Vitamin B1, Thiamin

Was Sie über Vitamin B1 wissen sollten

 

Vitamin B1, auch Thiamin genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und eines der acht B-Vitamine. Es ist wichtig für die Funktion des Nervensystems und des Herzmuskels. Thiamin ist auch an der Verdauung und dem Stoffwechsel von Kohlenhydraten beteiligt.

 

Vitamin b1
B-Vitamine sind wichtig für unsere Nerven

 

 

Wirkung und Funktion

 

  • bildet mit Mangan Enzyme, diese spalten Kohlenhydrate in Glucose. Diese wird von den Nervenzellen als Energie benötigt. Pyruvatdehydrogenase-Komplex
  • unterstützt Cholin (=Methylgruppendonator) + Acetylrest “ Acetylcholin = Neurotransmitter
  • besitzt angstlösenden und sedativen Effekt
  • Thiamin fördert Insektenabweisende Wirkung in der Haut
  • fördert Wundheilung
  • fördert Appetit

 


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Besondere Eigenschaften von Vitamin B1

 

  • Zerstörung durch Lagerung, UV-Licht, Sauerstoff, Hitze und Gefrieren. Ebenso durch Thiaminasen, dass im rohen Fisch, Austern und Schalentieren enthalten ist
  • Spinat verliert durch Tiefgefrierung ca. 50% seines Thiamingehaltes
  • Durch Kochen geht der B1- Gehalt bis zu 70% zurück
  • beim Tasten von Brot werden innerhalb 1 Minute bis zu 30% B1 zerstört
  • Tannine aus Wein, Tee, schwarzen Kirschen und roten Rüben oxidieren B1
  • es lassen sich keine Depots im Körper anlegen

 

 

 

Bedarf

 

Die tägliche Zufuhr von Vitamin B 1 liegt nach den Empfehlungen der DGE bei 1,3 mg. Die internationalen Empfehlungen liegen bis zu 250fach höher, z.B. bei Leibovitz mit 100 mg und bei Allen bei bis zu 300 mg pro Tag. Orale Überdosierungen führen zu keinerlei Nebenwirkungen. Werden über die Nahrung weniger als 0,2 mg Thiamin pro 1000 kcal (4,2 MJ) aufgenommen, können bereits nach 4 bis 10 Tagen die ersten Vitamin B1-Mangel­ersch­einungen auftreten. u empfehlen sind 1 -1,5 mg/ 1000 kcal.

 

Supplementierung: 100 – 200 mg /d

 

 

 

Mangel an Vitamin B1

Ein Vitamin-B1-Mangel ist selten, kann aber durch eine unausgewogene Ernährung, eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts oder eine Störung der Nährstoffaufnahme auftreten. Einige Personengruppen sind ebenfalls anfälliger für einen Mangel, zum Beispiel ältere Menschen, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und Alkoholiker. Medikamente können auch die Aufnahme von Vitamin B1 beeinträchtigen.

Die Behandlung eines Vitamin-B1-Mangels besteht in der Einnahme von Vitamin-B1-Supplementen.

 

Ein Mangel kann durch folgende Faktoren entstehen:

  • Nikotin
  • Alkohol (Alkoholismus)
  • Zucker
  • Tee
  • Kaffee
  • Fieber
  • Medikamente
  • Chronische Erkrankungen (besonders im Magen-Darm-Trakt)
  • Alter

 

 

Mangelzeichen von Vitamin B1

  • Stiche in der Zunge aufgrund von Nervenschmerzen
  • Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels
  • Schlafstörungen, Müdigkeit, Vergesslichkeit,
  • Appetitmangel, Apathie, Angstzustände, Nausea
  • Reizbarkeit, Herzbeschwerden (Tachycardie),
  • Muskelzittern, periphere Neuropathien
  • Prickeln und Nadelstiche in den unteren Gliedmaßen (Füße), Ataxien, Muskelatrophie
  • Myelinschicht der Nerven verliert an Viskosität und Konsistenz; dadurch sterben Gehirnzellen ab (Alzheimer Krankheit)
  • Mangel durch Nikotin, Alkohol, Zucker, Tee, Kaffee und Fieber
  • sekundäre Azidose

 

 

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Überdosierung

Bei Dosen über 500 mg kann es zu Hitzegefühl, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Herzklopfen und allergischen Reaktionen kommen.

 

 

 

 

Vitamin B1 in Lebensmitteln

Die meisten Lebensmittel, die Vitamin B1 enthalten, sind Getreideprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte. Viele Lebensmittel wie Getreide und Milch enthalten jedoch nur geringe Mengen an Vitamin B1.

 

 

Vorkommen mg Vit. B 1 /100g Nahrungsmittel:
Nahrungsmittel / Gehalt Nahrungsmittel / Gehalt Nahrungsmittel / Gehalt
Sonnenblumensamen / 2,29 Naturreis / 0,4 Rosenkohl / 0,1
Weizenkeime / 1,7 Haselnüsse / 0,4 Bierhefe
Distelsamen / 1,1 Walnüsse / 0,85 Schweinefleisch / 0,7 – 0,9
Paranüsse / 1,0 Vollkornbrot / 0,35 Rindfleisch / 0,6
Hirse / 0,75 Beeren / 0,16 Spargel / 0,2
Schweineschinken / 0,68 Kartoffeln / 0,1 Spinat / 0,2

 

 

Steffen Gruss
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