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Seit einigen Jahren ist die Klopftherapie in Deutschland bekannt. Viele Menschen schwören auf die Wirkung der sanften Schläge, die bei den unterschiedlichsten Beschwerden Linderung bringen sollen. Doch was steckt hinter dieser Methode und funktioniert sie tatsächlich? In meinem Blog erfahrt ihr alles über die Anwendungsgebiete, Wirkungsweise und Herkunft der Klopftherapie.

 

 

Was versteht man unter der Klopftherapie?

 

Klopftherapie ist ein alternativer Ansatz zur Heilung, der auf der Annahme basiert, dass psychische und emotionale Probleme durch die Stimulierung bestimmter Akupressurpunkte im Körper behandelt werden können. Diese Technik wird auch als EFT oder ‚Emotional Freedom Technique‘ bezeichnet. Der Begriff ‚EFT‘ bezieht sich auf die Verwendung von Klopfen, um Energieblockaden zu beseitigen und den Körper zu harmonisieren.

 

 

Klopftherapie
Die Klopftherapie kann überall am Körper angewandt werden

 

Bei der Klopftherapie wird die Stimulierung bestimmter Punkte im Körper des Patienten erreicht, indem leichte Klopfbewegungen an bestimmten Stellen des Körpers durchgeführt werden. Diese Art von Energietherapie kann helfen, Stress abzubauen und Emotionen zu regulieren. Es kann auch helfen, negative Gedankenmuster zu überwinden und ein Gefühl der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit zu erreichen. Einige Befürworter sagen, dass Klopftherapien helfen, Angstzustände zu lindern und Depressionen zu heilen.

 

 

 

Wie geht man bei der Klopftherapie vor?

 

In der Klopftherapie, die aus der Lehre des Mazdaznan stammt, beklopft man schmerzende Stellen, egal ob es sich um Muskeln, Faszien oder Knochenregionen handelt. Gerade bei inneren Organen, wie Herz, Lunge, Magen und Darm lassen sich verblüffende Erfolge erzielen.

 

Das Beklopfen erfolgt mit der geöffneten Hand, wie auf dem Foto abgebildet. Dabei ist es egal, mit welcher Handseite man die Region beklopft. Wichtig ist, dass die geöffnete Faust dabei leicht federt und der Schlag nicht hart ist, was besonders bei Knochenpartien sehr schmerzhaft sein könnte.

 

Insgesamt wiederholt man den sanften Schlag in gleichen kurzen Abständen von knapp einer Sekunde 33 Mal. Wir hallten uns an Dreierzahlen, wie 33 und 66. Dann wird eine Pause eingelegt und der Erfolg beurteilt. Hat sich dieser noch nicht eingestellt, fährt man wie zuvor beschrieben noch ein- bis zweimal fort. Das kann natürlich, je nach Situation und Krankheitszustand, dauern. Manchmal tritt eine Linderung auch erst nach Tagen ein. Mann sollte dann nicht gleich verzweifeln und den Klopfvorgang mit 66 Schlägen mindesten dreimal pro Tag wiederholen (es kann auch öfters sein). Man bekommt schnell heraus, ob und bei welchen Intervallen es einem gut tut.
Auch vorbeugend kann hier eine positive Wirkung auf die Organe oder Muskeln erzielt werden.

 

Wie kann man sich das Geschehen erklären? Durch das Beklopfen werden die betroffenen Regionen in Schwingung versetzt, die Durchblutung angeregt und eine positive Wirkung auf Blockaden und Verkrampfungen erzielt. Bei vielen Menschen kommt es in zunehmendem Alter zu Versteifungen von Faszien, Nervenbahnen und Muskeln, die sich, wenn man sie behutsam in Schwingung versetzt, lösen können. Dies ist besonders bei inneren Organen wichtig, die man nicht einfach massieren kann wie Skelettmuskeln oder Lymphbahnen.

 

Bereits vor 2.000 Jahren war es bekannt, dass alles Schwingung ist, das ganze Leben und selbst die Materie aus Schwingungen bestehe. Dies beschrieben die Hermetischen Schriften, die um die Zeitenwende niedergeschrieben wurden und auf altem Wissen beruhten. Daraus folgend spricht man die folgenden Worte dem Hermes Trismegistos zu, der um 3.500 Jahren v. Chr. gelebt haben soll. Ihm legt man in den Mund: „Wer das Prinzip der Schwingung erkannt hat, hat das Zepter der Macht ergriffen.“

 

Wir können uns nur wundern, wie damals einigen Menschen das Schwingungsprinzip bereits bekannt sein konnte.
Versuchen Sie es einfach mal mit dem Beklopfen. Achten sie aber darauf, dass sie behutsam vorgehen, ohne sich zusätzliche Schmerzen zu verursachen. Ganz ohne wird es jedoch oft nicht gehen

 

 

Studien zur Klopftherapie

 

Die Wirksamkeit der Klopftherapie ist in einigen Studien untersucht worden. Die meisten Studien zeigten eine deutliche Verbesserung bei den Teilnehmern, die die Klopftherapie erhalten hatten. Einige Studien stellten sogar fest, dass die Klopftherapie effektiver war als andere Behandlungsmethoden.

 

Eine der wichtigsten Studien wurde 2019 veröffentlicht und bewertete die Wirksamkeit der Klopftherapie bei 269 Personen mit Angststörungen. Es zeigte sich, dass diejenigen, die eine Kombination aus Psychotherapie und Klopftherapie erhielten, signifikant bessere Ergebnisse hatten als jene, die allein psychotherapeutisch behandelt wurden. Eine weitere Studie untersuchte die Wirksamkeit der Klopftherapie bei Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Hier konnte gezeigt werden, dass Patienten, die eine Kombination aus Psychotherapie und Klopftherapie erhielten, bessere Ergebnisse hatten als jene, die allein psychotherapeutisch behandelt wurden.

 

Es gibt noch weitere Studien zur Wirksamkeit der Klopftherapie. Sie haben gezeigt, dass sich auch depressive Symptome und Schlafstörungen durch Klopftechniken verbessern lassen. Des Weiteren wurde nachgewiesen, dass sich auch bei chronischen Schmerzen eine Besserung oder Linderung einstellen kann.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es verschiedene Studien gibt, welche die Wirksamkeit der Klopftherapie bestätigen. Trotzdem ist es wichtig zu betonen, dass es keinen Anspruch auf Heilung gibt und es immer noch umstritten ist, ob diese Methode überhaupt wirksam ist oder nicht. Die Therapeuten empfehlen daher bevor man mit einer Behandlung beginnt, immer erst eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen damit man sicher sein kann das richtige für seinen Fall zu tun.

 

 

Für wenn ist die Klopftherapie besonders geeignet?

Die Klopftherapie, auch bekannt als EFT (Emotional Freedom Techniques), ist eine alternative Heilmethode, die auf der Annahme fußt, dass negative Emotionen und körperliche Beschwerden durch Blockaden im Energiesystem des Körpers hervorgerufen werden. Diese Therapie eignet sich besonders für Menschen, die an emotionalen Problemen wie Angstzuständen, Depressionen, Traumata, Stress und anderen psychischen Erkrankungen leiden. Mit Hilfe der Klopftherapie können diese Blockaden gelöst und somit ein Weg zur emotionalen Freiheit und körperlichen Gesundheit gefunden werden.

EFT ist eine effektive Methode, um körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Allergien, Schlafstörungen und andere Leiden zu lindern, die durch emotionale Blockaden hervorgerufen werden. Diese Klopftherapie bietet eine hervorragende Alternative für Menschen, die nach einer nicht-invasiven und medikamentenfreien Therapie suchen.

EFT ist eine vielseitige Therapieform, die für Menschen jeden Alters geeignet sein kann und sich auch gut mit anderen Behandlungen kombinieren lässt. Allerdings sollte man bedenken, dass die Klopftherapie keine medizinische Therapie ersetzt und dass es bei schweren psychischen oder körperlichen Erkrankungen immer ratsam ist, einen medizinischen Experten zu Rate zu ziehen, bevor man alternative Therapien ausprobiert.

Steffen Gruss
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