Vom Bewegungs- zum Sitzapparat

 

Der Mensch hat Jahrtausende gebraucht um sich so zu entwickeln, dass er fähig ist, auf zwei Beinen zu gehen. Leider ist der Mensch wahrscheinlich auch das einzige Lebewesen auf unserem Planeten, welches dazu in der Lage ist, diese evolutionäre Entwicklung, in noch kürzerer Zeit rückgängig zu machen. Denn durch unseren modernen Lebensstil verändert sich unser Bewegungsapparat immer mehr in einen Sitzapparat.

Oft kann man den Großteil der Menschen in zwei Gruppen untergliedern – solche, die viel sitzen – und solche, die sehr viel sitzen.

Früher war es normal, dass der Mensch mehrere Kilometer am Tag laufen musste, um an sein Essen zu gelangen. Heute reicht es, in den Supermarkt auf der anderen Straßenseite zu gehen. Wir verbringen den Großteil des Tages im Sitzen und neben dem Bewegungsmangel kommt sehr oft noch eine  einseitige Belastung hinzu. Diese Kombination ist reines Gift für unseren Rücken.

Rückenschmerzen sind längst zum Volksleiden geworden und laut einem Gesundheitsreport verursachen hierzulande Rückenleiden jährlich um die 40 Millionen Fehltage und zählen zu den Hauptgründen für die Bewilligung von Frührenten. Der daraus entstehende volkswirtschaftliche Schaden beträgt für Deutschland jährlich rund 36 Milliarden Euro.

Häufig vorkommende Belastungen durch langes Sitzen

Stundenlanges Sitzen ist eine extreme Belastung für den Körper und bereits mehr als 1,5 Stunden in einer ungesunden Sitzhaltung, können folgende Probleme hervorrufen:

  • Der Blutkreislauf wird behindert und der ganze Körper wird dadurch schlechter durchblutet. So kann es zu Konzentrationsstörungen und Augenbeschwerden kommen.
  • Die Bandscheiben werden belastet, welches im Extremfall zu einem Bandscheiben-Vorfall führen kann.
  • Die Halswirbelsäule wird überlastet, Schulter- und Nackenmuskulatur können sich verspannen und verursachen Kopfschmerzen .
  • Es kommt zu einer Schwächung der Bauch-, Brust- und Hüftstreckmuskulatur.
  • Die Rückenmuskulatur wird schwächer, welches zu einer Verschlechterung der Gesamthaltung des Körpers führt und die inneren Organe werden dadurch eingeengt und können schlechter arbeiten. Besonders unsere Verdauung und Atmung haben darunter zu leiden.

 

Prävention beginnt in der Schule, Ausbildung und Studium

Um dieser Rückentwicklung unseres Bewegungsapparates entgegenzuwirken ist es unerlässlich schon in frühen Jahren zu beginnen. Und wenn es schon unvermeidlich ist, dass man sitzen muss – dann wenigstens so rückenschonend wie möglich. Leider kommt es immer noch allzu oft vor, dass Kinder in der Schule auf zu kleinen und rückenunfreundlichen Stühlen sitzen. Und dieses Problem findet man später noch im Studium, in der Ausbildung und letztendlich am Arbeitsplatz wieder.

Immer mehr Schulen und Firmen wie z.B. die Firma ASS  haben zum Glück dieses Problem erkannt und denken um. Darum ist es immer erfreulicher, dass mehr und mehr ergonomische Stühle ihren Weg in Schulen oder Ausbildungsplätze finden und so den Wohlfühlfaktor  und die Lernumgebung positiv beeinflussen.

 

Gesundes Sitzen – Wichtig für einen gesunden Rücken

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