Stein-, Meer- und Kochsalz im Vergleich

 

Kochsalz

Kochsalz wird industriell durch Raffination gereinigt. Dadurch sollen Verunreinigungen beseitigt und das Produkt „veredelt“ werden. Der Verbraucher bevorzugt ein weißes Produkt, wie auch weißes Fleisch. Dies impliziert bei Otto Normalverbraucher Sauberkeit und Reinheit. Die sogenannten Verunreinigungen sorgen beim Salz aber für eine schmutzig graue oder rötliche Farbe, die vielen als unästhetisch erscheint. Natürlich gehören auch Sand und Schwermetalle zu diesen Verunreinigungen, die durch eine technische Reinigung ausgewaschen werden. Was man erhält, ist 99 prozentiges NaCl.

Während man bei diesem „Reinigungsverfahren“ die natürlichen Mineralien entzieht, fügt man andere Stoffe als Trennmittel hinzu, die eine bessere Rieseleigenschaft gewähren und das Verklumpen verhindern sollen. 

Zugefügt werden unter anderem:

  • Natriumferrocyanid (E535) ist ein immer häufiger verwendetes Trennmittel, bei dem der Verdacht besteht, sich in den Nieren anzureichern. Es wird in Kochsalz als so genannte „Riesehilfe“ eingesetzt und verdrängt das unbedenkliche
  • Magnesiumhydroxid und Kalziumkarbonat als Rieselhilfe weitgehend.
  • Natriumhexacyanoferrat,
  • Kaliumferrocyanid (E536)
  • Kaliumhexacyanoferrat,
  • Calciumferrocyanid und Calciumhexacyanoferrat (E538)
  • Aluminiumhydroxid,
  • Natriumaluminiumphosphat (E541) kann allergische Reaktionen hervorrufen und zu Anreicherungen von Aluminium führen. 
  • Aluminiumsilikate E554 und E555 können bei häufigem Verzehr zu Anreicherungen von Aluminium im Körper führen. Dies ist aber nicht gesichert, denn andere Studien behaupten, Aluminiumsilikate werden unverändert ausgeschieden und eben nicht resorbiert. 
  • Siliziumdioxid (E551)
  • Kaliumhexacyanidoferrat (E 536), das u.a. Blausäure enthält,
  • Folsäure (Vitamin B9),
  • Fluoridverbindungen,
  • Jod

Auch bei sogenannten Bio-Anbietern kommt man ohne Rieselhilfen nicht aus.

Bei Demeter erfolgt die Salzherstellung „vorzugsweise“ ohne Zusatz von Rieselhilfsstoffen. Aber Calciumcarbonat (E 170) ist in Meersalz und Steinsalz zugelassen.

Bei Naturland sind die Trennmittel E 500 und E 535 zugelassen.

Bei Bioland „sollte“ Meersalz bzw. Speisesalz (vorzugsweise Steinsalz) für Bioland-Backwaren verwendet werden, „möglichst“ ohne Rieselhilfsmittel. Als Fließ- bzw. Rieselhilfsmittel sind allenfalls Calciumcarbonat (E 170) oder Magnesiumcarbonat (E 504) zugelassen. 

Man bemerke die Wortwahl „vorzugsweise“, „sollte“ und „möglichst“ ‼️

 

Meersalz

Meersalz ist das Salz des Meerwassers, das man in Salinen (flache Becken) durch Verdunstung gewinnt. 

Nun muss man wissen, dass sich aus vielen Chemikalien und deren Kombinationen Salze bilden, die nach der Verdunstung flüchtiger Teile wie H2O und anderer Gase in kristalliner Form übrig bleiben. Dabei handelt es sich nicht nur um Kochsalz, also um NaCl, sondern um viele Anionen und Kationen, die durch Flüsse ins Meer gespült werden. Ein großes Problem ist aber die starke Verunreinigung des Meeres. Ein großes Problem stellt also die starke Verunreinigung des Meeres dar. Meersalz wie auch Steinsalz setzen sich zu 97 % aus Natriumchlorid, zu 3 % aus Mineralien, Spurenelemente und Restfeuchte zusammen.

Durchschnittliche Mengen an Mineralien, die sich zusätzlich im Meersalz befinden:

Kationen / mg/kg Meersalz

Calcium 11.800

Kalium 11.100

Magnesium 36.800

Natrium 306.800

Strontium 200

Anionen / mg/kg Meersalz

Bromid 1.900

Chlorid 550.700

Hydrogencarbonat 4.000

Sulfat 77.200

Fluorid 1.000

Hinzu kommt eine nicht unerhebliche Menge an Mikroplastik. In einer Stichprobe konnten in den fünf der meistverkauften Sorten „Fleur de Sel“ aus Supermärkten und Feinkostläden im Labor Rückstände von Kunststoffen festgestellt werden. Im Fleur de Sel lag der Gehalt an Mikroplastik zwischen rund 130 und 1800 Mikrogramm pro Kilogramm. Bei den nachgewiesenen Kunststoffarten handelte es sich vor allem um Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET). 

Kunststoffgehalt in Salz (in Mikrogramm pro Kilogramm)

Produkt / Kunststoffgehalt

Aquasale Fleur de Sel 1796

Fleur de SEL de Camargue 582

Fleur de SEL de Guérande 469

Fleur de Ibiza 424

Fleur de SEL Rewe feine Welt 138

Aldi Lemar Meersalz 59

Aquasale Meersalz 47,7

Lidl Gut & Günstig Meersalz 37,5

Alnatura Meersalz 14

Diese Werte ergaben Recherchen des NDR Verbrauchermagazins „Markt“ vom 14.01.2018. 

Nach Aussagen von Prof. Dr. Edmund Maser vom Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Kiel müsse man davon ausgehen, dass Mikroplastik als ein Vehikel für den Transport von Schadstoffen in den menschlichen Körper funktioniert. Das bedeutet: „Mikroplastik kann organische Substanzen wie DDT, Dioxin, aber auch Schwermetalle anreichern und die Freisetzung dieser Stoffe im Körper beschleunigen“.

 

Steinsalz

Steinsalz ist ein Sedimentgestein, das vor  ca. 250 Millionen Jahren durch Austrocknung von Urmeeren entstand. Dieses Ursalz besteht neben geringen Beimengungen von Chloriden und Sulfaten Anhydrit (Calciumsulfat), Gips sowie Tonmineralien ausschließlich aus Natriumchlorid (auch als Halit bezeichnet).

Steinsalz

 

Die rote Farbe einzelner Steinsalze, wie dem aus Pakistan (Himalaya) stammt vom Eisenoxid. Dunkelviolett vom Eisensulfid. Ein gelblicher Farbton von Limonit, Goethit, Eisenchlorid (Eisenverbindungen) und Schwefel. Ein grau bis brauner Farbton von Gips, Tonmineralien und Bitumen.

 Verunreinigungen durch industrielle Umweltgifte und Mikroplastik gibt es im Stein- oder Ursalz nicht.

Durchschnittliche Zusammensetzung von Steinsalz:

Mineral / 100g

Natrium / 38,5 g

Chlorid / 59 g

Magnesium / 10-50 mg

Phosphor / 150 mg

Eisen / 25-30 mg

Kupfer / 0,8-1,5 mg

Nickel / 0,6-1,2 mg

Zink / 0,8-1,0 mg

Flour / 48-52 mg

Sulfat / 500-1.000 mg

Cobalt / 1-1,4 mg

Calcium / 130-180 mg

Selen / 0,03 ppm

Chrom / 0,035 ppm

Kalium / 50-190 mg

Brom / 45-90 mg

Jod / 0,01-0,03 mg

Mangan / 6-10 mg

 

Siehe auch:

Steinsalz – Salz des Lebens

 

Steinsalz kontra Meer- und Kochsalz

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