Erektionsstörung – Tabuthema unserer Zeit

Wenn die Lust zum Frust wird

 

Erektionsstörungen oder erektile Dysfunktion sind gerade in der Männerwelt ein Tabuthema, über das man nicht gerne spricht. Dabei ist eine Erektion ein äußerst komplexer Vorgang, bei dem Nerven, Blutgefäße, Hormone und die Psyche aufeinander abgestimmt sein müssen. Aus diesem Grund sind erektile Dysfunktionen keine Alters- Problematik, sondern können jedes Lebensalter betreffen. In den meisten Fällen kommt es bei  jüngeren Männern durch psychische und  mit zunehmendem Alter eher durch körperliche Ursachen zu der Problematik.

 

 

 

Was sind die häufigsten erektilen Dysfunktionen?

Eine erektile Dysfunktion kann sich bei jedem unterschiedlich äußern. Hier die häufigsten Beispiele.

 

Vorzeitiger Samenerguss

Laut einer amerikanischen Studie ist die häufigste sexuelle Dysfunktion der vorzeitige Samenerguss, auch Ejakulatio praecox genannt. Bei der Studie kam heraus, dass  26 bis 32 Prozent der Befragten (zwischen 18 und 59 Jahren) betroffen waren.

Erektionsstörung

An Platz zwei befindet sich die klassische Erektionsprobleme. Die Wahrscheinlichkeit darunter zu leiden, steigt mit zunehmendem Alter.

Angst bezüglich der sexuellen Performance

Eine weitere Ursache liegt in der Angst, den Wünschen des Partners nicht nachkommen zu können. Im Durchschnitt klagten darüber 14 bis 19 Prozent aller befragten Männer. Das Alter spielte bei diesem Problem keine wesentliche Rolle.

Kein Orgasmus/keine Ejakulation

Vom Unvermögen, zu einem Orgasmus zu kommen und zu ejakulieren, waren in der Studie sechs bis neun Prozent aller Männer betroffen. Mit zunehmender Alterungsstruktur nahm dies zu.

Kein Lustgewinn

Ebenfalls sechs bis neun Prozent der  Männer gaben an, dass die sexuelle Aktivität keinen Lustgewinn bei ihnen auslöst.

Sexuelle Lustlosigkeit

An grundsätzlicher sexueller Lustlosigkeit leiden ca. drei bis 17 Prozent der Männer und hat nix mit dem Alter zu tun.

 

Körperliche Ursachen

 

Eine erektile Dysfunktion tritt nur sehr selten im Alleingang auf. Häufig besteht eine Kombination mit einer Allgemeinerkrankungen, Fehlbildungen, Veränderungen oder nach Operationen im Genitalbereich auf. Aber auch psychische Gründe sind immer öfters die Ursache für Erektionsstörungen.

 

Häufige körperliche Ursachen sind:

  • Herz- und Gefäßerkrankungen, z.B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Gefäßmissbildungen im Genitalbereich
  • Stoffwechsel- und Organerkrankungen, z.B. Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Schilddrüsenerkrankungen, Lebererkrankungen
  • Erkrankungen von Nerven und Gehirn, z.B. multiple Sklerose, Schlaganfall, Bandscheibenvorfall, Querschnittslähmungen, Morbus Parkinson
  • Erkrankungen im Genitalbereich, z.B. Vorhautverengung, Missbildungen des Penis, Tumorerkrankungen, Entzündungen von Prostata, Hoden oder Nebenhoden
  • Operationen im Genitalbereich, Becken oder Bauchraum.

 

 

 

Häufige psychische Ursachen sind:

  • Stress im beruflichen oder privaten Umfeld
  • Konflikte in der Partnerschaft
  • Leistungsdruck und Versagensängste
  • Angsterkrankungen
  • Depressionen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Traumatische sexuelle Erfahrungen.

 

 

Schulmedizinische Therapie – Viagra und Co.

 

Das wohl bekannteste Medikament bei erektiler Dysfunktion ist Viagra. Basierend auf dem Wirkstoff Sildenafil, war die kleine blaue Pille für viele Leidtragende die Rettung. Seit Ablauf des Patentschutzes 2013, haben andere Pharmaunternehmen sogenannte Viagra Generika auf den Markt gebracht, welche denselben Wirkstoff wie das Originalmedikament Viagra von Pfizer enthalten.

 

Prävention von Erektionsstörungen

 

Gerade bei der Prävention kann man einiges machen, um einer erektilen Dysfunktion entgegenzuwirken. Da in vielen Fällen, eine verminderte Durchblutung und somit auch ein Sauerstoffmangel im Gewebe, die Ursache der Problematik ist, wäre körperliches Training der erste Schritt in die richtige Richtung.

 

 

 

Mehr Informationen zu dem Thema können Sie hier finden

 

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