Laktoseintoleranz – Unverträglichkeit von Milch
📌 Kurz & knapp: Laktoseintoleranz
• Sie betrifft weltweit etwa 70 % der erwachsenen Bevölkerung
• Die Symptome sind unangenehm, aber nicht gefährlich
• Es gibt viele leckere laktosefreie Alternativen
• Diagnose und Ernährungstipps helfen beim Beschwerdemanagement
• Laktasepräparate können den Alltag erleichtern
Laktoseintoleranz – Milch ist nicht für jeden bekömmlich
Laktoseintoleranz ist die Unfähigkeit, Milchzucker (Laktose) richtig zu verdauen.
📉 Ursache: Mangel an dem Enzym Laktase im Dünndarm.
🤕 Typische Symptome: Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall.
👶 Häufigkeit: Weltweit weit verbreitet – besonders in Asien & Afrika.
Menschen mit einer Laktoseintoleranz, können den in zahlreichen Lebensmitteln enthalten Milchzucker, schlecht oder gar nicht verdauen.
Laktose wird von den beiden Einfachzuckern Glukose und Galaktose gebildet und stellt das wichtigste Kohlenhydrat in der Milch von Säugetieren dar. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften wird Milchzucker in der Lebensmittelindustrie, aber auch bei der Arzneimittelherstellung, gerne als Bindemittel und Aromaträger verwendet. Deshalb ist das Kohlenhydrat auch in vielen industriell hergestellten Produkten (wie z.B. Back-, Süß-, Gewürzwaren und Fertiggerichten) enthalten.
Damit Laktose vom Körper problemlos aufgenommen werden kann wird ein Enzym, das sogenannte Laktat, benötigt. Dieses Enzym spaltet dann den Zweifachzucker in seine beiden Einzelzucker auf.
Laktatmangel – häufigster Enzymmangel
Wie auch im Tierreich verlieren ca. ¾ der Weltbevölkerung nach dem Abstillen die Fähigkeit, Laktose aufzuspalten. Interessant ist hier ein bestehendes Nord-Süd-Gefälle. Man vermutet, das dies mit der Sonneneinstrahlung zusammenhängt. Die Sonne ist essenziell für eine gute Vit. D Produktion und das Vitamin ist wiederum für die Calciumaufname wichtig. Aus diesem Grund vermutet man, das im sonnenarmen Norden mehr Menschen in der Lage sind Laktat aufzuspalten, um so einen Calciummangel entgegenzuwirken.
Primärer Laktasemangel
Der primäre Laktasemangel ist erblich bedingt und kommt am häufigsten vor. Während er sich in Europa oft erst im Erwachsenalter manifestiert, erfolgt er besonders in Südostasien, Zentralafrika aber auch im Mittelmeerraum schon im Kindesalter.
Eine seltene Sonderform des primären Laktasemangel, stellt der sogenannte congenitale Laktasemangel (auch als CLD bekannt) dar. Bei dieser Erbkrankheit fehlt die Fähigkeit zur Laktoseaufspaltung bereits von Geburt an. Neugeborene, die unter der CLD leiden, können so auch den Milchzucker in der Muttermilch nicht problemlos verdauen und es kommt schweren wässrigen Durchfällen. Die Folgen können Austrocknung, Unterernährung, Entwicklungsstörungen bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen sein. Ein kompletter Verzicht auf Milchzucker ist in diesem Fall unverzichtbar.
Sekundärer Laktasemangel
Die sekundäre Form der Laktoseintoleranz kommt zustande, wenn der Dünndarm durch eine andere Erkrankung zu Schaden gekommen ist. Durch die Schädigung kommt es zu einer Resorptionsschwäche und so auch zu einer eingeschränkten Laktaseaktiviät.
Die häufigsten Ursachen, welche einen sekundären Laktasemangel verursachen können, sind z.B.:
- Zöliakie
- Bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms
- Beschleunigte Darmpassage (chronischer Durchfall, andere Lebensmittelallergien)
- Zunehmendes Alter (je älter man wird, umso weniger Laktase wird gebildet)
- Nach Bestrahlung bei einer Tumortherapie
- Infektiöse Darmerkrankung und Infektionskrankheiten
Symptome einer Laktoseintoleranz
Beschwerden nach dem Verzehr von Milchprodukten:
• Blähbauch & Völlegefühl
• Bauchschmerzen & Krämpfe
• Übelkeit
• Durchfall
• Gurgelnde Darmgeräusche
• Müdigkeit & Konzentrationsprobleme (indirekt)
Durchfallartige Beschwerden gehören zu den häufigsten Problemen bei einer Laktoseintoleranz. Diese können schon 10-30 Minuten nach dem Verzehr einer laktosereichen Mahlzeit auftreten.
Typische Symptome können sein:
- Breiiger Stuhl
- Blähungen
- Erbrechen und Übelkeit
- Krampfartige Schmerzen
- Luftaufstoßen
Außerdem kann es zu weiteren unspezifischen Beschwerden kommen. Dazu gehören:
- Kopfschmerzen
- Chronische Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Erschöpfung
- innere Unruhe, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten
- Unreine Haut
- Manchmal auch Gliederschmerzen
Wie kann man eine Laktoseintoleranz diagnostizieren?
So wird Laktoseintoleranz festgestellt:
• H2-Atemtest (Goldstandard)
• Laktose-Toleranztest (Blutzuckermessung)
• Auslassdiät mit Provokation
• Genetischer Test (bei familiärer Veranlagung)
Atemtest (H2-Atemtest)
Der Atemtest wird in der Praxis am häufigsten angewandt, da er ziemlich zuverlässig ist. Doch wie genau funktioniert der Test?
Bei einer bestehenden Laktoseintoleranz wird das Enzym Laktase vom Körper nur teilweise bis gar nicht produziert. Und der teilweise verdauten Milchzucker, gelangt so in den Dickdarm. Hier kommt es nun zur Zersetzung durch die Darmbakterien, wodurch große unnatürliche Mengen an Wasserstoff entstehen.
Dieser Anstieg in der Atemluft ist mit Hilfe spezieller Messgeräte nachweisbar.
Laktose-Toleranztest
Bei diesem Test wird nach dem Verzehr einer laktosehaltigen Lösung in regelmäßigen Abständen der Glukosespiegel im Blut gemessen. Normalerweise steigt dieser Wert durch die Spaltung des Milchzuckers an. Ist dies nicht der Fall (normal steigt der Wert über 20 mg/dl), würde der Test eine Laktoseintoleranz bestätigen.
Selbsttest
Den Selbsttest kann ohne große Probleme Zuhause durchführen. Dazu trinkt man eine, in Wasser aufgelöste Laktose Mischung. Danach beobachtet man, ob unangenehme Symptome auftreten.
Wichtig!!!
Dieser Test hat leider eine sehr hohe Fehlerquote und ist daher nur als Hinweis auf eine mögliche bestehende Laktoseintoleranz zu werten.
Ein besseres und vor allem zuverlässigeres Ergebnis liefern spezielle Heimtests (z.B. von Cerascreen).
Gentest
Der Gentest sollte nur dann gemacht werden, wenn sich der Verdacht auf eine genetische Disposition verhärtet. Dies ist besonders dann der Fall, wenn bereits eine Laktoseintoleranz z.B. durch den Atemtest diagnostiziert wurde und es um eine Abklärung der Ursache geht.
Laktoseintoleranz oder Milchallergie? Ein lebenswichtiger Unterschied
Obwohl beide Reaktionen nach dem Konsum von Milchprodukten auftreten können, liegen ihnen völlig unterschiedliche Mechanismen im Körper zugrunde. Die Verwechslung dieser beiden Begriffe kann gefährlich sein.
Die Laktoseintoleranz: Ein Problem der Verdauung
Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.
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Die Ursache: Dem Körper fehlt das Enzym Laktase (oder es ist in zu geringer Menge vorhanden). Der Milchzucker (Laktose) kann im Dünndarm nicht gespalten werden und gelangt unverdaut in den Dickdarm.
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Die Reaktion: Dort wird er von Bakterien vergoren, was zu Gasbildung und Wassereinstrom führt.
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Die Gefahr: Unangenehm und schmerzhaft (Blähungen, Durchfall), aber nicht lebensbedrohlich. Viele Betroffene vertragen zudem kleine Mengen Milchzucker noch recht gut.
Die Milcheiweißallergie: Eine Reaktion des Immunsystems
Die Milchallergie (Kuhmilchallergie) ist eine echte Nahrungsmittelallergie.
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Die Ursache: Das Immunsystem stuft harmlose Eiweiße in der Milch (wie Casein oder Molkeneiweiß) fälschlicherweise als gefährliche Eindringlinge ein und bekämpft sie.
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Die Reaktion: Der Körper schüttet Histamin und andere Botenstoffe aus. Dies kann den gesamten Organismus betreffen.
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Die Gefahr: Potenziell lebensgefährlich. Bereits kleinste Spuren von Milcheiweiß können Hautausschläge, Schwellungen im Rachen, Atemnot oder im schlimmsten Fall einen anaphylaktischen Schock auslösen.
Die Unterschiede im direkten Vergleich
| Merkmal | Laktoseintoleranz | Milcheiweißallergie |
| System | Verdauungstrakt (Enzymmangel) | Immunsystem (Antikörperbildung) |
| Auslöser | Milchzucker (Laktose) | Milcheiweiß (Casein/Laktalbumin) |
| Menge | Meist mengenabhängig (Schwellenwert) | Schon kleinste Spuren (Spurenallergie) |
| Symptome | Lokal (Bauchschmerzen, Blähungen) | Systemisch (Haut, Atemwege, Kreislauf) |
| Laktosefreie Produkte | Die Lösung für das Problem | Oft gefährlich, da sie zwar keinen Zucker, aber Eiweiß enthalten! |
Wichtiger Hinweis: Menschen mit einer echten Milcheiweißallergie dürfen keine „laktosefreien“ Milchprodukte konsumieren, da diese weiterhin die allergieauslösenden Eiweiße enthalten. Hier muss strikt auf milchfreie Alternativen (wie Hafer-, Reis- oder Sojadrinks) ausgewichen werden.
In welchen Lebensmitteln ist Laktose enthalten?

Laktose kommt in einer ganzen Reihe von Lebensmitteln vor. Folgende Lebensmittel sind besonders stark laktosereich:
- Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch und daraus hergestellte Produkte wie
- Frischkäse, Hüttenkäse, Koch- und Schmelzkäse, Weichkäse wie Camembert
- Molke, Getränke, Proteinkonzentrate
- Sauermilchprodukte wie Buttermilch, Kefir, Dickmilch, Quark, Joghurt
- Rahmprodukte wie Schmand, Crème double (Doppelrahm), Crème fraîche, Sahne, saure Sahne, Kaffeesahne, Sauerrahm
- Kondensmilch bzw. -sahne, Kaffeeweißer aus Milch, Trockenmilchpulver
- Schokolade, Nougat, Pralinen, Sahne- und Karamellbonbons, Schokoriegel, Eis
- Fertiggerichte, Gewürz- und Kräutermischungen
- Viele Kartoffelprodukte wie z.B. Kroketten, Pommes frites
- Backwaren wie Kekse, Kuchen(-backmischungen), z.T. auch Brot und Knäckebrot
- Fast alle Süßstofftabletten
- Bestimmte Medikamente
- Säuglingsmilchnahrung
Wichtig!!!
Produkte, die bei einer „Kuhmilch-Allergie“ geeignet sind enthalten ebenfalls oft Laktose. Es gibt einen Unterschied zwischen Laktose-Intoleranz und Kuhmilcheiweiß-Allergie. Außerdem kommt es nicht selten vor, dass Personen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden auch auf andere Zucker- oder Kohlenhydrate reagieren
Welche Lebensmittel darf ich bei einer Laktoseintoleranz essen?
In der Natur gibt es eine ganze Reihe an Nahrungsmitteln die Laktosefrei sind.
Dazu gehören:
- alle Gemüse- und Obstsorten
- Kartoffeln,
- Reis und Nudeln
- Eier
- Fleisch, Fisch
- Getreide
- Sojaprodukte
- Getränke (z.B. Wässer, Fruchtsäfte, Tee, Kaffee)
- Kokosmilch, Mandel-, Reis- und Haferdrinks
Interessant zu wissen
Je länger ein Käse reift umso geringer ist sein Laktosewert. Sauermilchprodukte werden ebenfalls in einigen Fällen besser, aufgrund der enthaltenen Milchsäurebakterien, vertragen. Die Milchsäurebakterien unterstützen nämlich den Verdauungstrakt bei der Laktosezersetzung.
Detektivarbeit im Supermarkt: Versteckte Laktosequellen
Es ist einfach, die Milchpackung zu meiden – schwieriger wird es bei verarbeiteten Produkten. Laktose wird in der Lebensmittelindustrie oft als billiger Geschmacksträger, Bindemittel oder für die Konsistenz eingesetzt.
Hier sollten Betroffene genauer hinschauen:
1. In der Wurst- und Fleischtheke
Viele Menschen erwarten in Fleisch kein Milchprodukt. Doch Laktose dient hier oft als Trägerstoff für Gewürze oder um die Textur zu verbessern.
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Häufig betroffen: Kochschinken, Salami, Leberwurst und fertig marinierte Grillfleisch-Produkte.
2. Fertiggerichte und Konserven
Laktose sorgt für eine cremige Konsistenz und bindet Wasser.
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Vorsicht bei: Tütensuppen, Fertigsaucen (z.B. Bratensoße), Kartoffel-Fertigprodukten (Püree, Kroketten) und sogar manchen Konserven (z.B. Erbsen und Möhren im Glas).
3. Backwaren und Süßstoffe
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Brot vom Discounter: In günstigen Aufbackbrötchen oder Brotbackmischungen wird oft Milchzucker für eine schönere Bräunung der Kruste zugesetzt.
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Süßstoff-Tabletten: Viele Süßstoffspender verwenden Laktose als Füllstoff für die kleinen Tabletten.
4. Laktose in Medikamenten
Dies ist ein oft übersehener Bereich. In der Pharmaindustrie ist Laktose der am häufigsten verwendete Hilfsstoff für die Tablettenherstellung.
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Warum? Laktose ist gut pressbar und chemisch stabil.
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Einschätzung: Die Menge pro Tablette ist meist sehr gering (ca. 50–200 mg). Hochgradig sensible Personen können dennoch reagieren, wenn sie mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen.
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Tipp: Fragen Sie in der Apotheke gezielt nach laktosefreien Präparaten oder nutzen Sie Tropfen statt Tabletten, da diese meist ohne Milchzucker auskommen.
Tabelle: Laktose in Medikamenten – Worauf ist zu achten?
| Bereich / Medikamententyp | Funktion der Laktose | Einschätzung für Betroffene |
| Tabletten & Dragees | Häufigster Füllstoff & Bindemittel. | Meist geringe Mengen (50–200mg); oft unproblematisch. |
| Verhütungsmittel (Pille) | Trägerstoff für Hormone. | Da täglich eingenommen, bei hoher Sensibilität relevant. |
| Homöopathische Globuli | Basissubstanz (Milchzucker). | Bestehen fast vollständig aus Zucker; Vorsicht bei großen Mengen. |
| Inhalationspulver | Trägerstoff für Wirkstoffpartikel. | Gelangt in die Atemwege/Rachen; meist vernachlässigbar. |
| Brausetabletten | Selten enthalten. | Oft eine gute laktosefreie Alternative zu festen Tabletten. |
| Tropfen & Säfte | Fast nie enthalten. | Empfehlung: Sicherste Darreichungsform für hochsensible Personen. |
„Hinweis: Schauen Sie in der Packungsbeilage unter ‚Sonstige Bestandteile‘ nach. Dort muss Laktose (Milchzucker) zwingend aufgeführt werden. Fragen Sie im Zweifel Ihren Apotheker nach laktosefreien Alternativen.“
Calcium-Management: Starke Knochen ohne Milch
Wer aufgrund einer Laktoseintoleranz auf klassische Milchprodukte verzichtet, verliert eine der Hauptquellen für Calcium. Dieser Mineralstoff ist jedoch essenziell für die Stabilität von Knochen und Zähnen sowie für die Muskelfunktion. Ein Mangel kann langfristig das Risiko für Osteoporose erhöhen.
Doch keine Sorge: Es gibt hervorragende Alternativen, um den täglichen Bedarf (ca. 1000 mg für Erwachsene) zu decken.
1. Mineralwasser als „stille“ Calciumquelle
Einer der einfachsten Wege, Calcium aufzunehmen, ist das richtige Wasser.
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Achten Sie auf das Etikett: Ein Wasser darf als „calciumhaltig“ bezeichnet werden, wenn es mehr als 150 mg Calcium pro Liter enthält. Hochwertige Heilwässer liefern oft sogar über 500 mg/l.
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Vorteil: Das Calcium im Wasser ist kalorienfrei und wird vom Körper sehr gut aufgenommen (hohe Bioverfügbarkeit).
2. Grünes Gemüse und pflanzliche Kraftpakete
Pflanzen sind oft unterschätzte Calcium-Lieferanten. Besonders grünes Gemüse punktet hier:
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Top-Lieferanten: Grünkohl (ca. 200 mg / 100g), Brokkoli (ca. 100 mg / 100g) und Rucola.
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Kräuter & Nüsse: Haselnüsse, Paranüsse und frische Petersilie sind ebenfalls exzellente Ergänzungen für den Speiseplan.
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Tipp: Achten Sie bei Gemüsesorten wie Spinat oder Mangold darauf, dass diese auch Oxalsäure enthalten, welche die Calciumaufnahme leicht hemmen kann. Abwechslung ist hier der Schlüssel.
3. Angereicherte Pflanzendrinks
Viele Milchersatzprodukte (Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks) werden heute standardmäßig mit der calciumreichen Alge Lithothamnium Calcareum angereichert, um den Calciumgehalt von Kuhmilch (ca. 120 mg / 100ml) zu imitieren.
Infotabelle: Calcium-Management ohne Milchprodukte
Diese Tabelle hilft Lesern, ihren Tagesbedarf (ca. 1000 mg) gezielt über alternative Quellen zu decken.
| Lebensmittel | Calciumgehalt (ca. pro 100g / 100ml) | Besonderheit / Tipp |
| Mohn | 1.450 mg | Absoluter Spitzenreiter; ideal im Müsli oder Gebäck. |
| Sesam (ungeschält) | 970 mg | Als Tahini (Mus) oder Topping für Salate. |
| Chia-Samen | 630 mg | Reich an Omega-3-Fettsäuren. |
| Calciumreiches Mineralwasser | 150 mg – 600 mg | Einfachste Aufnahme; auf Etikett (>150mg/l) achten. |
| Grünkohl | 210 mg | Bestes „regionales Superfood“ für die Knochen. |
| Haselnüsse | 225 mg | Idealer Snack für zwischendurch. |
| Rucola | 160 mg | Viel Calcium bei sehr wenigen Kalorien. |
| Brokkoli (gekocht) | 100 mg | Gute Bioverfügbarkeit (wird vom Körper gut aufgenommen). |
| Pflanzendrink (angereichert) | 120 mg | Mit Alge angereichert, entspricht dem Gehalt von Kuhmilch. |
Relevante Vitalstoffe
Wenn Sie an Laktoseintoleranz leiden, können eine gezielte Enzymersatztherapie und ein laktasehaltiges Präparat die Verdauungsleistung verbessern und unerwünschte Symptome reduzieren.
Zink und Vitamin C wirken sich positiv auf Immun- und Heilprozesse aus und fördern die Wiederherstellung der gesunden Darmmukosa.
Grünteeextrakt verringert durch seine adstringierende Wirkung die Permeabilität der Darmmukosa für Antigene und hindert so das Eindringen von Antigenen und pathogenen Keimen.
Kamillenextrakt stärkt den Heilungsprozess mit seinen antiphlogistischen und granulationsfördernden Eigenschaften.
L-Glutamin ist ein essenzieller Bestandteil zum Erhalt und zum Aufbau von Zellen. Insbesondere Zellen in hohen Teilungsraten, wie die des Immunsystems und die des Dünndarms, sind auf einen anständigen Vorrat an dieser Aminosäure angewiesen. Zudem fungiert es als Vorläufer bei der Biosynthese des Antioxidans Glutathion und ist daher zur Erhaltung des antioxidativen Status von eminenter Bedeutung.
Probiotische Mikroorganismen tragen in der Allergenprävention eine wesentliche Rolle. Sie regen das Immunsystem im Darm (GALT) an, was wiederum Immunabwehr, Zellteilung, Freisetzung von Zytokinen und Produktion von Antikörpern stimulieren kann.
Quellen, Offizielle Institutionen & Fachgesellschaften
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. www.bzfe.de
- Ledochowski M. Nahrungsmittel-Intoleranzen. 2. Aufl. Trias 2014
- Smollich M, Vogelreuter A. Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wiss. Verlagsgesellschaft 2018
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Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE):
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Fokus: Calcium-Management und Ernährungsempfehlungen. DGE – Essen und Trinken bei Laktoseintoleranz
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Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): BZfE – Laktoseintoleranz: Was ist das?
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Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB): DAAB – Laktose-Intoleranz
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Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): BfArM – Erläuterungen zu Hilfsstoffen
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