Kokosblütenzucker – Eine Alternative zu Industriezucker?

Raus aus der Zuckerfalle

 

Weißer Zucker ist mittlerweile als Hauptzutat für süßes Gebäck und Süßigkeiten nicht mehr wegzudenken und dadurch in so ziemlich jedem Nahrungsmittel zu finden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir über den Tag verteilt, mehr Zucker aufnehmen als wir eigentlich sollten.

Laut einer Studie konsumiert der Durchschnittsbürger mehr als 31 Kilo Zucker pro Jahr! Und das hat seine Folgen. Denn ein Zuviel an dem weißen Süß ist nicht selten die Grundlage für Übergewicht, Karies, koronare Herzerkrankungen und Diabetes Typ II.

 

Da ist es nicht verwunderlich, dass man auf der Suche nach einer gesunden Alternative ist. Ein Ersatzprodukt, welches oft erwähnt wird, ist der Kokosblütenzucker (auch Palmzucker genannt). Aber stimmt das auch? Ist Kokosblütenzucker eine gesündere Alternative zum Industriezucker?

 

Kokosblütenzucker

 

 

Was ist eigentlich Kokosblütenzucker?

 

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt. Wird die Blütenknospe der Kokospalme angeschnitten, so tritt dort der begehrte Saft aus.

Dieser Nektar wird in einem Behälter aufgefangen und entweder aufgekocht oder mit einem sogenannten Vakuum-Dampfkocher bearbeitet. Wodurch dann  die Kokosblütenzuckerkristalle entstehen. Auf diese  Art ist es möglich, über 70 Jahre lang, Nektar aus einer  Kokospalme zu ernten.

 

 

Kokosblütenzucker

 

 

 

Kokosblütenzucker – Niedriger glykämischer Index

 

 

Der Begriff des glykämischen Index (kurz GI) wurde in den 1980er Jahren im Rahmen der Diabetes-Forschung eingeführt und stellt eine Maßeinheit zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel dar. Die blutzuckersteigernde Wirkung von Traubenzucker diente damals, mit einem Wert von 100 als Referenzwert. Das bedeutet, je höher der Wert ist desto mehr Zucker ist im Blut.

Dauerhafte oder zu hohe Blutzuckerwerte, die durch hoch-glykämische Lebensmittel hervorgerufen wurden, haben eine stimulierende Wirkung auf die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse und fördern so die Insulinausschüttung.  Das Insulin wird benötigt, um die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu transportieren, damit diese neue Energie erzeugen können.

Kokosblütenzucker ist vor allem wegen seinem sehr geringen glykämischen Wert bekannt geworden.

Kokosblütenzucker fördert im Vergleich zu hoch-glykämischen Süßungsmitteln eine langsamere Energieausschüttung. Die Folge ist eine längere Sättigung ohne allzu hohe Blutzuckerschwankungen. Daher ist Kokosblütenzucker auch für Diabetiker geeignet.

 

 

 

Was ist sonst noch im Kokosblütenzucker?

 

Anders als weißer Haushaltszucker enthält Kokosblütenzucker zahlreiche Mikronährstoffe. Hier sind besonders sein hoher Gehalt an Kalium, Eisen und Zink  zu nennen.

Allerdings ist Kokosblütenzucker sehr kalorienreich. 100 Gramm der Zuckeralternative haben satte 380 kcal. Das ist nicht gerade wenig und fast identisch mit herkömmlichem Haushaltszucker (400 kcal/100 Gramm)

 

 

Fazit

 

Obwohl Kokosblütenzucker in den Medien als gesunde Alternative angeboten wird, ist das so nicht ganz richtig. Sowohl der Kokosblütenzucker, wie auch der normale weiße Zucker bestehen zu einem Großteil aus Saccharose. Auch die Menge an Nährstoffen in dem Kokosblütenzucker, ist nicht so nennenswert, dass es sich hier um eine richtige Alternative handelt. Hier haben Obst und Gemüse bei weit mehr Vitamine und Mineralstoffe und machen auch nicht so schnell dick.

Für Diabetiker stellt der Kokosblütenzucker allerdings eine mögliche Alternative zu anderen Süßmitteln dar.

Wer vernünftig süßen will, der sollte Vollrohrohrzucker in maßen oder Honig nehmen.

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