Krebstherapie + Prävention

 

Gesundheitsminister Jens Spahn möchte den Krebs in den nächsten zehn Jahren besiegt haben. Viele Ärzte und Wissenschaftler halten das für utopisch. Ist das wirklich so utopisch? 

Allein wenn man bedenkt, wie wenig präventiv gegen Krebs geforscht und unternommen wird, sehe ich einen enormen Nachholbedarf und stimme diesbezüglich Herrn Spahn zu. 

 

Immuntherapie

 

Außerdem lassen neuste Forschungsergebnisse hoffen, denn schon länger beschäftigen sich Wissenschaftler damit, wie die körpereigene Immunabwehr gegen Krebszellen gefördert werden kann. Genutzt werden hierzu Interferone (Interferon-alpha, IFNα), die für die unspezifische Immunabwehr zuständig sind. Dies reicht aber nicht aus, um Krebszellen wirkungsvoll zu bekämpfen. Deshalb versucht man, Immunzellen gezielt auf bestimmte Antigene von Tumorzellen zu lenken. Bisher war dies nur unzureichend möglich, da sich Krebszellen durch Mutationen tarnen können, wodurch sie von den Immunzellen nicht mehr identifiziert werden können. 

Tumorzellen haben zudem Strategien entwickelt, bestimmte Kontrollpunkte (Checkpoints) des Immunsystem dahingehend zu manipulieren, dass diese die Krebszelle als eigene und nicht als fremdartige Zelle erkennt und so die Produktion von T-Lymphozyten abschaltet, um nicht gegen das eigene System aktiv zu werden. 

T-Lymphozyten gehören zu einer Gruppe von spezifischen Wächtern, die in unserem Körper patrouillieren und den Zustand der Zellmembranen überwachen. Hierbei sind sie jedoch auf eine Art Meldesystem angewiesen. Erst wenn eine Alarmierung durch Antigene erfolgt, die von Helferzellen, wie Makrophagen, B-Zellen, dendritische Zellen oder Monozyten produziert werden, können die T-Lymphozyten befallene Zellen identifizieren und aktiv werden, indem sie ihrerseits „Hilfstruppen“ mobilisieren. Zu diesen Hilfstruppen gehören die T-Killerzellen, die den Wirkstoff Perforin in die Zellwand einer durch Viren oder Krebs befallenen Zelle einschleusen, wodurch diese, bei Infektionen durch Viren oder Bakterien samt Erreger abstirbt. Für Infektionsgeschehen war dies bisher hinlänglich bekannt, jedoch erst seit kurzem, dass auch Krebszellen auf die gleiche Weise zerstört werden.

Damit diese Kontrollpunkte (Checkpoints) von Krebszellen nicht manipuliert werden, konnten der US-amerikanische Immunologe James Allison und der japanische Immunologe Tasuku Honjo spezielle Blocker entwickeln, die die Kommunikation der Krebszellen mit den Checkpoints blockieren. 

Der Erfolg der Immuntherapie hängt davon ab, ein Gleichgewicht zwischen Stimulierung und Hemmung des Immunsystems zu finden, um negative Folgen eines überaktiven Immunsystems, wie bei Autoimmunerkrankungen, zu vermeiden. Bisher sind die Ergebnisse trotzdem sehr unterschiedlich. Außerdem schlagen die Behandlungskosten mit etwa 150.000 Euro stark zu Buche.

 

Krebsbehandlung durch Masernviren

 

Es hat sich herausgestellt, dass Masern-, Pocken-, Herpes- oder Polioviren bestimmte Erkennungs- und Wirkmechanismen besitzen, mit denen sie Krebszellen identifizieren, dann infizieren, also sich in dieser vermehren und sie letztlich gezielt auflösen. So ist es Medizinern der Mayo Clinik in Rochester / Minnesota gelungen, eine vermeintlich unheilbar an Krebs erkrankte Frau mit Hilfe von Masern-Viren zu heilen. Das Problem liegt allerdings in der benötigten Anzahl von Masernviren. In diesem Fall injizierten die Wissenschaftler der Frau 100 Milliarden Masern-Viren, während bei der herkömmlichen Impfstoffdosis gerade einmal 10 Millionen Masernviren verwendet werden. Der Erfolg war verblüffend: Der Tumor und alle Metastasen verschwanden binnen weniger Wochen. 

Das Risiko einer solch hohen Dosis bestünde allerdings darin, den Patienten, der durch seine Krankheit bereits geschwächt ist, nicht noch mehr zu belasten. Für mich stellt sich eher die Frage: was belastet weniger, eine Chemotherapie oder eine Therapie mit Masernviren?

Am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg forscht derzeit Dr. Dr. Christine Engeland über Möglichkeiten, wie sich eine Kombination von Immun- und Virentherapie am besten einsetzen ließe. 

 

Kampf dem Krebs durch Aminosäuren

 

Israelische Krebsforscher werden in der „Jerusalem Post“ wie folgt zitiert: „Unsere Krebstherapie wird von Tag eins an wirksam sein, wird einige Wochen dauern, wird keine oder nur minimale Nebenwirkungen haben und erheblich weniger kosten als die meisten bisherigen Heilverfahren“.

Die Sprache ist von einem hoch spezifischen „Multi-Target-Toxin“ (MuTaTo), einer kurzkettigen Aminosäure, die zielgerichtet Mutationen in der Krebszelle sowie deren Entgiftungsmechanismus verhindern sollen und somit einen gezielteren Angriff auf selbige ermöglichen. Die Giftigkeit des MuTaTo ist so effektiv, dass dadurch nicht nur normale Krebszellen, sondern auch Krebsstammzellen zerstört, gesunde Zellen hingegen verschont werden. Nebenwirkungen werden dadurch stark reduziert.

 

Cannabis bei Krebs

 

Cannabis wird primär bei Schmerzpatienten eingesetzt. Weitere positive Effekte zeigten sich in der Abmilderung von Übelkeit und Erbrechen während der Chemotherapie sowie zur Minderung der Appetitlosigkeit. Wiederum Wissenschaftler aus Israel waren es, die den Einsatz von Cannabis an 2.970 Krebspatienten testeten. Die Patienten litten an Schlafstörungen, starken Schmerzen, Schwäche, ständiger Müdigkeit, Depression, Übelkeit, Erbrechen und an Appetitlosigkeit. Laut Aussagen der Probanden wurden diese Nebenwirkungen der Chemotherapie weitgehend abgemildert. Der Spanier Manuel Guzman hat sogar in einer Studie an Patienten nachgewiesen, dass THC (Tetrahydrocannabinol) das Tumorwachstum bremst. 

 

Aussichten zur Krebsentstehung und Therapie

 

Die genannten Therapiemöglichkeiten geben Anlass zur Hoffnung, dass es tatsächlich bald entscheidende Fortschritte in der Krebstherapie geben wird.

Vergessen wird leider, wie so häufig in der Schulmedizin, die eigentliche Ursache und der Faktor Psyche. Welchen Einfluss hat letztere auf den Ausbruch von Krebs und sein weiteres Geschehen? Immer noch wird diesbezüglich zu wenig geforscht – warum auch immer. Geht man davon aus, dass jede Krankheit eine psychosomatische ist, dann ist die Ursache im biopsychosozialen Umfeld  zu suchen.

Ein Beispiel

 

Dieser Prozess ist ebenso durch eine psychologische Intervention umkehrbar, indem Hoffnung und Zuversicht auf das Limbische System einwirken und zu einer Tumorregression führen können.

Leider finden die Worte Psyche oder psychosomatisch in den empfohlenen Präventionsmaßnahmen der Deutschen Krebsgesellschaft keinerlei Erwähnung.

 

Präventionsmaßnahmen gegen Krebs

 

Die Deutsche Krebsgesellschaft stellt 12 mehr oder weniger lapidare Regeln auf, wie man Krebs vorbeugen könne.

1. Nicht rauchen!

2. Sich in rauchfreier Umgebung aufhalten.

3. Sein Körpergewicht nach dem BMI ausrichten.

4. Sich mehr bewegen!

5. Sich gesund ernähren. Nach den Daten des Weltkrebsforschungsfonds (World Cancer Research Fund International, WCRF) könnten durch die richtige Ernährung in Deutschland jährlich etwa 130 000 Krebsfälle verhindert werden.

6. Alkoholkonsum einschränken!

7. Sich vor zu hoher Sonneneinstrahlung schützen!

8. krebserregende Stoffe meiden. Etwa 1.000 Stoffe wurden bisher als krebserregend eingestuft.

9. Radongase im Haus verringern.

10. Frauen sollten mehr stillen, was die Gafahr an Brustkrebs zu erkranken, senken würde

11. Lassen Sie Ihre Kinder gegen Hepatitis B (Neugeborene) und HPV (Mädchen) impfen

12. Gehen Sie zur Krebsvorsorgeuntersuchung!

 

Gute Ratschläge eben, die einen generell gesünder sein lassen. Jedoch von der Psyche kein Wort. Auch von Strahlenbelastung (Funk, Wifi, Erdstrahlung u.a.) und Elektrosmog kein Wort. Oder was ist mit Desinfektionsmitteln, die allesamt Zellgifte sind? KEIN Wort.

Und wie sieht es mit einer erblichen Disposition aus? Immerhin sollen 10-16 Prozent aller Krebsfälle erblich bedingt sein?

Und welche Rolle spielen Umweltgifte? Schätzungen zufolge sind immerhin bis zu 80% der Krebserkrankungen das Ergebnis von Umweltgiften. (die Zahlen variieren hier sehr stark)

Da wäre noch das Problem mit den freien Radikalen, die oxidativen Stress auslösen. Freie Radikale sind nicht nur am physiologischen Alterungsprozess, sondern auch maßgeblich an krankhaften Prozessen im Körper wie eben auch der Entstehung von Krebs beteiligt. Die DNS einer einzigen menschlichen Zelle ist pro Tag etwa 10.000 oxidativen Angriffen ausgesetzt.

Es gibt also viel zu tun – packen wir es an!

Ihr Andreas Manuel Gruss

 

 

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