Laut  dem Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ des Bundesarbeitsministeriums hat sich die Anzahl der Fehl- bzw. Ausfalltage durch psychische Erkrankungen innerhalb der letzten zehn Jahre mehr als verdoppelt. 

Während 2007 „noch“ 48 Millionen Fehltage durch psychische Erkrankungen registriert wurden, waren es 2017 bereits 107 Millionen. Damit liegen psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen hinter Muskel- und Skelett-Schädigungen bereits an zweiter Stelle und führten 2017 zu Produktionsausfällen im Wert von rund 12,2 Milliarden Euro.

Warum nehmen psychische Belastungen derart zu?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schreibt diesbezüglich im „DGB-Index Gute Arbeit 2018“: „52 Prozent der deutschen Beschäftigten fühlten sich bei der Arbeit oft gehetzt und einem zu großem Zeitdruck ausgesetzt“. 

Erstaunlicherweise haben gerade durch den digitalen Wandel psychische Belastungen erheblich zugenommen. Hinzu kommen extremer Leistungsdruck, hohe Lebenshaltungskosten, die den Kampf um die besseren Futtertröge zu einem verbissenen Überlebenskampf jeder gegen jeden werden lassen und Mobbing. Existenzängste, Überarbeitung, Schlafentzug, Depressionen, Fresssucht, Drogenkonsum, Medikamentenmissbrauch und Burnout sind die Folge.

Vor allem sind Beschäftigte in Call-Centern, in der Alten- und Krankenpflege sowie in der Kinderbetreuung betroffen. 

Es ist zwar begrüßenswert, dass immer mehr Unternehmen die Notwendigkeit zum Handeln erkannt haben und arbeitsentlastende Programme aufstellen, doch sind die Maßnahmen bei weitem nicht ausreichend. Oft handelt es sich nur um symptomatische Kosmetik, weniger um eine sachgerechte Ursachenbekämpfung.

Was wir dringend benötigen, ist eine einheitliche Präventionsberatung, fußend auf objektiven und wirtschaftlich unabhängigen Studien sowie ein Umdenken in unserer Gesellschaft, die sich durch Statussymbole definiert, hin zu einem respektvollen Miteinander.

Wie Sie Ihr Stressmanagement optimieren können, beschreiben wir ausführlich in unseren beiden Büchern „Gesundheit ist kein Zufall“ und „Das Zwölfmaleins der Gesundheitsprävention“, deren 2. Auflage demnächst als E-Book erscheinen wird.

Sie können uns allerdings auch für ein Workshop oder zu individuellen Einzelberatungen buchen.

Ausfallzeiten durch psychische Erkrankungen
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