Gesunde Füße – Auf die Schuhe kommt es an

Füße brauchen den richtigen Schuh

 

 

Unsere Füße – Wir stehen durchschnittlich 16 Stunden am Tag auf Ihnen und Sie bringen uns ein Leben lang an von A nach B und sind so ein wichtiger Faktor für Mobilität und auch unsere  Lebensqualität.

Doch leider ist dieses Vielen nicht bewusst.  Gerade wenn man neuesten Studien glauben darf, haben in den westlichen Industrieländern nur  ca. 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen, anatomisch betrachtet, gesunde Füße. Wenn man bedenkt, dass nahezu jeder Mensch mit gesunden Füßen geboren wird, ist das nicht gerade viel. Allein diese Studienergebnisse sollten uns dazu bringen, sich mehr Zeit den Füßen zu widmen.

 

 

 

Jugendliche leiden besonders häufig unter Fußproblemen

 

Gerade unter den Jugendlichen nimmt das Thema Fußprobleme immer weiter zu. Laut der Ärzte-Zeitung (Ausgabe Februar 2005) klagen ca. 15 % der Vierzehnjährigen über Fußbeschwerden (3% hatten Dauerschmerzen, 11% ständige Belastungsschmerzen und 86% gelegentliche Beschwerden bei Belastung).

Dabei ist es interessant, dass weder Sport noch Übergewicht eine gravierende Auswirkung bezüglich vorliegender Fußbeschwerden oder –deformitäten zeigte. Mit Ausnahme eines Hallux valgus, welcher besonders bei jungen Mädchen vorkommt, zeigte sich hinsichtlich des Geschlechtes keine Unterschiede.

 

 

Ursache Für häufige Fußprobleme

 

Doch was ist dann daran schuld, wenn unsere Füße immer mehr schmerzen?

Eine Überbelastung unserer Füße kann das komplizierte Zusammenspiel aus Knochen, Knöchelchen, Sehnen und Muskeln, welches unseren Fuß mit seinen Gewölben bildet, dauerhaft stören. Die Folge daraus ist, dass sich die Bänder  lockerer werden, unsere  Muskeln können sich verkümmern und Gelenkflächen sowie auch Knorpelstrukturen verschleißen schneller. Äußerlich wird das manchmal sichtbar, indem der Fuß flacher und breiter wird, Zehen eine neue Stellung einnehmen und einzelne Gelenke stärker hervortreten.

 

Häufige Gründe für Fußprobleme:

 

  • einseitige Belastungen über längere Zeit
  • Untrainiertheit (wir gehen weniger zu Fuß als früher)
  • falsches Schuhwerk

 

 

 

Unser Gangbild

 

Jeder Mensch hat sein eigenes Gangmuster, bei der die Abrollbewegung eine wichtige Rolle spielt. Das besondere an der Abrollbewegung ist, dass sie sich durch Schuhwerk, Untergrund und Training beeinflussen lässt.

Als Referenz für eine natürliche und funktionelle Abrollbewegung benutzt man hierfür die Barfußbewegung. Denn was viele nicht bedenken – Wir brauchen keine Schuhe zum Gehen. Schuhe sind eigentlich nur dafür da, um unsere Füße gegen mechanische, thermische und chemische Einflüsse zu schützen.

 

Der richtige Schuh

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Schuhe unseren natürlichen Bewegungsablauf beim Gehen nicht zu stark beeinflussen.

 

Für den Schuhbau ist insbesondere die so genannte Standphase entscheidend, damit ist der Moment gemeint, wenn der Fuß Bodenkontakt hat. Die Standphase wird wiederum in drei aufeinander folgende Phasen gegliedert:

 

  1. Landephase: In der Landephase wird der Boden (mit dem Absatz des Schuhs) berührt. Dabei soll der Auftritt durch ein abfangen und abfedern der Stoßbelastung gedämpft werden. Hier spielt besonders die Absatzkonstruktion, die verbauten Absatzmaterialien und dämpfende Sohlenschichten eine wichtige Rolle.
  2. Stützphase: Während dieser Phase rollt der Fuß ab. Die Bewegung verläuft von der Ferse über den Mittelfuß bis zur Großzehe und das Sprunggelenk knickt gleichzeitig etwas ein. Dies führt zu einer Absorption und Reduktion der beim Auftritt wirkenden Reaktionskräfte. Außerdem kann der Fuß sich so Bodenunebenheiten anpassen und anlagebedingte Achsenfehlstellungen von Fuß und Unterschenkel kompensieren. Während der Stützphase, sollte das Fersenbein abgestützt werden und der Fuß optimal in der Abrollrichtung geführt werden. Hier kommt besonders der Schaft wie auch das Fußbett zum Einsatz.
  3. Abstoßphase: Entscheidend für eine optimale Abstoßphase  ist eine flexible Sohlenkonstruktion bei gleichzeitiger stabiler Führung des Vorderfußes durch den Schaft und die Sohle. Damit die Abstoßbewegung über die Großzehe funktioniert, ist eine leichte Vorderfußpolsterung sinnvoll.

 

 

Unser Fußbett

 

Unser Fußbett unterstützt das natürliche Laufen, Gehen und Stehen und bietet dem Fuß außerdem Halt, Führung und Unterstützung. Dabei hat es eine stoßdämpfende Wirkung und  stärkt die Fußmuskulatur.

 

 

 

Füße mögen es trocken und luftig

 

Je nach Aktivität und Veranlagung können wir an den Füßen stark (bis 200 ml / Tag) schwitzen. Damit die Feuchtigkeit gut entweichen kann, sollte man beim Schuhkauf besonders auf atmungsaktive Materialien achten.

 

Leder

Leder zeichnet sich durch seine Atmungsaktivität aus und leitet die Feuchtigkeit effektiv nach außen, während der Fußschweiß in Kunststoffschuhen nur schlecht entweichen kann. Dadurch ist es möglich, unangenehme Schweißfüße oder den einen oder anderen Fußpilz zuvermeiden.

 

Bambusfasern

Eine weiteres Material, welches sich in der letzten Zeit immer mehr durchsetzt hat, sind umweltfreundlichen Bambusfasern (z.B. Ara Schuhe).  Die Mikrostruktur der Fasern sorgt für eine besonders gute Feuchtigkeitsabsorption und hochgradige Atmungsaktivität. Im direkten Vergleich zu Baumwolle nimmt Bambus deutlich mehr Feuchtigkeit auf und trocknet schneller – Wichtig für ein  angenehmeres Fußklima.

 

 

Barfußlaufen

 

 

Aber auch ganz ohne Schuhe mögen es die Füße ab und zu gern und hat so manchen Vorteil. Barfußlaufen  kräftigt Muskulatur, Sehnen, Bänder und Gelenke und trainiert das natürliche Abrollverhalten des Fußes. Allerdings sollte man bei zu kaltem oder nassem Untergrund sollte man lieber nicht auf Schuhe verzichten.

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