Meal-Prep – Was ist das?4 min Lesezeit

Meal-Prep, warum ist der Trend so angesagt, warum ist er gesund?

 

Keto, Paleo, Intervall- oder Basenfasten. Es vergeht kein Jahr, indem es nicht irgendwelche neue Diät- oder Ernährungstrends gibt. Unzählige Medien oder Coaches berichten davon und jeder möchte sie ausprobieren. So ist es im Moment auch bei dem neusten Trend aus den USA der Fall. Wobei man sagen muss, dass es sich dabei um kein neues System handelt, sondern etwas Altes wieder neu entdeckt wurde. Die Rede ist von dem Trend Meal-Prep.

 

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Was ist Meal-Prep?

„Meal-Prep“ ist die Abkürzung für „meal preparation“, was übersetzt so viel wie Essensvorbereitung oder Vorkochen bedeutet. Im Prinzip geht es darum, sein Essen vorzubereiten, um an den nächsten Tagen weniger Arbeit zu haben.

 

Welche Vorteile hat man durch den Trend?

 

Auch wenn man es zu Anfang nicht glauben möchte. Aber das Vorkochen hat tatsächlich einige Vorteile. Und was sich schon in Omas Küche bewährt hat, kann ja auch für uns nicht ganz verkehrt sein.

Die Vorteile von Meal-Prep:

Durch das Vorkochen wird weniger Fastfood zu sich genommen. Auch andere Ernährungsformen wie Paleo, Low Carb oder Clean Eating lassen sich wunderbar damit kombinieren.

 

  • Wir wissen, was im Essen drin ist

Da man sich sein eigenes Essen im Voraus zubereitet, wird auch eine Einnahme von unnötigen Zusatzstoffen wie Aspartam, Geschmacksverstärkern usw. reduziert. Das kommt unserer Gesundheit zugute.

 

  • Hilft beim Abnehmen und verhindert Hungerattacken

Durch die selbstzubereiteten Speisen hat man auch die Portionsgrößen im Griff. Zusätzliche Kalorien können so gezielt verringert werden

 

  • Es spart Zeit und Geld

Das tägliche Kochen und Einkaufen fällt weg. Und wenn die Gerichte gut vorgeplant werden, kauft man auch weniger unsinnige Lebensmittel ein. Außerdem entfallen die Essensausgaben am Arbeitsplatz ebenfalls.

 

 

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Auf was sollte man achten?

 

Im Prinzip hört sich das Ganze recht einfach an. Und so ist es auch.  Allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten, auf die man trotzdem achten sollte.

 

Das Richtige Equipment ist das A und O

Ohne geeignete Transportgefäße wie Gläser, Dosen, Boxen oder Becher wird es schwer die vorbereiteten Speisen aufzubewahren. Online findet man eine große Auswahl an Dosen, aus der man sich die persönlichen Favoriten aussuchen kann. Das leckere Essen soll ja schließlich sicher am Arbeitsplatz ankommen.

Ideal sind Lunchboxen, in denen die Speisen durch Trennwände voneinander separiert sind. Aber auch die bekannten stapelbaren „Tupperdosen“ sind für Meal-Prep Gerichte eher beliebt.

 

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Lunchbox in Japan

 

Planung ist das halbe Leben

Gerade beim Meal-Prep trifft das besonders zu. Denn ohne Vorplanung und einen Einkaufzettel geht der Vorteil der Zeitersparnis schnell verloren.

 

Geeignete Lebensmittel verwenden

Es gibt einige Lebensmittel, welche sich mehr oder weniger zum Vorkochen eignen. Andere Wiederum sind im verarbeiteten Zustand nicht so lange haltbar wie andere. Auf folgende Lebensmittel sollte man eher verzichten:

  • Spiegeleier
  • Joghurt oder Buttermilch
  • Pilze
  • empfindliche Salate und Kräuter (z.B. Rucola)
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Wie lange hält sich die zubereiteten Speisen?

Um das Wachstum von Schimmelpilzen oder Bakterien zu verlangsamen, sollten die Lebensmittel unter 4 °C gelagert werden. Fisch und Fleisch sind am kürzesten haltbar (ca. 2 Tage). Die Haltbarkeit anderer Lebensmittel wird im gegarten oder gekochten Zustand auf ca. 3-4 Tage verlängert. Liegt der Verzehr allerdings mehr als 4 Tage in der Ferne, dann sollten die Mahlzeiten lieber im Gefrierfach gelagert werden.

 

Wichtig!

Schauen die Mahlzeit komisch oder verfärbt aus oder habt einen unangenehmen Geruch, dann sollte man lieber auf den Verzehr verzichten.

 

 

 

Welche Lebensmittel sind geeignet?

 

Gemüse kann nach Herzenslust verwendet werden. Es lässt sich gut verarbeiten und ist kühl gelagert auch über einen längeren Zeitraum haltbar. Das gleich trifft auch auf Salate zu. Allerdings sollte man die Soßen oder Dressings im extra (z.B. in einem Schraubglas) verpacken. Fisch sollte man nur für den nächsten Tag vorbereiten. Denn er verliert, bei längerer Lagerung, recht schnell seinen Geschmack.

 

Hier eine kleine Auflistung welche Lebensmittel man ohne Probleme verwenden kann.

 

Gemüse

  • Gurken
  • Brokkoli
  • Radieschen
  • Kartoffeln oder Süßkartoffeln
  • Mais
  • Möhren
  • Tomaten (auch getrocknet)
  • Erbsen
  • Paprika
  • Blumenkohl
  • Avocado
  • Spargel
  • eingelegte Artischocken
  • Oliven

 

 

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Salate

  • Chicorée, Endiviensalat
  • Feldsalat, Römersalat, Kopfsalat

 

Obst

  • Melonen
  • Ananas Mangos, Kiwi, Bananen, Mandarinen
  • Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, Pfirsiche
  • Weintrauben
  • Beeren
  • Granatapfelkerne
  • Feigen, Datteln
  • Passionsfrüchte

 

 

Fleisch, Fisch und Milchprodukte

  • Tofu
  • Shrimps
  • Räucherlachs
  • Steak, mageres Rindfleisch
  • Schinken
  • Hähnchenbrust
  • Bacon
  • Hartkäse, Harzer Käse, Hüttenkäse
  • Feta, Mozzarella
  • gekochte Eier
  • Quark, Skyr

 

Hülsenfrüchte und Nüsse

  • Linsen
  • Bohnen
  • Kichererbsen
  • Nüsse und Saaten (z.B. Walnüsse, Cashews, Pinienkerne, Sesam)

 

 

Getreide

  • Reis
  • Quinoa
  • Hirse
  • Couscous
  • Bulgur

 

 

Fazit

Wer unter starken Alltagstress leidet und dadurch eine gesunde Ernährung vernachlässigt, sollte den neuen Trend auf alle Fälle mal ausprobieren. Es wird nur zubereitet was einem auch wirklich schmeckt und die, durch das Vorkochen, eingesparte Zeit kann man an anderer Stelle sinnvoll nutzen.

 

Steffen Gruss
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Steffen Gruss

Hallo, mein Name ist Steffen Gruß. Ich bin Heilpraktiker und beschäftige mich seit gut 20 Jahren mit den Themen Gesundheit, alternative Medizin und Ernährung. Neben der eigenen Praxis, gebe ich mein Wissen und die Erfahrungen in Seminaren, Workshops und Vorträgen weiter. Auf diesem Fachportal veröffentliche ich regelmäßig neue Beiträge und informiere Interessierte darüber, welche Möglichkeiten es gibt, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

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