Vitamin K2

 

Vitamin K2 ist im Moment in aller Munde und wird in vielen Nahrungsergänzungen mit angeboten. Doch was ist dieses Vitamin überhaupt und welche Bedeutung hat es für unseren Körper?

 

Die Bedeutung und Funktion von Vitamin K

 

Vitamin K unfasst mehrere Stoffe, die sich chemisch ähneln.

Es existieren drei Formen des Vitamins, von denen allerdings lediglich K1 und K2 für den menschlichen Stoffwechsel von  praktischer Bedeutung sind:

  • Vitamin K1 (Phyllochinon) befindet sich in pflanzlichen Quellen
  • Vitamin K2 (Menachinon) befindet sich in tierischen Quellen
  • Vitamin K3 (Menadion) ist ein synthetisches Produkt

Vitamin K2

 

 

Funktion Vitamin K1:

  • aktiviert den Gerinnungsfaktor Prothrombin in der Leber

 

Funktionen Vitamin K2:

  • aktiviert den Gerinnungsfaktor Prothrombin in der Leber
  • aktiviert Osteocalzin, (reguliert Mineralisierung von Knochen und Zähnen)
  • aktiviert das Matrix-GLA-Protein (MGP) – bindet freies Calcium und verhindert so die Verkalkung von Gefäßen und Organen
  • aktiviert Gas6 (reguliert Zellteilung, Zelldifferenzierung, Zellmigration  und ist an wichtigen Reperaturprozessen beteiligt)

 

 

Gerade die Bedeutung des Vitamin K als Baustein der Knochensubstanz ist erst seit kurzem bekannt. Vitamin K unterstützt dabei die Regulierung, Transport und die Verteilung von Calcium im Körper (besonders in den Knochen).

Gerade für Patienten, welche unter Osteoporose leiden, ist Calcium für deren Knochen von besonders großer Wichtigkeit. Allerdings gab es immer ein Problem – denn befand sich zuviel Calcium im Körper, konnte es sich genauso schnell an den Blutgefäßen ablagern und so eine Arteriosklerose begünstigen. Vitamin K2 kann dabei helfen, diese Problematik zu verhindern.

 

 

 

 

Vitamin K und D – Erfolgreiches Duo gegen Herzerkrankungen

Die Wirkung von Vitamin K bei Herzerkrankungen hängt eng mit Vitamin D zusammen. Beide Nährstoffe in Kombination helfen bei der Produktion eines Proteins (Matrix GLA-Protein), welches wichtig für den Schutz der Blutgefässe ist. Daher ist es sinnvoll, beide Stoffe durch die Nahrung, mit der Hilfe von Sonnenlicht oder durch Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.

 

 

Wichtig!

Vitamin K2 kann die Effekte von Vitamin-K-Antagonisten aufheben

 

 

 

Unterschied zwischen Vitamin K1 und K2

 

 

Vitamin K1 (Phyllochinon)

Vitamin K1 kommt hauptsächlich in Obst, Gemüse und in Grünpflanzen vor. Pflanzen stellen Phylloquinon oder K1 durch ihre Photosynthese her.

 

Natürliche Vorkommen:

Grünkohl, Brokkoli, Spinat, Mangold, Feldsalat, Portulak, Schnittlauch, Petersilie, Brennnessel, Löwenzahn, Blumenkohl

 

 

 

Vitamin K2 (Menachinon)

Vitamin K2 ist ein fettlösliches Vitamin und befindet sich in tierischen Produkten, wie Fleisch, Eier, Milch und Butter. Menachinon oder K2 wird in unserem Körper teilweise durch die Bakterien der Darmflora (besonders die Mikroorganismen der Spezies E. coli, Bacteroides und Bazillus) gebildet.

Eine weitere Quelle für Vitamin K2 sind fermentierte  Lebensmittel (z.B. gereifter Käse, Sauerkraut oder fermentierten Sojabohnen), welche besonders gerne in den asiatischen Ländern verzehrt werden.

 

K2-Quellen sind:

  • Natto, das sind fermentierte Sojabohnen (1000 µg / 100g)
  • Biofleisch ( 15 µg / 100g )
  • Bio-Eier ( 160 µg / 100 g )
  • Bio-Milchprodukte ( 50 µg / 100g )
  • Probiotische Nahrungsmittel auf Gemüsebasis z.B. Sauerkraut ( 80 µg / 100g ) , Kimchi ( 44 µg / 100g )

 

 

 

Vitamin K2 für Veganer

Gerade bei Veganern kann das Problem eines Vitamin K2-Mangels auftreten. Durch den Verzicht von Vitamin K2 Lieferanten aus tierischer Herkunft muss man auf mikrobielle Quellen ausweichen. Veganer sollten deshalb bei einem Mangel auf Vitamin K2 in Form von mikrobiellem Menaquinon-7 ausweichen.

 

 

 

 

Quellen:

  • Plaza, Lamson et al. Vitamin K2 in Bone Metabolism and Osteoporosis. Altern Med Rev 2005;10(1):24-35
  • Hans K. Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein: Ernährungsmedizin 3. Auflage 2004, Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart
  • Kaneki et al. – Japanese fermented soybean food as the major determinant of the large geographic difference in circulating levels of vitamin K2: possible implications for hip-fracture risk. Nutrition. 2001 Apr
  • Shea MK, Booth SL. Role of vitamin K in the regulation of calcification. International Congress Series 2007;1297:165-178. Katsuyama H, Ideguchi S, Fukunaga M et al.
  • Knapen MH, Schurgers LJ, Vermeer C. Vitamin K2 supplementation improves hip bone geometry and bone strength indices in postmenopausal women. Osteoporos Int. 2007;18(7):963-72.
  • Schurgers LJ et al., „Role of vitamin K and vitamin K-dependent proteins in vascular calcification.“ Z Kardiol. 2001;90 Suppl 3:57-63.
  • Vitamin K für starke Knochen, Pharmazeutische Ztg.

 

Vitamin K2 – Wirksamer Vitalstoff bei Osteoporose

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