Darmreinigung – Warum soll man das machen?

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Darmsanierung für das Wohlbefinden

Autor: Dieser Artikel wurde verfasst von Steffen Gruß, Heilpraktiker (HP-Zulassung seit 2004) mit langjähriger Praxiserfahrung in Naturheilkunde, Darmgesundheit und ganzheitlicher Entgiftung. Als Heilpraktiker mit Spezialisierung auf [Akupunktur / Naturheilkunde / Suchtbehandlung] begleite ich regelmäßig Patienten bei Darmsanierungen und Entgiftungsprogrammen.

 

 

Die Darmreinigung ist oft einer der wichtigsten Schritte der Entgiftung. Nicht selten bleiben Schadstoffe im Darm liegen und werden wieder über die Darmschleimhäute aufgenommen.

Eine intakte Darmflora ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ihre Gesundheit und Wohlbefinden. Über 70% der Abwehrkräfte befinden sich im Darm und hat so einen entscheidenden Einfluss auf die Funktion des Immunsystems. Es wird der Weg für die Aufnahme und Verwertung der lebensnotwendigen Nährstoffe, Vitalstoffe und nützlichen Mikroorganismen freigemacht, Krankheitserreger und Giftstoffe werden blockiert, sowie die Ausscheidung von Schlackenstoffen aktiviert.

 

Darmreinigung

Stress, falsche Ernährung, Medikamente, Rauchen, Alkohol, Umweltgifte etc. können zu einem Ungleichgewicht im Darm führen. Es entstehen:

Blähungen Laufende Infekte Konzentrationsstörungen
Durchfall Gelenksteifigkeit Hautirritationen
Verstopfung Kopfschmerzen Haarprobleme
Müdigkeit Aufstoßen Kreuzschmerzen
Bauchschmerzen Krämpfe Übergewicht u.v.m.

 

 

Was ist eine Darmreinigung – und warum ist sie wichtig?

Die Darmreinigung (Darmsanierung) bezeichnet eine gezielte, meist mehrstufige Maßnahme zur Reinigung und Regeneration des Verdauungstraktes. Ziel ist es, Ablagerungen, Schadstoffe und ungünstige Bakterien aus dem Darm zu entfernen und die Grundlage für eine gesunde Darmflora – das sogenannte Darm-Mikrobiom – zu schaffen.

Aus meiner Praxiserfahrung weiß ich: Viele Patienten unterschätzen, wie stark ein überlasteter Darm das gesamte Wohlbefinden beeinflussen kann – von chronischer Müdigkeit über Hautprobleme bis hin zu Stimmungsschwankungen.

Die Darmreinigung ist oft einer der wichtigsten Schritte der Entgiftung. Nicht selten bleiben Schadstoffe im Darm liegen und werden erneut über die Darmschleimhäute aufgenommen – ein Phänomen, das in der Naturheilkunde als „enterohepatischer Kreislauf“ bezeichnet wird.

Eine intakte Darmflora ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden. Über 70 % der Immunzellen befinden sich im Darm – er hat damit einen entscheidenden Einfluss auf das Immunsystem, die Nährstoffaufnahme und sogar die psychische Gesundheit (Stichwort: Darm-Hirn-Achse). [INTERNER LINK: Immunsystem und Darm]

Wann ist eine Darmsanierung besonders sinnvoll? Eine Darmreinigung empfehle ich in meiner Praxis besonders nach:

  • längerer Antibiotika-Einnahme
  • häufigen Magen-Darm-Infekten
  • anhaltenden Blähungen oder Verstopfungen
  • unklarer Erschöpfung und Immunschwäche
  • dem Verdacht auf ein Leaky-Gut-Syndrom (erhöhte Darmdurchlässigkeit)

Stress, falsche Ernährung, Medikamente, Rauchen, Alkohol und Umweltgifte können zu einem Ungleichgewicht im Darm führen, das sich in vielfältigen Beschwerden äußert: Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Hautirritationen und vielem mehr.

 

 

Ablauf einer effektiven Darmreinigung

Eine Darmsanierung sollte in drei Stadien eingeteilt werden:

Phase 1 – Darmreinigung

Der erste und oft auch wichtigste Schritt, ist die Reinigung des Darmes. Alle Schad- und Abfallstoffe, sowie auch schlechte Bakterien müssen raus. Um dies zu erreichen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die dabei behilflich sind.

 

Phase 2 – Aufbau einer funktionierenden Darmschleimhaut

Nun ist es wichtig den Darm auf die Neubesiedelung von Bakterien vorzubereiten. Funktionierende Verdauungsdrüsen sind da besonders wichtig. Hier kommt besonders die Wirkung von Bitterstoffen zur Geltung

 

Phase 3 – Besiedelung der Darmschleimhaut mit Bakterien

Als letztes muss die vorher gereinigte und aufgebaute Darmschleimhaut neu besiedelt werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Produkte in der Apotheke die dabei helfen.

 

Tipp aus der Praxis: Nicht jedes Probiotikum ist gleich wirksam. Achten Sie auf Präparate mit mindestens 10 Mrd. KBE (koloniebildende Einheiten) und mehreren verschiedenen Bakterienstämmen.

 

 

Grundlage für einen gesunden Darm ist die Ernährung

Die Ernährung während einer Darm Sanierung sollte am besten basenüberschüssig sein. Wie soll sonst ein Reinigungsprozess stattfinden, wenn ständig neuer Abfall  zugeführt wird?

Darum: Je mehr frische, sonnengereifte Früchte, Salate und frisch zubereitete Mahlzeiten aus basischen Lebensmitteln  in dieser Zeit gegessen wird, umso schneller schreitet die Sanierung des Darms voran.

 

Lebensmittel für einen gesunden Darm

1. Leinsamen

Leinsamen sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren helfen dabei Entzündungen im Darm zu hemmen. Ein weiterer Punkt sind die vielen, im Leinsamen, enthaltenen Ballaststoffe. Sie verhelfen unseren Körper zu einer besseren Verdauung.

Chiasamen und Flohsamen sind ähnlich wie Leinsamen ebenfalls eine wertvolle Ergänzung, wenn es um unseren Darm geht.

 

2. Beeren

Beeren sind reich an Antioxidantien, Vitaminen und Ballaststoffe, die dem Darm guttun

 

3. Apfelessig

Naturtrüber Apfelessig wird schon seit Generationen bei Darmbeschwerden eingesetzt. Durch seine Vielzahl an Inhaltstoffen verhilft der Apfelessig zu einem gesunden Darm.

4. Joghurt

Wer seinem Darm etwas Gutes tun möchte, kommt um einen lange fermentierten Joghurt oder einen selbst gemachten Naturjoghurt nicht herum. Er enthält zahlreiche Milchsäurebakterien, welche eine probiotische Wirkung besitzen.

 

5. Fermentiertes Gemüse

In fermentieren Gemüse befinden sich, ähnlich wie im Joghurt, zahlreiche Milchsäurebakterien. Diese versorgen den Darm mit hilfreichen Bakterien und helfen dabei die Darmflora aufzubauen. Besonders Sauerkraut oder der asiatische Kohlsalat Kimchi sind gute Milchsäurelieferanten.

 

6. Präbiotische Lebensmittel Topinambur, Chicorée, Knoblauch, Zwiebeln und unreife Bananen enthalten Inulin und andere präbiotische Ballaststoffe, die das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördern.

 

Darmreinigung: Entgiften durch reichlich Wasser

Reichlich reines und kohlensäurefreies Wasser sind ein wichtiger Bestandteil jeder Entgiftung. Trinkt man zu wenig verdickt sich der Darminhalt und es kommt eher zu einer Verstopfung, was wiederum nicht besonders förderlich für die Darmentgiftung ist.

Zwei bis drei Liter pro Tag wären ausreichend. Qualitativ hochwertiges Wasser wäre da vom Vorteil.

 

Darmreinigung mit Flohsamenschalen, Heilerde, Bentonit oder Zeolith

Flohsamenschalen sind ideal für eine schnelle und ebenso gründliche Ausscheidung von verhärtetem Kot, abgelagerten Schleimschichten und Stoffwechsel-Endprodukten.

Dabei quellen die Flohsamenschalen im Verdauungssystem zu einem Vielfachen ihres ursprünglichen Volumens auf. Durch ihren Volumenzuwachs arbeiten sich die Schalen  – ähnlich wie eine Kehrmaschine – intensiv, aber dennoch sehr sanft durch den Darm.

Pro Teelöffel Flohsamenschalen sollten mindestens 1/4 Liter oder mehr Wasser getrunken werden (Wichtig: keinesfalls Milch, da diese den Quellvorgang blockiert !!!!!)

Bentonit ist eine helle Tonart und besonders reich an Mineralien. Es ist ein infolge Verwitterung aus siliziumhaltigem vulkanischem Tuff, durch Kieselbakterien, Flechten und Pilze entstandenes Schichtsilikat, dessen Hauptbestandteil Montmorillonit ist. Bentonit (z.B. bei Regenbogenkreis erhältlich) wie auch Heilerde stellen mit ihrer starken Bindefähigkeit für Schadstoffe und andere Stoffwechsel-Endprodukte die optimale Ergänzung zu Flohsamen dar. Es bindet die von Flohsamen gelösten Ablagerungen an sich und schwemmt sie aus.

 

Darmreinigung mit einem Einlauf

Nicht viele freuen sich, wenn sie das Wort Einlauf hören. Allerdings wenn mal eine Art Routine erreicht ist, ist es gar nicht mehr so schlimm.

Die Reinigung des Darmes ist aber nicht die einzige Wirkung eines Einlaufes. Wird eine Flüssigkeit in den Dickdarm eingeführt, dann übt diese auf die Reflexzonen des Dickdarmes einen Druck aus – dieses hat eine ähnliche Auswirkung, wie eine Massage.

Durch diese Stimulierung werden starke Impulse zur Selbstheilung des Körpers gegeben. Oft ist diese Stimulation für den geschädigten Organismus viel wichtiger als die Ausspülung von verhärtetem Kot und anderen Ablagerungen.

Über diese Reflexpunkte  ist so auch möglich, Probleme in jedem beliebigen anderen Körperorgan zu beeinflussen. Besonders dann wenn ihre zugehörige Reflexzone im Darm von Kotablagerungen, Parasiten oder giftigen Stoffwechselendprodukten belastet ist.

 

 

Bitterstoffe – Wichtig für eine funktionierende Darmfunktion

„Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund.“ Bittere Pflanzen regen die Sekretion der Verdauungssäfte im gesamten Magen-Darm-Traktes an. Die Magenschleimhaut wird vermehrt durchblutet und alle Verdauungsvorgänge gesteigert. Das verstärkt den Appetit und beschleunigt gleichzeitig die Magenentleerung. Durch die vermehrte Gallensekretion und erhöhte Aktivität der Bauchspeicheldrüse werden auch mehr wichtige Verdauungsenzyme ausgeschüttet. Eiweiß, Kohlenhydrate und vor allem Fette werden so besser verdaut.

Dieses ist vor allem bei  blähungs-, gärungs- und fäulnisbedingten Beschwerden wichtig . Nebenbei können fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und Mineralien wie Eisen besser resorbiert werden.

Desweiterem wirken Bitterstoffe durch ihren Gallenfluss fördernden Eigenschaften  leicht abführend und aktivieren zusätzlich die Darmbewegungen.

Zudem wird eine geschädigte Darmschleimhaut durch die Aktivierung der gesamten Verdauungssäfte dazu angeregt, vermehrt Stoffwechselrückstände auszuscheiden. Zu einer Darmsanierung oder Antipilztherapie sollten daher immer begleitend Bitterstoffe eingenommen werden, da  Viren, Pilze und Bakterien bei einer intakten Darmschleimhaut  kein passendes Milieu mehr finden.

 

Verschiedene Arten von Bitterstoffen:

Amara tonica ist eine Pflanze, die einer Darmreinigung behilflich sein kann.

• Amara tonica (Enzian, Tausendgüldenkraut, Artischocke, Löwenzahn): wirken stärkend und  verdauungsfördernd.

• Amara aromatica mit ätherischen Ölen (Engelwurz, Hopfen, Kalmus, Schafgarbe, Wermut): wirken verdauungsfördernd und haben eine keimhemmende Wirkung.

• Amara acria mit scharfem, feurigem Geschmack (Ingwer, Galgant, Gelbwurz): wirken  verdauungsfördernd, keimtötend und helfen bei Blähungen

• Amara mucilaginosa (Isländisch Moos) sind schleimhaltig: haben eine schützende Wirkung auf entzündete Schleimhäute (Magen und Atemwege)

 

 

Aus meiner Erfahrung: Bitterstoffpräparate werden in der westlichen Ernährung stark vernachlässigt. Dabei sind sie für Phase 2 der Darmsanierung unverzichtbar – sie bereiten die Schleimhaut aktiv auf die Neubesiedelung vor.

 

 

Darmreinigung: Aufbau einer funktionerenden Darmwandbarriere mit Klinoptilolith-Zeolith

Der Darm ist nicht nur an Verdauungsprozesse beteiligt, er schützt den Organismus vor der Überflutung von Schadstoffen und übernimmt dabei sogar immunologische Funktionen. Er stellt eine wichtigste Barriere dar, um körperfremder Strukturen daran zu hindern, in unseren Körper einzudringen. Aus diesem Grund ist eine gesunde Darmschleimhaut, die Grundvoraussetzung für einen gesunden Darm.

Klinoptilolith-Zeolith ( z.B. Clean Slate) stärkt die Darmwandbarriere durch Bindung und Ausleitung von Reiz- und Schadstoffen und trägt so zur Stabilisierung der Darmschleimhaut bei. So würd der  Grundstein für eine gesunde Darmflora gelegt und begünstigt dadurch die Ansiedlungsbedingungen für Darmbakterien. Dies ist besonders wichtig nach einer Antibiotikatherapie

 

Darmreinigung: Unterstützende Hausmittel bei einer Darmsanierung

Bürstenmassagen

Mit Hilfe einer Bürstenmassage kann man das Durchblutungs- und Lymphsystem wieder in Schwung bringen. Da das Lymphsystem im Körper alle anfallenden Giftstoffe aufsammelt und sie in den Dickdarm zur Ausscheidung weiterleitet, ist eine Bürstenmassage oft sehr hilfreich.

 

Anleitung Trockenbürstenmassage

Wenn auch Sie von dem hohen gesundheitlichen Nutzen einer Trockenmassage profitieren wollen, bürsten Sie Ihre Haut vor jedem Duschen oder Baden sorgfältig – selbstverständlich unter Aussparung verletzter Hautbereiche (Entzündungen, Ausschläge etc.).

 

Bürsten Sie die Haut mit langen Strichen und leichtem Druck wie folgt:

  • Beginnen Sie am äußeren rechten Fuß und bürsten Sie in Richtung Rumpf, anschließend am inneren rechten Fuß fortfahren.
  • Am Oberschenkel und Po können auch kreisende Bewegungen gemacht werden.
  • Anschließend zum linken Bein wechseln.
  • Jetzt sind die Arme dran: Sie beginnen am rechten Handrücken und bürsten über die Armaußenseite bis hoch zur Schulter und danach innen wieder in gleicher Richtung.
  • Wechseln Sie zum linken Arm und verfahren ebenso.
  • Im Bereich des Bauches und der Brust soll die Strichführung kreisförmig sein.

Darmreinigung

Bauch-Selbstmassage

Mit einer Bürstenmassage bringt man das Durchblutungs- und Lymphsystem in Schwung. Da das Lymphsystem alle anfallenden Giftstoffe aufsammelt und in den Dickdarm zur Ausscheidung weiterleitet, ist diese Massage eine wertvolle Ergänzung zur Darmsanierung.

 

Wirkungen der Bauch-Selbstmassage

Die Bauch-Selbst-Massage

  • verbessert die Durchblutung im Bauchraum, was zu einer besseren Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der dort ansässigen Organe führt.
  • entspannt die Muskulatur rund um den Darm. Blähungen gehen leicht ab und der Bauch wird weich.
  • fördert die Peristaltik (Eigendynamik) des Darmes, behebt auf diese Weise Verstopfungen und verhilft zu einem geregelten Stuhlgang.
  • sorgt dafür, dass sich Schlacken und Ablagerungen leichter von den Darmwänden lösen können.
  • führt zu angenehmer Wärme und entspanntem Wohlgefühl.
  • hilft beim Abbau emotionaler Spannungszustände und verbessert daher die persönliche Stimmung.
  • verbessert Körperhaltung und Rückenschmerzen.
  • lindert Beschwerden durch Hämorrhoiden.
  • bezieht bei Frauen auch die Unterleibsorgane (Gebärmutter und Eierstöcke) mit ein, so dass auch Beschwerden in diesem Bereich gebessert werden.

Rechnen Sie mit 10 bis 15 Minuten für eine Massage.

Anleitung Bauchmassage

1. Schritt

Rechte Hand auf den Bereich des Magens. Nun sanft nach unten bis zum Nabel streichen. Wenn die rechte Hand beim Nabel angelangt ist, mit der linken Hand von oben zum Nabel streichen. Das ganze ca. 2 Min lang mehrmals wiederholen.

 

2. Schritt

Legen Sie jetzt die Hände so, dass die Daumen zu Ihrem Bauchnabel zeigen und die freie Fläche zwischen Ihren Händen einem Dreieck gleicht. Atmen Sie drei bis viermal sehr langsam. Versuchen Sie so langsam zu atmen, dass Sie während des Einatmens bis acht (Sekunden) zählen können und ebenso beim Ausatmen.

 

3. Schritt

Nun fängt man mit der rechten Hand an und bewegt diese in kleinen Kreisen entgegen des Uhrzeigersinns. Die Hand bleibt dabei liegen und nicht angehoben. Sie verschiebt lediglich die Haut, auf der sie liegt. Hier kann der Druck etwas stärker sein, sofern es sich gut anfühlt.

Die linke Hand bleibt dabei erstmal 1-2 Min ruhig liegen.

Nach dieser Zeit bleibt die rechte Hand ruhig und die linke Hand fängt an kleine Kreise zu ziehen –  dieses Mal allerdings im Uhrzeigersinn (ebenfalls für 1-2 Min)

 

4. Schritt

Nun kreisen beide Hände für 1 Min. gleichzeitig über den Magen-Darm Bereich. Die rechte entgegen des Uhrzeigersinns, die linke mit dem Uhrzeigersinn.

 

5. Schritt

Positionsänderung der Hände. Die rechte Hand liegt über dem Bauchnabel, die linke Hand liegt unter dem Bauchnabel.

Nun werden die Schritte 3 und 4 noch einmal jeweils 1-2 Min. wiederholt.

 

Mein Praxistipp: Die Bauchmassage am besten täglich morgens vor dem Frühstück durchführen – in Rückenlage, 10–15 Minuten. Viele meiner Patienten berichten bereits nach wenigen Tagen von einer deutlich verbesserten Darmtätigkeit.

 

 

Hilfreiche Pflanzenrezepte bei einer Darmreinigung

Abführend wirkende Tees bei krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden

Teerezept 1

  • 20g Sennesblätter
  • 10g Pfefferminzblätter
  • 10g Anisfrüchte
  • 10g Fenchelfrüchte

1 TL auf eine Tasse; kochend übergießen; 10 Min ziehen lassen; am besten abends eine Tasse vor dem Schlafen gehen

 

Teerezept 2 (Vierwinde-Tee)

  • 25g Kamillenblüten
  • 25g Pfefferminzblätter
  • 25g Fenchelfrüchte
  • 25g Kümmelfrüchte

1-2 TL auf eine Tasse mit kochendem Wasser übergießen; 10 Min ziehen lassen

 

Ingwer-Kurkuma-Tee zur Entzündungshemmung

  • 1 cm frischer Ingwer (gerieben)
  • ½ TL Kurkuma
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer (erhöht Kurkuma-Bioverfügbarkeit)
  • 250 ml heißes Wasser, 10 Min. ziehen lassen

 

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Thema: Darmreinigung / Darmsanierung

Frage 1: Wie lange dauert eine Darmreinigung? Eine einfache Darmreinigung dauert 2–4 Wochen. Eine vollständige Darmsanierung in drei Phasen (Reinigung, Schleimhautaufbau, Neubesiedelung) wird idealerweise über 6–12 Wochen durchgeführt. Die Dauer hängt vom individuellen Ausgangszustand der Darmflora ab.

Frage 2: Welche Nebenwirkungen kann eine Darmreinigung haben? Zu Beginn können vorübergehend Blähungen, leichte Krämpfe oder veränderter Stuhlgang auftreten – das ist normal und zeigt, dass der Reinigungsprozess in Gang kommt. Bei starken Beschwerden sollte ein Arzt oder Heilpraktiker konsultiert werden. Wer blutdrucksenkende Medikamente oder Blutverdünner einnimmt, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.

Frage 3: Was ist der Unterschied zwischen Darmreinigung und Darmsanierung? Eine Darmreinigung beschreibt meist die erste Phase – das Ausspülen und Entleeren des Dickdarmes (z.B. mit Flohsamenschalen, Einlauf). Darmsanierung ist der umfassendere Begriff und umfasst zusätzlich den Wiederaufbau der Darmschleimhaut und die gezielte Neubesiedelung mit probiotischen Bakterien.

Frage 4: Welche natürlichen Mittel eignen sich am besten zur Darmreinigung? Bewährte natürliche Mittel sind: Flohsamenschalen (mechanische Reinigung), Bentonit und Heilerde (Bindung von Schadstoffen), Bitterstoffe (Schleimhautaufbau), Probiotika und fermentierte Lebensmittel (Neubesiedelung) sowie Klinoptilolith-Zeolith (Stärkung der Darmwandbarriere).

Frage 5: Ist eine Darmreinigung wissenschaftlich belegt? Die Studienlage ist differenziert: Während die Wirksamkeit von Probiotika bei Dysbiose (gestörter Darmflora) gut dokumentiert ist, sind Methoden wie Colon-Hydrotherapie weniger gut belegt. Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS) empfehlen individuell abgestimmte Maßnahmen. Als Heilpraktiker kombiniere ich bewährte naturheilkundliche Verfahren mit dem aktuellen Forschungsstand. ➡️ [Empfehlung: Studie zur Probiotika-Wirksamkeit verlinken, z.B. Cochrane Review]

Frage 6: Kann ich eine Darmreinigung selbst zu Hause durchführen? Leichte Darmsanierungen (ballaststoffreiche Ernährung, Flohsamenschalen, Probiotika) sind gut für die Eigenanwendung geeignet. Intensivere Maßnahmen wie Klistiere, Colon-Hydrotherapie oder medikamentöse Darmreinigungen sollten unter Begleitung eines Therapeuten erfolgen – besonders bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme.

 

 

 

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Über den Autor

Steffen gruß ist staatlich geprüfter Heilpraktiker (Zulassung seit 2004). Er betreibt das Gesundheitsportal fachportal-gesundheit.de mit dem Ziel, fundiertes Gesundheitswissen für alle zugänglich zu machen.

Neben seiner naturheilkundlichen Praxis arbeitet er in einer Klinik für Suchtmedizin, wo er unter anderem Akupunktur zur Suchtbehandlung einsetzt. Zu seinen Schwerpunkten gehören:

  • Naturheilkunde und Entgiftung
  • Darmgesundheit und Darmsanierung
  • Akupunktur und ganzheitliche Therapieverfahren
  • Prävention und Gesundheitsförderung

Seine Inhalte basieren auf langjähriger Praxiserfahrung, naturheilkundlicher Fachliteratur sowie dem aktuellen Stand der Forschung zu Mikrobiom und Darmgesundheit.

 

Medizinischer Hinweis / Disclaimer

Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder zugelassenen Heilpraktiker. Bei gesundheitlichen Beschwerden, Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme wenden Sie sich bitte vor der Durchführung einer Darmreinigung an einen qualifizierten Therapeuten. Die Nutzung der hier bereitgestellten Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung.

 

Quellenangaben & Fach-Links

 

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