Sanddorn – kleine Vitaminbombe

 

 

Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

 

Andere Namen: Dünendorn, Sandbeere, Fasanbeere, Orangenbeerstrauch, Seedorn, Korallenstrauch, Sandweide, rote Schlehe, Amritscherl, Weidendorn

 

 

Sanddorn

 

Der Sanddorn kommt ursprünglich aus Nepal, ist aber schon seit Jahrtausenden fast weltweit heimisch. Der winterharte Strauch kann bis zu fünf Meter hoch werden und seine rotbraunen Äste besitzen viele Dornen, wodurch er auch seinen Namen bekommen hat.

Zwischen August und Dezember reifen die orangefarbenen, eiförmigen Beeren heran, die der hauptsächlich genutzte Teil des Sanddorns sind.

 

 

 

Inhaltsstoffe

 

Gerade in Kriegsjahren und der Nachkriegszeit war Sanddorn, aufgrund seiner vielen wertvollen Inhaltstoffe, sehr beliebt. Neben einem hohen Anteil an Vitamin C und allen B-Vitamine, enthalten die kleinen Beeren noch eine Vielzahl weiterer Vitamine, Mineralstoffe, Flavonoide und Carotinoide.

Folgende Inhaltstoffe sind im Sanddorn enthalten:

 

Durch seine konzentrierten Inhaltsstoffe gehört der Sanddorn zu den besten natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln.

 

 

Sanddorn in der Forschung

 

In Studien wurde festgestellt, dass Sanddorn über sehr starke antioxidative Eigenschaften verfügt. Es wurden sogar im Vergleich bessere Ergebnisse erzielt als mit Pflanzen mit ähnlichen Eigenschaften wie zum Beispiel Aronia oder Traubenkernextrakt. Aus diesem Grund ist Sanddorn nicht nur für gesunde Menschen eine wertvolle Ergänzung, sondern auch für Menschen die unter starken oxidativem Stress leiden.

Des Weiteren wurden auch leichte blutgerinnungsfördernde  Eigenschaften beobachtet, dadurch ist die Pflanze besonders gut für Menschen mit Durchblutungsstörungen geeignet. In weiteren Studien wurden auch starke entzündungshemmende Eigenschaften beobachtet.

 

 

 

Sanddorn in der Volksheilkunde

 

In der traditionellen Volksheilkunde wurden die Sanddornfrüchte aufgrund ihres hohen Vitamin C Gehalts seit jeher geschätzt. Sie wurden schon früher  unterstützend bei Fieber und Erkältungskrankheiten verwendet.  Ganz besonders in der Übergangszeit hat sich der vitaminreiche Saft als Unterstützung des Immunsystems gewährt.

 

 

Sanddorn in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

In der TCM wird der Sanddorn dem Element „Holz“ zugeordnet und besitzt eine kühlende Wirkung auf unseren Körper.  Lebensmittel aus diesem Element haben oft einen sauren Geschmack, aktivieren die Verdauung  und bewahren die Säfte.

 

 

Sanddorn: Pflanzlicher Vitamin B12 Lieferant

 

Sanddorn gehört zu den wenigen Pflanzen, welche Vitamin B12 enthalten. Somit ist er auch eine interessante Vitamin B12 Quelle für Vegetarier und Veganer.

 

Wichtig zu wissen

Ob Sanddorn eine ausreichende Vitamin B12 Quelle ist, hängt allerdings stark von der Herkunft ab. Denn durch Düngung und eine schlechte Bodenqualität kommt es nicht selten vor, das der Vitamin B12 Anteil im Sanddorn, bei weitem nicht so hoch ist, wie er eigentlich sein sollte.

 

 

Sanddorn und seine Eigenschaften

 

Durch die enthaltenden Inhaltstoffe hat die Pflanze folgende Eigenschaften:

 

  • abführend,
  • adstringierend,
  • entzündungs­­hemmend,
  • schleim­haut­schützend,
  • schmerzstillend,
  • tonisierend

 

 

 

Sanddorn und seine Anwendung

 

Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem Himalaja und wird medizinisch schon seit Jahrhunderten genutzt. Besonders in der tibetischen Medizin, wie auch in der traditionellen chinesischen Medizin, ist der Sanddorn eine geschätzte Heilpflanze.

 

Traditionelle Anwendungsmöglichkeiten:

  • Appetitlosigkeit,
  • Blutungsneigung,
  • Durchfall
  • Erkältungen, Infektionen
  • Schwäche von Leber, Galle und Milz
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Gicht
  • Hautprobleme, Geschwüre, Neurodermitis, Verbrennungen, Dekubitus
  • Herzschwäche, Kreislaufschwäche
  • Nierenprobleme
  • Vitaminmangel
  • Zahnfleischentzündungen

 

 

Sanddorn

 

 

Sanddorn bei Hautproblemen

 

Das aus dem Fruchtfleisch gewonnenes Öl ist seit langem ein bewährtes Hausmittel bei vielen Hautproblemen.

Es enthält mehr Antioxidantien und Palmitoleinsäure als viele andere Öle. Die Palmitoleinsäure wird sehr gut von der Haut aufgenommen und wirkt regenerierend und eignet sich besonders für trockene und spröde Haut.

Das Kernöl dagegen enthält viele ungesättigte Fettsäuren (z.B. Gamma-Linolensäure) und  ist besonders für Menschen geeignet, die an Neurodermitis leiden.

 

Sanddorn
Sanddornsaft

 

 

Risiken von Sanddorn

Grundsätzlich ist der Verzehr der Früchte nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

In Bezug auf den Magen- und Darm-Trakt gibt es jedoch eine Besonderheit zu beachten. Im Grunde wirkt sich Sanddorn in vielen Fällen wohltuend auf Verdauungsbeschwerden aus. Allerdings wenn man eine empfindliche Verdauung hat oder öfters unter Sodbrennen leidet, sollte man sich langsam an die Beeren herantasten.

Ein übermäßiger Verzehr von Sanddorn-Produkten, besonders rohen Beeren oder Direktsaft, kann zu Durchfall führen.

 

 

Rezepte

 

Sanddornhonig

Für den Honig werden folgende Zutaten benötigst:

 

Zubereitung:

Die Früchte werden in einen Topf gegeben; soviel Wasser dazugeben, dass es etwa einen cm im Topf steht

Bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen und 3 Minuten köcheln lassen.

Anschließend werden die Beeren durch ein Sieb gestrichen, so dass sie die Kerne übrig bleiben. Nun das Fruchtfleisch wiegen und mit der gleichen Menge Honig gründlich verrühren, bis eine homogene Masse entsteht

 

 

Sanddornölauszug

Bei Hautkrankheiten, Wundliegen, Verbrennungen und auch innerlich bei Pilzerkrankungen kann das Öl zur Unterstützung der Heilung verwendet werden.

Für den Ölauszug wird der Pressrückstand entsafteter Beeren genutzt. Diesen in ein sauberes Schraubglas geben und mit Öl (z.B. Olivenöl) auffüllen, bis alles bedeckt ist.

An einem hellen, warmen Platz stehen lassen und nach drei Wochen abseihen.

 

 

Sanddorn-Tee

Bei Magenerkrankungen, Kreislaufstörungen, Erkältung und Frühjahrsmüdigkeit kann ein wohlschmeckender Tee aus den Sanddornbeeren zubereitet werden.

  1. Einen Esslöffel frische oder getrocknete Beeren mit 250 ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen
  2. Von der Herdplatte nehmen
  3. Bei geschlossenem Deckel zehn Minuten ziehen lassen
  4. Abseihen und genießen

 

 

 

 

Steffen Gruss
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