, sowie der Vogelgrippe deutlich reduzieren kann.

 

Relaxation der Bronchien

US-Forscher um Stephen Liggetts haben Geschmacksrezeptoren der Richtung „bitter“ nicht nur auf der Zunge, sondern auch auf den glatten Muskelzellen der Bronchialmuskulatur ausfindig gemacht. Dort sorgen sie für eine ausgeprägte Relaxation.

 



Parasitenbefall

Studien aus Mexico belegen eine starke Wirkung gegen Parasiten, insbesondere gegen Giardia (Dünndarm parasitäre Protozoen), die zu Durchfall führen. Aber auch gegen Rundwürmer.

 

Förderung der Verdauung

Die Bitterstoffe des Oregano fördern die Gallensaft – und Enzymsekretion, wodurch weniger schädliche Stoffwechselmetaboliten anfallen.

Bereits in der Mundhöhle sorgen Bitterstoffe für einen reichlichen Speichelfluss, der sich durch seinen basischen pHWert abpuffernd auf die Magensäure auswirkt. Hinzu kommen basische Substanzen, die die Pflanze selbst mitbringt. Bitterstoffe üben einen reinigenden Effekt auf die Darmschleimhäute aus, das die Absorptionsfähigkeit von Nährstoffen im Darm begünstigt, wodurch auch mehr Vitamine und Mineralien in den Blutkreislauf gelangen.

 

Oregano
Oregano als Gewürz

 

Eine gesunde Darmflora ist Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Immunsystem!

Außerdem regulieren Bitterstoffe den Appetit durch ein stärkeres Empfinden für Zucker. Beim Menschen reduziert sich dadurch ein Heißhungergefühl auf Süßes.

 

 

Oregano als Ergänzungsfuttermittel bei Tieren

 

Nicht nur auf Pizza oder in anderen südländischen Gerichten ist Oregano beliebt, auch Tiere scheinen das Aroma zu mögen. Oregano wirkt auf den Magen- und Darmtrakt nicht nur desinfizierend, sondern auch appetitanregend und verdauungsfördernd. Außerdem verhindert es Blähungen.

Nicht zu vergessen, dass eine gestörte Verdauung Wegbereiter für eine Vielzahl von pathogenen Mikroorganismen und Endoparasiten darstellt, die dann wiederum Darmerkrankungen hervorrufen.

Als natürlicher Geschmackstoff wird Oregano in der Tierernährung zur Verbesserung von Futterverwertung und Mastleistung bei Schweinen eingesetzt. Eine mit einem Zusatz von ätherischen Ölen (Oregano und Thymian) gefütterte Ferkelversuchsgruppe steigerte die Körpergewichtszunahme um 7,2 und die Futterverwertung um 9,1 Prozent, so Prof. Günther von der Universität Göttingen.

Auch bei Kälbern und Fressern hat sich eine Zulage von Oreganoöl bei Verdauungsstörungen und Durchfall als lindernd erwiesen.

 

 

Indikationen bei Mensch und Tier

Atemwege

  • Mandelentzündung
  • Nasenschleimhautentzündung
  • Bronchitis (Einatmen der Dämpfe gegen Infektionen der oberen Luftwege)

 

Haut– und Schleimhäute

  • Hautpilze (Trichophyty, Candida, Hefen)
  • Psoriasis
  • Ekzeme
  • Cellulite

 

Verdauungstrakt

  • Lippenherpes
  • Zahnfleischentzündung
  • Rachenentzündung
  • Soor (Candidapilzinfektion) z.B. in der Mundhöhle
  • Appetitmangel
  • Förderung der Verdauung
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Candida- und Hefebefall im Darm
  • Befall durch Einzeller (Protozoen)
  • Würmer

 

Tipp: Ein Fläschchen Oreganoöl sollte daher in keiner Reiseapotheke fehlen!

Das Oreganoöl muss aber zu 100 Prozent aus natürlichem Oregano stammen!

 



Oreganoöl – Anwendungen

Die innere Anwendung von Oregano Öl

Wichtig!!! Das ätherische und hoch konzentrierte Öl darf niemals pur eingenommen werden, da es starke Reizungen hervorrufen würde.

Dies gilt natürlich umso mehr, wenn der Körper durch eine Krankheit, Bakterien oder Viren geschwächt ist. Um eine Behandlung mit dem wertvollen Öl zu beginnen, muss es also verdünnt werden. Dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

  • Bei der Verdünnung mit Öl sollte eine 10 oder maximal 20%ige Lösung gemixt werden, das bedeutet, auf einen Tropfen Oregano Öl kommen 10 bis maximal 20 Tropfen Olivenöl oder Rapsöl.
  • Wer einen Esslöffel Öl nicht so schlucken möchte, kann auf einen Trick zurückgreifen: Nehmen Sie dazu einen 3/4 Esslöffel Zucker und träufeln Sie 1 Tropfen Oregano Öl darauf. Daraufhin den Esslöffel mit dem herkömmlichen Öl füllen und einnehmen. Anschließend ein Glas Wasser trinken, damit das Öl nicht im Mundraum verbleibt.
  • Wem das zu umständlich ist, kann auch auf die Einnahme von Oregano Öl in Form von Kapseln zurückgreifen.


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Die äußere Anwendung von Oregano Öl

  1. Das Verdünnen mit Wasser: 2 Tropfen unverdünntes Oregano Öl mit ca 230g Wasser mischen und mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen auftragen. Nicht abspülen, sondern eintrocknen lassen. Bei kleineren Stellen kann die Behandlung mit einem getränkten Wattebausch ausreichen.
  2. Das Verdünnen mit Öl: Verwenden Sie hier eine 10 bis maximal 20%ige Lösung. Bei einer akuten Erkrankung kann es hilfreich sein, zusätzlich das Öl auch innerlich zu sich zu nehmen.
  3. Das Verdünnen zum Inhalieren: Nehmen Sie 5 Tropfen Oregano Öl und übergießen Sie diese mit 1 Liter heißem Wasser. Die Lösung ist nun einsatzbereit.

 

Hier können Sie auch die wichtigsten Fakten über Oregano und Oreganöl als pdf herunterladen : Oreganoöl (pdf) zum Download

 

 

Bezugsquellen

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