Manuka Honig – Wunderhonig aus Neuseeland

Manuka Honig

 

Manuka Honig ist bei uns in Europa noch nicht so bekannt, allerdings gibt es auch hier schon etliche Fernsehsendungen oder Artikel über diesen hochgepriesenen „Wunderhonig“. Dem Honig wird nämlich so manche wundersame Wirkung zugeschrieben, wie eine Stärkung des Immunsystems, er soll antientzündlich, antibakteriell  und gegen Pilze wirken, und gut für das Verdauungssystem sein. Aber was ist das Besondere an dem Honig?

Der Honig kommt ursprünglich aus Neuseeland, wo er aus dem Nektar der Südseemyrte hergestellt wird. Die Südseemyrte wächst nicht nur auf der Nordinsel Neuseelands, sondern auch in vielen bergigen Regionen Neuseelands sowie im Südosten Australiens.

 

Die Manuka

Die Manuka (Leptospermum scoparium), zu Deutsch „Neuseelandmyrte“ oder „Südseemyrte“ gehört zur Pflanzengattung der Myrtengewächse und ist botanisch gesehen mit dem australischen Teebaum verwandt.

 

Manuka Honig
Blüten des Manuka Baums

 

Diese Bäume sind sowohl in Australien als auch in den bergigen Regionen Neuseelands beheimatet und gehören zum traditionellen Baumbestand der Inseln. Dementsprechend ist die Südseemyrte eine bei den Maori verwendete Heilpflanze. Traditionell werden Blätter und Rinde der Südseemyrte verwendet. In Europa sind eher das Manuka-Öl und der Manuka-Honig gekannt.

 

 

Traditionelle Verwendung in Neuseeland

Die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, verwenden traditionell Blätter und Rinde bzw. Auszüge daraus sowie den Honig des Manuka-Baums äußerlich zur Desinfektion und Unterstützung der Heilung von Wunden und Entzündungen, ferner innerlich bei Erkältungen, Blasenentzündungen und anderen Infektionen. Neuseeländische Farmer sollen bereits in den 1930er Jahren Manuka-Honig an ihre Kühe verfüttert haben, um diese robuster gegen Krankheiten zu machen.

 

 

Manuka Honig – Problematik mit der steigenden Nachfrage

Mit der steigenden internationalen Nachfrage erhöhte sich der Preis von 37 NZD für ein Kilo im Jahr 2010 auf über 100 NZD im Jahr 2015. Die Zahl der Imker wuchs sprunghaft und die Menge an produziertem Honig erreichte 2015 20.000 Tonnen. Mit der wachsenden Konkurrenz um die begrenzte Zahl an Futterpflanzen kam es zu zahlreichen Konflikten und steigender Kriminalität im Manuka-Imkermilieu. Dabei wurden allein 2015 hunderte Bienenvölker vergiftet oder gestohlen.

 

 

Inhaltsstoffe der Manuka Pflanze

 

Ursprünglich wurde dafür aus frischer Rinde ein Sud hergestellt, der als Tee aufgekocht wurde. Die Entdecker der Pflanze nannten ihn aufgrund der Nutzung durch die Ureinwohner auch „Teebaum“. Mittlerweile haben sich auch der Manuka Honig und das Manuka Öl durchgesetzt.

Folgende Inhaltstoffe sind im Manuka Honig enthalten:

  • Methylglyoxal
  • Flavonoide
  • Enzyme und Fruchtsäuren
  • Vitamin B1 (Thiamin)
  • Vitamin B2 (Ribiflavin)
  • Vitamin B6 (Pyridoxin)
  • Nikotinsäureamid
  • Biotin
  • Magnesium, Kalium und Kalzium
  • ätherische Öle und Aromastoffe
  • sowie verschiedene Eiweiße und pflanzliche Farbstoffe

 

Inhaltsstoff Methylglyoxal (kurz MGO)

 

Dies ist der Stoff, der den Manuka Honig so besonders macht. Erst 2006 wurde der Hauptwirkstoff Methylglyoxal (MGO)  , an der technischen Universität Dresden von Prof. Thomas Henle (Lebensmittelchemiker) entdeckt.  Bei dieser Chemikalie handelt es sich um ein antibakteriell wirksames Zuckerabbauprodukt. Laborversuche haben gezeigt, dass der Honig besonders hochgradig wirksam gegen Bakterien des Stamms Staphylococcus aureus und Escherichia coli ist.

Kein anderer Honig hat einen so hohen Gehalt an MGO wie der Manuka Honig. Herkömmlicher Honig enthält im Vergleich nur ca. 1mg – 20mg Methylglyoxal, bei Manuka Honig liegt die MGO-Konzentration bei ca. 60mg – 800mg pro Kilogramm. Mehr Informationen zum Thema MGO kann man auf https://www.manukahonigkaufen.com/ finden.

 

 

 

 

 

Manuka Honig und seine Wirkung

 

Der Manuka Honig hat im Gegensatz zu seinen handelsüblichen Kollegen einige Vorzüge, welche durch einige Studien auch belegt wurden.

Manuka Honig wirkt:

  • keimabtötend
  • immunsystemstärkend
  • desinfizierend
  • entzündungshemmend
  • antimykotisch
  • hautklärend
  • antiviral

 

 

Manuka-Honig bei Magen- und Darmbeschwerden

Wissenschaftliche Studien der neuseeländischen University of Wakaito belegen, dass Manuka-Honig sich nämlich als äußerst effektiv bei der Bekämpfung von Escherichia coli und Helicobacter pylori erwies. Diese beiden Bakterien sind mit die häufigste Ursache für unterschiedliche Magen-Darm-Probleme wie z.B. Magengeschwüren und Magenschleimhautentzündungen. Die Sudien zeigten, das eine Konzentration von nur 5 Prozent das Wachstum des Helicobacter pylori bremsen konnte und das Ganze mit deutlich weniger Nebenwirkungen als mit herkömmlichen Therapien

 

 

Manuka-Honig bei Entzündungen der Atemwege und Erkältungen

Ein weiterer Bereich in dem der Honig mit seiner antibakteriellen Wirkung punkte kann ist der Atemtrakt. Ein weiteres Bakterium, nämlich das Eiterbakterium Staphylococcus aureus ist ebenfalls äußerst anfällig auf den Manuka Honig. Dieses Bakterium kommt besonders häufig bei einem geschwächtem Immunsystem, bei einer Bronchitis, bei Lungenentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und auch bei Mittelohrentzündungen vor.

Seine antibiotischen und antiviralen Eigenschaften machen den Honig auch zu einem wohlschmeckenden und hilfreichen Heilmittel bei Erkältungen, Halsschmerzen, Husten und anderen Infekten der Atemwege (siehe auch „Hausmittel bei Erkältungen“).

 

 

Manuka-Honig bei Pilzerkrankungen

Die beeindruckende  antimykotische Wirkung des Manuka-Honig ist eine weitere positive Wirkung, welche den Honig so wertvoll macht. Er kann Pilze in ihrem Wachstum hemmen und ist somit eine sinnvolle Ergänzung bei diversen Pilzerkrankungen wie z.B. Flechten, Candida albicans, Fusspilz

 

 

 

 

Manuka Honig – Qualitätsmerkmal

 

Auch bei dem Manuka-Honig gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen, welche in ihrer gesundheitlichen Wirkung unterschiedlich ausfallen können. Hier spielt der MGO-Gehalt (Methylglyoxal-Gehalt des Honigs) eine entscheidende Rolle. Je höher dieser Wert ist, umso besser und wertvoller ist der Honig. Ein MGO von über 400 steht dabei schon für Spitzenqualität (https://www.manukahonigkaufen.com/).

Manuka Honig

 

In Neuseeland hingegen wird die Qualität mit dem sog. UMF (Unique Manuka Factor) angegeben. Der UMF-Wert ist jedoch ausschließlich Manuka-Honigen vorbehalten, die in Neuseeland abgefüllt worden sind. Um den UMF auf ihren Honiggläsern angeben zu dürfen, müssen die neuseeländischen Imker und Honig-Abfüller eine Lizenzgebühr bezahlen.

 

 

 

Manuka-Öl

 

Manukaöl wird es aus den Blättern der wildwachsenden Neuseelandmyrte gewonnen. Es gilt als das kostbarste Teebaumöl und hat vor allem eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Manuka Öl wird entweder direkt auf die Haut aufgetragen oder bei Erkältungen inhaliert.

 

Manuka Honig

 

Anwendungsmöglichkeiten von Manuka-Öl

 

Karies und paropathogene Erkrankungen

Eine beliebte Möglichkeit das Öl anzuwenden ist es zu gurgeln. Das Öl hat mehrere positive Eigenschaften bei Zahnfleischerkrankungen und Karies und bereits eine 0,2%ige Lösung hilft, die Bakterien im Mund abzutöten.

 

Erkältungskrankheiten und grippale Infekte

Die entzündungshemmende Wirkung von Manuka Öl kann bei Erkrankungen der Atemwege helfen.

 

Hauterkrankungen und Anti-Aging

Das Ätherisches Manuka Öl wird gerne bei geröteter, gereizter oder juckender Haut angewandt und ist durch seinen geringen Cineol-Anteil auch für eine empfindliche Haut geeignet.

Seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften machen das Öl auch besonders wirksam in der Akne Behandlung. Diese Wirkung wurde bereits in unterschiedlichen Studien nachgewiesen und 2016 erneut von Prof. Dr. Thomas Henle, TU Dresden, bestätigt.

Einen weiteren positiven Aspekt fanden Forscher der Korea University Medical School 2013 heraus, als sie entdeckten, dass das Öl eine Anti-Photaging-Wirkung besitzt. Das heißt die Hautalterung durch Licht wird gebremst.

Traditionell haben sich die Maoris die desinfizierende und antimykotische Wirkung bei Pilzerkrankungen und zur Wunddesinfektion zu Nutze gemacht.

 

 

Quellen:

  • https://www.pnc-aktuell.de/parodontologie/story/Oelspuelungen-und-andere-komplementaere-ansaetze-in-prophylaxe-und-therapie-parodontaler-erkrankungen__3490.html
  • https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/manukaoel-hilft-gegen-pickel-und-akne-13372280

 

 

 

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