Toxine – die stillen Feinde aus der Umwelt

Pestizide

Laut einer Arbeit aus dem Jahr 2012  des OCFP (Ontario College of Family Physicians) können Pestizide  die Fortpflanzungsfähigkeit sowie die Embryonalentwicklung erheblich beeinträchtigen. Nach der Meinung von Experten können  Pestizide genau  wie Autoabgase und Zigarettenrauch zu einem erhöhten Risiko für Entwicklungsstörungen (z.B. offener Rücken) beim Embryo führen.

Kommen werdende Mütter während der Schwangerschaft mit Pestiziden, wie zum Beispiel Organophosphat- und Organochlor-Insektiziden, in Berührung. So können sich später, bei den Kindern, Probleme im Bereich der Lunge und der Atemwegen (z.B. Asthma)  entwickeln. Frühzeitigen Wehen ,Frühgeburten, ADHS und einen reduzierten IQ sowie weitere Entwicklungsstörungen können ebenfalls durch Pestizide auftreten.

Organophosphat-Pestizide werden im Gemüseanbau, zur Ameisenbekämpfung, im Weinbau und in der Forstwirtschaft  verwendet

 

 

Dioxine

Dioxine gehören mit zu den gefährlichsten Stoffen in der organischen Chemie. Schon geringe Mengen können zu Gesundheitsschäden führen, hohe Dosen sind sogar krebserregend, schädigen die Leber oder führen zu Fehlbildungen von Neugeborenen. Chronische Niedrigdosen haben einen starken Einfluss auf die Schilddrüse, den Zuckerstoffwechsel, das Nervensystem oder können zu Unfruchtbarkeit führen.

Dioxine kommen besonders als Schadstoff in der Außenluft vor und entsteht als Reaktion bei Verbrennungsprozessen oder in der chlorchemischen Industrie. Bei Bränden kann Dioxin ebenfalls frei werden, sobald Lösungsmittel (mit CKW) oder mit PCP behandeltes Holz davon betroffen ist. Lebensmittel sind auch oft von zu hohen Dioxindosen (aufgrund ihrer fettlösichkeit, besonders in Fleisch, Fisch und Milchprodukten) betroffen.

Dioxine sind genau wie die meisten Pestizide und Schwermetalle fettlöslich, lagern sich also gerne im Fettgewebe des Menschen ein.

 

 

Schimmelpilzgifte (Mykotoxine)

Sehr gefährliche Gifte werden von Schimmelpilzen produziert.  Viele vermuten in den Mykotoxinen (z.B. Aflatoxine) sogar die Pest des 21 Jahrhunderts.  Dabei richten die Pilzgifte nicht sofort Schaden an. Bei einigen kann es Jahre dauern bis sie ihre krankmachende Wirkung entfalten.

Dabei ist bei einer Schimmelpilz Vergiftung nicht der einmalige verzehr einer verschimmelten Tomate gemeint. Schimmelpilze können sich fast überall um uns herum befinden, auch wenn er nicht sichtbar ist. Insbesondere in der Luft , aber natürlich auch in Lebensmitteln (hier oft unsichtbar , da geschmackslos). Besonders problematisch ist Schimmelbefall an Wänden (Tapeten, Holz, Gips etc.), der die Schimmelpilzgiftkonzentration der Luft massiv erhöht.

Mykotoxine  greifen massiv die Lungen und die Leber an. Oft gehören Allergien, Asthma,  chronische Kopf- und Gliederschmerzen, erhöhte Infektanfälligkeit zu den ersten Symptomen. Aber auch so Probleme wie Bähungen, Quälendes Jucken am Darmausgang, Heißhungerattacken und Übergewicht können eine Folge von Pilzgiften sein.

Gegenspieler:

Bentonite können Schimmelpile binden und über den Darm ausscheiden. Kombiniert mit Curcumin (reduziert die toxische Wirkung ) können gute Erfolge erzielt werden. Pilze, besonders Darmpilze hassen Bitterstoffe. Ein guter Grund öfters bittere Gemüsesorten in die Ernährung mit einzubauen.