Dehnungsstreifen – Was kann man dagegen tun?7 min Lesezeit

 

 

Schwangerschaft, Zunahme und Co. – Wie entstehen Dehnungsstreifen?

 

Viele Menschen, nicht nur Frauen, tragen die hellen, silbrigen Streifen auf der Haut. Entstanden sind sie durch unterschiedliche Gründe, aber alle auf die gleiche Weise: Die Haut wurde innerhalb kurzer Zeit übermäßig gedehnt, so dass sie sich nicht schnell genug anpassen konnte und in der unteren Hautschicht feine Rissen entstanden sind. Am häufigsten passiert das unter folgenden Einflüssen:

  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft entstehen vor allem während dem letzten Drittel sehr häufig die sogenannten Schwangerschaftsstreifen. Da durch das Baby der Bauchumfang sehr schnell wächst, dehnt sich die Haut vor allem seitlich am Bauch, an den Hüften und um den Bauchnabel. Auch das Brustwachstum findet durch die Milchdrüsen sehr schnell statt, so dass die Streifen bei vielen Frauen ebenfalls an den Brüsten vorkommen.

 

  • Gewichtszunahme oder Wachstum: Wer in kurzer Zeit viel Gewicht zunimmt, leidet vor allem durch die Fetteinlagerungen unter damit verbundenen Dehnungsstreifen. Die Haut passt sich nicht schnell genug dem neuen Körperumfang an und die Streifen entstehen vor allem an Problemzonen wie Bauch, Hüften, Po, Oberschenkeln und Oberarmen.
    Bei Teenagern, die einen besonders starken Wachstumsschub haben, kann es ebenfalls dazu kommen.

 

Dehnungsstreifen
Bildquelle: Pixabay

 

  • Hormonbehandlung: Wenn das hormonelle Gleichgewicht durcheinander gebracht wird, kann in der Unterhaut eventuell nicht mehr das entscheidende Kollagen und Elastin gebildet werden. Das passiert vor allem durch einen erhöhten Kortisolspiegel oder niedriges Nebennierenhormon. Die Elastizität der Haut ist dann verringert und bei bereits geringen Veränderungen im Körperumfang bildet die Unterhaut bereits feine Risse.

 

  • Krankheiten: Diese können auf unterschiedliche Weise zu den Streifen beitragen. Etwa wenn die Einnahme von Kortison nötig wird, oder die Krankheit mit einer gestörten Hormonproduktion einher geht. Auch das Cushing-Syndrom trägt durch die gesteigerte Produktion von Kortison dazu bei.

 

 

 

Hausmittel und Tricks gegen Dehnungsstreifen

Den unschönen Streifen auf der Haut ist man zum Glück nicht ausgeliefert, denn es gibt viele wirksame Anwendungen, die helfen können. Selbst Hausmittel und Lebensgewohnheiten tragen schon ihren Teil dazu bei.

  • Cremes, Öle und Buttern
    Die Hautpflege ist bei gedehnter Haut natürlich besonders wichtig und sollte tägliche Aufmerksamkeit bekommen. Zur Pflege der gerissenen Bereiche eignen sich besonders pflanzliche Öle, die tief in die Haut eindringen. Am besten werden Öle gewählt, die Vitamin E enthalten, welches die Haut bei der Heilung unterstützt und Elastizität fördert. Auch pflanzliche Buttern wie etwa die Kakaobutter helfen der Haut dabei, genährt und widerstandsfähig zu werden. Es sind auch viele Cremes erhältlich, die mit Wirkstoffen wie Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure den Dehnungen entgegen wirken.

 

Dehnungsstreifen
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  • Zinkhaltige Ernährung
    Zink unterstützt die gerissene Unterhaut dabei, zu heilen und belastungsfähiger zu werden. Am besten kann es vom Körper verwertet werden, wenn es ganz natürlich über die Ernährung aufgenommen wird. Aber auch Nahrungsergänzungsmittel können hilfreich sein, sind jedoch niemals ein Ersatz für ausgewogene und gesunde Ernährung, sondern sollten lediglich eine Ergänzung darstellen.

 

  • Wechselduschen
    Auch von außen kann die Haut dazu angeregt werden, elastischer zu werden und Schäden zu reparieren. Am besten funktioniert das mit abwechselnden warmen und kalten Wassergüssen – also unter der Dusche. Der Wasserstrahl sollte nicht zu hart sein, aber dennoch massierende Wirkung haben. Dann wird der betroffene Bereich mehrmals abwechselnd warm und kalt abgespült, endend mit kaltem Wasser.

 

 

Professionelle Behandlungsmöglichkeiten

Wenn die simplen Methoden nicht genug Erfolg bringen, ziehen viele Betroffene früher oder später professionelle Behandlungen in Erwägung. Diese sind kostspieliger und auch nicht alle schmerzfrei, aber wenn die Streifen als zu belastend empfunden werden, sind sie oft die letzte Möglichkeit. Wer sich seit langem unwohl in der eigenen Haut fühlt, investiert vielleicht gerne etwas Geld und beißt die Zähne aufeinander.

  • Lasertherapie
    Bei manchen Dermatologen oder in der plastischen Chirurgie gibt es die Option, den Streifen mit dem Laser entgegen zu wirken. Die Behandlung wird nicht von der Krankenkasse bezahlt, es muss also jeder selbst abwägen, ob sie ihm oder ihr wert ist. Frische Streifen können effektiver behandelt werden als alte, daher sollte die Entscheidung früh fallen. Bei der Behandlung mit den Lichtblitzen soll die Haut angeregt werden, mehr Kollagen und die Zellregeneration wird angeregt, so dass die Dehnungsrisse der Unterhaut besser verheilen können.

 

  • Micro-Needling
    Was sehr schmerzhaft klingt ist nicht so dramatisch, wie der Name es vermuten lässt. sondern nur etwas unangenehm. Micro-Needling kann man sogar mit dem entsprechenden Gerät zu Hause selbst durchführen. Eine Rolle mit extrem feinen Nadeln wird dafür über die betroffenen Stellen gerollt. Auf die feinen Löcher in der Haut reagiert der Körper mit der Ausschüttung von Kollagen, um die mikroskopischen Verletzungen aufzufüllen. Wer sich unsicher ist, kann die Behandlung auch bei einer Kosmetikerin machen lassen.

 

  • Chemisches Peeling
    Auch mit Hilfe der Chemie kann man den unbeliebten Dehnungsrissen zu Leibe rücken. Dabei wird eine Säure (zum Beispiel Trichloressigsäure, Fruchtsäure oder Glykolsäure) auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Diese bewirkt eine Anregung der Haut, sich zu peelen und neue Hautzellen zu produzieren. Das chemische Peeling wirkt nicht wie gewohntes Peeling durch das Abreiben von toten Hautzellen, sondern dringt tiefer in die Hautschichten vor und bewirkt eine Hautstraffung und -erneuerung. Es kann zu Hause mit entsprechenden Produkten selbst gemacht, oder von Dermatologen durchgeführt werden.

 

 

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

Je nach Problematik oder Auslöser lassen sich Dehnungsstreifen niemals komplett vermeiden, denn ihre Entstehung hängt von vielen Faktoren (etwa auch den eigenen genetischen Anlagen) ab. Dennoch lassen sich schlimmere Streifen teilweise vorbeugen, wenn die Entstehungsfaktoren beachtet und entsprechend vorgebeugt wird.

  • Kontrollierte Zunahme
    Ein Wachstumsschub in die Höhe lässt sich nicht verzögern, aber die Zunahme im Körperumfang kann man in den Griff bekommen. Durch gesunde Ernährung und tägliche Bewegung lässt sich auch eine (eventuell sogar gewünschte) Gewichtszunahme langsam aufbauen. Allzu viel Anlagerung als Fettzellen wird damit verhindert und das Gewebe ist nicht so anfällig und weich. Bei gleichzeitigem Aufbau von Muskelmasse durch regelmäßigen Sport verteilt sich die Gewichtszunahme besser. Gezielte Übungen für persönliche Problembereiche können verhindern, dass genau dort noch mehr Fett angesetzt wird und das Gewebe dadurch früher oder später Risse entwickelt.

 

  • Gewebestützende Wäsche
    In manchen Lebenslagen lässt sich eine schnelle Zunahme im Umfang nicht vermeiden. Dazu zählt zum Beispiel die Schwangerschaft oder die Einnahme von nötigen Medikamenten, welche Wassereinlagerungen begünstigen. Sobald deutlich wird, dass ein Körperbereich von der schnellen Zunahme überfordert ist, kann man hier mit entsprechender Wäsche nachhelfen. Es gibt formende und stützende BHs, Hose, Strumpfhosen oder Bauchgurte. Das elastische Material hat leicht kompressive Wirkung, so dass überlastetes Gewebe gehalten und geformt wird.

 

  • Massagen
    Mit regelmäßiger Zuwendung und Pflege kann vor allem bei voraussehbarer Belastung der Haut gut vorgebeugt werden. Auch wenn sich die Streifen vielleicht nicht ganz vermeiden lassen, können Massagen sie zumindest reduzieren bzw. gering halten. Wichtig ist dafür ein unterstützendes Massageöl, welches in die tiefen Hautschichten vordringen kann. Haut und direkt darunter liegendes Gewebe wird damit in verschiedene Richtungen und mit abwechselnden Kreis- und Streichbewegungen massiert. Auch Zupfmassagen helfen der Haut bei der Steigerung von Elastizität und Belastbarkeit.
    er sich nicht gerne einölt, kann mit einer Körperbürste auch eine einfache Trockenbürsten-Massage anwenden. Dafür alle betroffenen oder gefährdeten Körperbereiche zur Körpermitte hin mit kräftigen Bürstenstrichen bei der Durchblutung unterstützen.

 

 

 

 

Revamin Stretch Mark ist eine innovative Creme, die hilft, das Erscheinungsbild von Dehnungsstreifen zu reduzieren. Das Kosmetikum enthält Extrakte, Vitamine und Öle, die den Zustand der Haut an Bauch, Oberschenkeln, Gesäß und Armen verbessern.

>>> Bezugsquelle(*)
Steffen Gruss
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