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Mögliche Hilfe bei MS

 

Die Medien sind voll  mit Berichten über mRNA-Impfstoffe bezüglich Corona. Doch was viele nicht wissen, seit einiger Zeit werden mRNA-Impfstoffe auch für den Einsatz bei anderen Erkrankungen entwickelt. So sind die Uni Mainz und Biontech gerade daran einen Impfstoff gegen die Autoimmunerkrankung Multiplen Sklerose (MS) zu entwickeln.

Das dafür entwickelte Vakzine basiert ebenso wie der von  Biontech hergestellte Covid-19-Impfstoff auf Boten-RNA (mRNA). Er soll die typische Überreaktion des Immunsystems bei MS unterdrücken. Sollte dies erreicht werden, das selbe Prinzip könnte auch bei anderen Autoimmunerkrankungen angewendet werden. Im Tierversuch wurde der Impfstoff schon erfolgreich bei Mäusen getestet (Fachjournal Science)

 

Multiple Sklerose
Arek Socha/Pixabay

 

Wie funktioniert der Impfstoff bei Multiple Sklerose?

Die momentane Standart-Therapie beruht bei MS darauf das komplette Immunsystem heruntergefahren. Die Firma Biontech geht hier allerdings einen anderen Weg. Im Gegensatz zur herkömlichen Therapie werden mit dem Impfstoff mRNA-Molekülen in die Körperzellen eingeschleust, damit diese das Immunsystem besser steuern können.

So werden durch die Impfung Selbstantigene produziert, welche zu einer Toleranz führen. Diese Antigen-Toleranz hat eine Erhöhung von T-Zellen zur Folge. So werden die Angriffe auf die körpereigenen Antigene (bei MS auf die Myelinschicht) unterdrückt.

 

Quellen:

DOI: 10.1126/science.aay3638

https://www.aerztezeitung.de

Steffen Gruss
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