Tumorbildung durch Mobilfunk mit 5G-Technik

Netzausbau mit 5G-Mobilfunktechnik

 

5G 

 

Was ist 5G-Technik?

 

5G ist die neue, die 5. Generation im Mobilfunk, die bis zu 1000-mal mehr Datenvolumen übertragen kann als bisherige Techniken. Für diesen neuen Kommunikationsstandard der Zukunft, der in Deutschland ab 2020 verfügbar sein soll, werden zusätzliche Frequenzbänder benötigt, die von der Bundesnetzagentur noch im Frühjahr 2019 versteigert werden. 

Der Hauptunterschied von 5G zu den Vorgängernetzen LTE (4G) und UMTS (3G) ist neben der hohen Bandbreite, dass es mit sehr hohen Frequenzen operiert, wodurch die Reichweite deutlich geringer ausfällt als bei den bisherigen Antennen. Es müssen demnach Sendemasten in kürzeren Distanzen aufgestellt werden, was eine Zunahme um zigtausend neue Sendeanlagen bedeutet.

5G macht Datenraten bis zu 10 Gigabit pro Sekunde möglich, wodurch Anwendungen im Bereich der virtuellen oder erweiterten Realität (Virtual Reality und Augmented Reality) oder des autonomen Fahrens darstellbar sind. 

 

 

Wozu ein 5G-Netz?

 

Der Ausbau von 5G sei entscheidend für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Nur, so frage ich mich, weiß man das doch schon seit Jahrzehnten. Und was geschah? Nichts!! Die jetzige Bundeskanzlerin Frau Merkel redete 2003, dann 2007, später 2014 und bis heute immer wieder davon, der Breitbandausbau müsse flächendeckend durchgeführt werden. Doch es geschah nichts, sodass Deutschland weltweit nahezu zum Schlusslicht wurde, was ein schnelles Internet angeht.

Und dabei hatte die sozialliberale Koalition unter Bundeskanzler Helmut Schmidt bereits Anfang der 1980er Jahre beschlossen, alle alten Telefonleitungen durch schnellere Glasfaser zu ersetzen. Das geht aus bisher unveröffentlichten Dokumenten einer Kabinettssitzung vom 8. April 1981 hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Doch dann kam eine neue Regierung an die Macht, die die Kupferleitungen bevorzugte.

 

 

Strahlung von Funknetzen

 

Glasfaser strahlt nicht und weist keine elektromagnetische Spannung auf, was ideal ist. Da der Netzausbau mit Glasfaser aber nur schleppend vorangeht und die Datenmengen immer größer werden, möchte man nun durch das Setzen neuer 5G Masten, Daten noch schneller durch den Äther jagen. Dass damit die Strahlung und der Elektrosmog erhöht werden, interessiert die Wirtschaftsunternehmen herzlich wenig. 

Wie schädlich sind dagegen die Strahlen eines 5G-Netzes? Langzeitstudien gibt es ja keine, denn um Spätfolgen zuordnen zu können, müssten die Untersuchungen mindestens über drei Generationen laufen, damit eventuelle Genschädigungen erkannt würden.

Immerhin deutet eine wachsende Zahl von Studien darauf hin, dass die für den Mobilfunk genutzte elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung die menschliche Gesundheit schädigen kann. Es ist eben nicht nur die Gewebserwärmung, von der die Wirtschaft immer spricht, und die erst ab einer Strahlungsenergie von mehr als zwei Watt pro Kilogramm Körpergewicht erreicht wird.

 

Gesundheitsgefahren 

 

Hochfrequenzstrahlen erzeugen nachweislich weitere, sogenannte nicht thermische Effekte in lebenden Zellen, selbst bei niedriger Dosierung. Schließlich beruhen biochemische Prozesse stets auf elektromagnetischen Vorgängen, sei es im Stoffwechsel oder bei der Übertragung von Nervenimpulsen. Zu den Auswirkungen gehören ein erhöhtes Krebsrisiko, Zellstress, eine Zunahme schädlicher freier Radikale, Genschäden, strukturelle und funktionelle Veränderungen im Fortpflanzungssystem, Lern- und Gedächtnisdefizite, neurologische Störungen sowie negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden bei Menschen. Da auch Bakterien über elektromagnetische Felder kommunizieren, könnte es im Ökosystem Mensch zu erheblichen Veränderungen kommen. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27087527 

 

Deshalb warnten mehr als 230 Ärzte und Naturwissenschaftler aus über 40 Ländern im September 2018 davor, dass mit der neuen 5G-Technik ernste, irreversible Konsequenzen für den Menschen einhergehen könnten.

 

Ähnlich äußern sich 29 Professoren und medizinische Forscher aus elf Ländern, die sich einer „Bioinitiative“ angeschlossen haben: „Die biologischen Effekte der Mobilfunkstrahlung verhindern, dass der Körper geschädigte DNA heilt und führen zu einer geringeren Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten“, wobei sie sich auf über 1000 wissenschaftliche Veröffentlichungen berufen. 

 

Eine Auswertung von 2266 Studien durch eine australische Forschergruppe ergab, dass 68 Prozent davon „signifikante biologische oder gesundheitliche Auswirkungen im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber anthropogenen elektromagnetischen Feldern“belegen.

 

Bereits 2015 machte der Biologe Alexander Lerchl von der Jacobs-Universität Bremen die Entdeckung, dass bei Mäusen Tumore, die durch ein Gift erzeugt worden waren, unter gewöhnlicher Mobilfunkstrahlung weitaus schneller wuchsen und sich im Körper verbreiteten als bei den Tieren ohne Bestrahlung. 

 

In der internationalen „Wissenschaftliche Erklärung zu EHS (Electromagnetic Hypersensitivity) und multipler Chemikaliensensibilität (MCS)“ aus dem Jahr 2015 steht: „Angesichts unserer aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnis unterstreichen wir, dass alle nationalen und internationalen Gremien und Organisationen … EHS und MCS als tatsächliche Erkrankungen im medizinischen Sinn anerkennen müssen.

 

Die EUROPEAM EMF Leitlinie 2016 besagt, dass „es starke Hinweise gibt, dass eine langfristige Exposition gegenüber bestimmten EMFs ein Risikofaktor bei Krankheiten, wie bestimmten Krebsarten, Alzheimer sowie männlicher Unfruchtbarkeit ist. … Häufige Symptome von EHS sind unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Depression, fehlende Energie, Erschöpfung und grippeartige Symptome“.

 

Noch schwerer wiegt eine im November 2018 veröffentlichte Studie, an der Forscher im Auftrag des US-Gesundheitsministeriums mehr als zehn Jahre lang gearbeitet haben. Dafür setzten die Wissenschaftler des „National Toxicology Program“rund 7000 Ratten und Mäuse lebenslang für neun Stunden am Tag der Mobilfunkstrahlung aus. Als Ergebnis fanden sich nicht nur Schäden in den DNA-Strängen der Hirnzellen, sondern die bestrahlten männlichen Ratten entwickelten zudem signifikant mehr bösartige Tumore an den Nervenzellen des Herzmuskels als ihre nicht bestrahlten Artgenossen. Auch die Zahl der Hirntumore lag um drei Prozent höher als in der Kontrollgruppe.

https://ntp.niehs.nih.gov/ntp/about_ntp/trpanel/2018/march/peerreview20180328_508.pdf 

 

Die Bundesnetzagentur will trotz dieser Ergebnisse und trotz der Resolution 1815 (Europarat, 2011), die besagt: „Alle zumutbaren Maßnahmen (sind zu) ergreifen, um die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu verringern, insbesondere gegenüber hochfrequenten Wellen von Mobiltelefonen und insbesondere die Exposition von Kindern und jungen Menschen, bei denen das Risiko von Gehirntumoren am größten zu sein scheint“, das 5G-Netz ausbauen.

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1220 

 

Selbst Wissenschaftler der Universität Jerusalem, die moderner Technik eher zugewandt sind, sprechen sich vehement gegen die neue Funktechnologie aus. Als besonders gefährdet sehen sie: Säuglinge, Schwangere, Senioren, Menschen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind und Individuen, die hypersensitiv auf diese Strahlung reagieren.

Ich halte das Ansinnen der Bundesnetzagentur zum Ausbau eines 5G-Netzes für fahrlässig angesichts dieser Fakten.

Bedenken wir, alles ist Schwingung. Und Funksignale beeinflussen andere elektromagnetischen Schwingungen. Wird erst einmal ein Funknetz dieser Art flächendeckend ausgebaut, gibt es keine Rückzugsmöglichkeiten mehr und jeder ist, ob er will oder nicht, dieser Strahlendichte ausgeliefert, inklusive der Tier-und Pflanzenwelt.

 

Andreas Manuel GRUSS

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