Anti-Aging –  Die Suche nach der ewigen Jugend

 

Der Begriff Anti-Aging bedeutet so viel wie Alterhemmung. Darunter fallen alle Maßnahmen, die das gleiche Ziel verfolgen – das biologische Alter des Menschen hinauszuzögern. Dabei kann es sich um  eine bessere Lebensqualität, körperliche und geistige Fitness oder ein makelloses jüngeres Aussehen handeln.

Allerdings muss man sagen, dass der Begriff Anti-Aging, in erster Linie in der Medizin, von Ernährungswissenschaftlern, der Nahrungsergänzungsmittelindustrie oder von Kosmetikherstellern als Marketingbegriff verwendet wird.



 

Anti-Aging in der Forschung

Wissenschaftler der Biogerontologie sind überzeugt, dass der Prozess des körperlichen Alterns durch viele verschiedene Faktoren bedingt ist und nur wenige davon lassen sich auch wirklich beeinflussen:

Einige dieser Faktoren wären:

  • Lebensstil und Umwelteinflüsse (Rauchen, Schlafmangel, Stress, Übergewicht, Alkohol)
  • genetische Ursachen : ca. 60% unseres Alterungsprozesses ist von den Genen vorgegeben
  • biologisches Altern: hier spielen die sogenannten freien Radikale eine wichtige Rolle, welche als Abfallprodukt unseres Stoffwechsels entstehen. Hier kann man bei Anti-Aging höchstwahrscheinlich am besten eingreifen, indem man als Profilaxe Antioxidantien einnimmt.
  • Hormonelles Altern: Je älter man wird umso schlechter ist die Produktion unterschiedlicher Hormone – eine der Hauptursachen des Alterungsprozesses

 

Die Altersforscher gehen momentan davon aus, dass der Mensch maximal 120 Jahren alt werden kann. Interessant sind auch die Studienergebnisse, wo die ältesten Menschen auf der Welt leben.

Einer der Spitzenreiter ist die  japanische Insel Okinawa, auf der überdurchschnittlich viele Menschen 100 Jahre alt sind. Okinawa gehört dabei zu den  ärmsten Teilen Japans und die  Menschen dort  leben vor allem vom Fischfang. Also muss Reichtum und Technik nicht unbedingt eine Grundvoraussetzung für ein langes und gutes Leben sein.

Aber auch im Mittelmeerraum, besonders Sardinien, findet man viele Alte. Forscher sehen den Grund dafür im milden Klima, der Ernährung (mediterrane Kost, viel Fisch) und vor allem der niedrigsten Rate an Zivilisationskrankheiten in ganz Europa.

Anti-Aging – Therapien und Maßnahmen

Grundlegend empfehlen die meisten Wissenschaftler folgende Anti-Aging-Maßnahmen:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Einsatz von Vitalstoffen (Vitaminen, Mineralstoffe, Enzyme, usw.)
  • Vermeidung von Übergewicht und gemäßigtes „Hungern“
  • Regelmäßige Bewegung
  • Verzicht auf das Rauchen
  • Verzicht auf ausgiebige Sonnenbäder und Besuche in Solarien
  • Vermeidung von negativem Stress

Weitere Maßnahmen:

  • Thymustherapie : Interessant für das Immunsystem
  • Melatonin: reguliert den menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus und sollen den Alterungsprozess hemmen (allerdings fehlen Langzeitstudien um das zu bestätigen)
  • Dehydroepiandrosteron (DHEA): steuert die Produktion von Geschlechtshormonen; dadurch sollen Muskeln besser wachsen, das Gedächtnis besser und die Haut straffer werden.

 

Die Hormongabe im Alter ist sehr umstritten, da sie im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Besonders gilt das für das Wachstumshormon Somatotropin (HGH, Human Growth Hormone). Allerdings gibt es hier leider auch noch keine richtigen Langzeitstudien (hauptsächlich Versuche an Mäusen) um den Sinn oder Unsinn einer hormonellen Therapie zu belegen.

 

Ernährung ist das wichtigste Anti-Aging-Mittel

Um die freien Radikale im Körper unschädlich zu machen, werden die unterschiedlichsten Nahrungsergänzungsmittel oder Vitalstoffe angeboten. Hier eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Anti-Aging-Stoffe :