Das häufigste Anämie-Symptom

Viele Menschen leiden unter Anämie, ohne es zu wissen. Doch was ist Anämie eigentlich und welches Symptom ist typisch für die Blutarmut?

 

Einführung: Was ist eine Anämie?

Anämie ist ein medizinischer Begriff, der unter anderem Blutarmut oder auch Blutmangel bedeuten kann. Die genaue Definition lautet: Eine Anämie liegt vor, wenn das Verhältnis von Hämoglobin und Erythrozyten im Blut unter den Normalwerten liegt. Hämoglobin ist ein roter Blutfarbstoff, der Sauerstoff bindet und transportiert. Erythrozyten sind die roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Körper zuständig sind. Normalerweise liegt der Hämoglobinspiegel bei Erwachsenen zwischen 12 und 18 Gramm pro Deziliter (g/dl) Blut. Bei Kindern und Jugendlichen liegt der Hämoglobinspiegel etwas höher. Bei Säuglingen und Kleinkindern liegt der Hämoglobinspiegel zwischen 10 und 20 g/dl, bei Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 16 g/dl. Wenn der Hämoglobinspiegel unter 12 g/dl (bei Erwachsenen) liegt, spricht man von einer Anämie. Die Ursachen für eine Anämie können sehr unterschiedlich sein. In den meisten Fällen ist eine Anämie durch einen Mangel an Eisen, Vitamin B12 oder Folat verursacht.

 

Häufigste Ursache der Anämie

Eine Anämie kann viele Ursachen haben. Eine der häufigsten ist ein Mangel an Eisen. Eisen ist ein essenzieller Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Hämoglobin transportiert Sauerstoff im Körper und ist somit für die Energiegewinnung der Zellen verantwortlich. Ein Eisenmangel führt also zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Zellen und zu Müdigkeit und Erschöpfung. Eisenmangel ist die häufigste Ursache einer Anämie. In Deutschland leiden etwa 3 Millionen Menschen an einem Eisenmangel. Die meisten Betroffenen sind Frauen in den Wechseljahren. Durch den vermehrten Menstruationsblutverlust benötigen sie mehr Eisen. Auch Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Eisenbedarf. Bei Kindern und Jugendlichen kann Eisenmangel die Ursache für Wachstumsstörungen sein. Eisen wird über die Nahrung aufgenommen. Die Eisenaufnahme wird durch Vitamin C, Fleisch und Fisch optimiert. Vegetarier und Veganer sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen durch die Nahrung achten. Eisenpräparate können die Anämie bei einem Eisenmangel behandeln.

 

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Blutarmut durch einen Blutverlust

Blutverlust ist ebenfalls eine häufige Ursache für die Blutarmut. Blutverlust kann auf verschiedene Weise auftreten, zum Beispiel durch:

– Unfall

– Verletzung

– Operation

– Blutung im Magen-Darm-Trakt (Schleimhautentzündung, Divertikel, usw.)

– Medikamente (ASS)

– Hämophilie (eine Störung, die dazu führt, dass das Blut nicht richtig gerinnt)

 

Blutverlust kann auch bei bestimmten Krankheiten auftreten, zum Beispiel bei:

-Gastroenteritis (Magenschleimhautentzündung)

-Divertikulitis (Entzündung der Ausstülpungen an der Innenseite des Dickdarms)

-Hämorrhoiden (Analfissuren)

-Krebs

 

 

Aber auch ein natürlicher Blutverlust bei gesunden Menschen ist möglich. Zum Beispiel bei Frauen während der Menstruation. In diesem Fall spricht man von einem physiologischen Blutverlust.

 

 

Müdigkeit und Energielosigkeit – Symptome der Anämie

Die Krankheit hat viele Gesichter und ist in vielen Fällen gerne übersehen. Aber besonders Müdigkeit ist der häufigste und auch oft die erste Beschwerde unter denen die Betroffenen leiden.

 

Müdigkeit und Energielosigkeit

Müdigkeit und Energielosigkeit sind typische Symptome einer Anämie. Die Ursache dafür ist eine Transportproblematik von Sauerstoff in unserem Körper.

Viele Betroffene leiden unter diesen Beschwerden, ohne zu wissen, dass sie an Blutarmut leiden. Die Müdigkeit kann so stark sein, dass Betroffene sich kaum noch aufraffen können, ihren Alltag zu bewältigen.

Neurologische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Gedächtnisprobleme können ebenfalls die Folge einer Anämie sein.

Unwohlsein

Ein weiteres Symptom der Anämie ist ein allgemeines Unwohlsein. Viele Patienten fühlen sich schlapp und ausgelaugt, haben wenig bis keine Energie und sind leistungsunfähig. Auch Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Herzrasen und Kurzatmigkeit können Anzeichen einer Blutarmut sein. In schweren Fällen kann es sogar zu Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommen.

Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich bemerken und Sie können es nicht erklären, dann wäre eine Laboruntersuchung der nächste Schritt.

 

 

Behandlungsmöglichkeiten der Anämie

Die Behandlung der Anämie richtet sich nach den Ursachen. Liegt eine Blutarmut vor, muss diese behandelt werden. Zu den häufigsten Ursachen einer Blutarmut zählen Eisenmangel, Vitaminmangel und Blutverlust.

Eisenmangel:

Der häufigste Grund für einen Eisenmangel ist eine unzureichende Zufuhr von Eisen über die Nahrung. Bei einer Eisenmangelanämie wird daher in der Regel zunächst versucht, den Eisenbedarf durch die Ernährung zu decken. Dies ist jedoch oft nicht ausreichend, so dass zusätzlich Eisenpräparate verabreicht werden müssen.

Vitaminmangel:

Ein Vitaminmangel kann ebenfalls zu einer Blutarmut führen. Die häufigste Ursache hierfür ist ein Vitamin-B12-Mangel. Dieser kann durch eine unzureichende Zufuhr von Vitamin B12 über die Nahrung oder durch eine Störung der Resorption (Aufnahme) von Vitamin B12 im Darm entstehen. Bei einem Vitamin-B12-Mangel wird daher in der Regel zunächst versucht, den Bedarf an Vitamin B12 über die Ernährung zu decken. Dies ist jedoch oft nicht ausreichend, so dass zusätzlich Vitamin-B12- Präparate verabreicht werden müssen.

 

 

Fazit

Anämie ist ein weit verbreitetes Problem, das oft unerkannt bleibt. Die Symptome sind vielfältig und können sowohl körperliche als auch neurologische Beschwerden verursachen. Da eine Blutarmut allerdings in den meisten Fällen auf einer Mangelsymptomatik beruht, kann man diese oft gut behandeln.

Steffen Gruss

Steffen Gruss

Hallo, mein Name ist Steffen Gruß. Ich bin Heilpraktiker und beschäftige mich seit gut 20 Jahren mit den Themen Gesundheit, alternative Medizin und Ernährung. Neben der eigenen Praxis, gebe ich mein Wissen und die Erfahrungen in Seminaren, Workshops und Vorträgen weiter. Auf diesem Fachportal veröffentliche ich regelmäßig neue Beiträge und informiere Interessierte darüber, welche Möglichkeiten es gibt, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

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