Abnehmen und die Psyche
Medizinisch geprüft von Steffen Gruß, staatlich geprüfter Heilpraktiker.
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Zwei Faktoren, die untrennbar miteinander verbunden sind
Millionen von Menschen nehmen sich zum Jahreswechsel vor, mehr Sport zu treiben und abzunehmen. Doch bereits nach wenigen Wochen leeren sich die Fitnessstudios wieder. Unabhängig von diesem Phänomen scheint die Gewichtsreduktion für zahlreiche Personen ein leidiges Thema zu sein, bei dem sie kaum Erfolge erzielen. Woran liegt dieses Phänomen? Und was sagen eigentlich Experten zum Zusammenhang zwischen der Psyche und Übergewicht?
Der Hype ums Abnehmen: fragwürdige Trends

Nahezu jeder hat schon einmal Ernährungstipps gehört. Ob Magerquark, Apfelessig, Keto oder Low Carb, die Liste möglicher Philosophien ist lang. Immer häufiger wird in den sozialen Berichten über ungewöhnliche Trends im Bereich Ernährung berichtet. Die vermeintlichen Wunderdiäten sind zumeist äußerst einseitig ausgelegt und fokussieren sich auf Extreme. Experten kritisieren diese Modeerscheinung, weil sie keine langfristigen Erfolge verspricht. Kurzfristig lassen Radikalkuren die Kilos fallen und wecken Begehrlichkeiten auf mehr. Danach folgt aber meist eine Durststrecke. Nicht selten geben Verbraucher entnervt auf und fallen wieder in ihre alten Gewohnheiten zurück. Zu strenge und einseitige Diäten können dem Körper sogar schaden. Etwa, indem die Patienten dem Körper wichtige Nährstoffe vorenthalten oder ihren Kalorienbedarf nur unzureichend decken. Insofern raten Ernährungswissenschaftler zu einer gut geplanten Umstellung ohne extreme Nahrungsreduktion.
Psychische Erkrankungen und Übergewicht hängen zusammen
Depressionen, Angstzustände, Psychosen: Zahlreiche psychische Erkrankungen hängen unmittelbar mit einer Gewichtszunahme zusammen. Wer unter depressiven Verstimmungen und Frustrationen leidet, greift häufiger zu Süßigkeiten. Zudem können psychische Erkrankungen sich auf das Sättigungsgefühl auswirken und es entsprechend dämpfen. Erstere stehen zudem in Zusammenhang mit körperlichen Leiden wie einer Schilddrüsenüberfunktion, welche den Hormonhaushalt beeinflusst und die Verstoffwechselung der Nahrung beeinträchtigen. Kurzum: Übergewicht ist auf vielfache Weise mit Körper und Geist verknüpft. Aus diesem Grund sollten sich Patienten nicht scheuen, mit ihrem behandelnden Arzt über mögliche Zusammenhänge zu sprechen. Scham ist an dieser Stelle nicht angebracht. Schließlich liegt es nur selten an mangelndem Willen, wenn das Abnehmen scheitert. Unter Umständen finden sich geeignete Therapien, durch die sich das Übergewicht als sekundärer Effekt reduzieren lässt.
Erfolgsaussichten einer mentalen Umstellung bei einer Diät
Ein Sprichwort besagt, dass Veränderungen bereits im Kopf beginnen. Für Diäten trifft dieser Satz bedingt zu. Ohne entsprechenden Leistungswillen und den Wunsch auf positiven Wandel dürften die meisten Ernährungsumstellungen nach wenigen Wochen scheitern. Gleichwohl sollten sich Abnehmwillige nicht allein auf ihre mentale Stärke verlassen. Vielmehr sind Diäten auf ein langfristiges Ziel ausgelegt, das medizinisch und emotional begleitet werden sollte. Strenge und Härte können schnell das Gegenteil bewirken und das Frustrationspotenzial steigern. Daher sollten Betroffene offen mit Rückschlägen umgehen. Idealerweise helfen Freunde und Familie bei dem Vorhaben. In Spanien setzen Gemeinden auf gemeinsame Abnehmziele, treiben zusammen Sport und messen sich an ihren Erfolgen. Das sorgt für positive Anreize und erhöht durch den Spaß in der Gruppe die Motivation. Langfristig ergeben sich so auch neue Freundschaften, was einen zusätzlichen Gewinn an Lebensqualität bedeutet. Menschen mit psychischen Erkrankungen profitieren dadurch auf doppelte Weise. Zum einen hilft der Austausch mit anderen beim Genesungsprozess, zum anderen fällt das Abnehmen mit weiteren Personen leichter.
⚠️ Wichtiger medizinischer Hinweis
Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und Information. Sie basieren auf den Erkenntnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Naturheilkunde und stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar.
Bitte suchen Sie bei anhaltenden Beschwerden immer einen qualifizierten Arzt oder Heilpraktiker auf. Die Anwendung der genannten Hausmittel (wie z. B. Leberwickel oder Kräuter) erfolgt auf eigene Gefahr und sollte bei bestehenden Vorerkrankungen oder Schwangerschaft vorab fachlich abgeklärt werden. Ein eigenmächtiges Absetzen von ärztlich verschriebenen Medikamenten ist unter keinen Umständen empfohlen.

Über den Autor
Als staatlich geprüfter Heilpraktiker mit der Ausbildung zum Rettungsassistent schlage ich seit über 20 Jahren die Brücke zwischen Schulmedizin und traditioneller Naturheilkunde. Meine Stationen an der Universitätsklinik in Beijing (TCM) und dem Klinikum Rechts der Isar sowie Fachbetreuer an der psychosomatischen Klinik St. Lukas prägen meine ganzheitliche Diagnose in eigener Praxis sowie meine Arbeit als Dozent und Geschäftsführer des Instituts für Prävention. Auf diesem Portal teile ich mein Wissen für Ihre nachhaltige Gesundheit.
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