Nebenniereninsuffizienz – Chronisch erschöpft

 

Sie fühlen sich müde, erschöpft und ausgelaugt?

Sie wachen am Morgen auf und sind nicht erholt?

Sie fühlen sich nicht mehr Leistungsfähig?

Aber keiner kann Ihnen sagen was los ist, egal bei welchem Arzt sie in der Vergangenheit gewesen sind.

Dann gehören sie eventuell zu den Menschen mit einer Nebennieren-Insuffizienz. Einem Erkrankungsbild, welches in unserer heutigen Zeit nicht gerade selten ist. Oft wird die Erkrankung als chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS) bezeichnet oder man behandelt, leider meistens ohne nennenswerten Erfolg, einen bestehenden niedrigen Blutdruck. Immer wiederkehrende Entzündungen und diagnostizierte Allergien können ebenfalls mit einer Nebennieren-Insuffizienz zusammenhängen.

Aber was versteckt sich hinter dem Begriff Nebennieren-Insuffizienz?

Nebenniereninsuffizienz
Gesunder Schlaf ist Lebensqualität

Die Nebennieren und ihre Bedeutung für unsere Gesundheit

Diese oft auch als sogenannte „Stressdrüsen“ bezeichnet, befindet sich wie der Name schon andeutet, jeweils neben (oberhalb)der Niere. Sie setzen sich zusammen aus der außen gelegenen Nebennierenrinde, die etwa 80-90 % der Drüse ausmacht, und dem inneren Nebennierenmark. Abschließend sind diese beiden stark durchbluteten Funktionseinheiten sind eingehüllt in eine Kapsel aus Bindegewebe.

Die Nebennieren haben die Aufgabe, unseren Körper durch Stresssituationen zu führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Stress im Beruf oder in der Partnerschaft handelt. Auch Schmerzen (besonders chronische) und Erkrankungen erzeugen Stress und die Nebennieren müssen zur Regulation einspringen. Weshalb sie auch sehr oft auch als „Stress Drüsen“ bezeichnet werden.

Unsere Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit, sowie grundlegende Lebensfunktionen  hängen von einer funktionierenden Arbeit der Nebennieren ab.

 

Die Nebennieren selber sind recht kleine Organe, haben aber einen großen Einfluss auf den gesamten Organismus.

Das kann man besonders gut anhand eines der wichtigsten Hormone, welches die Nebennieren produzieren, darstellen – dem Cortisol, dem körpereigenen Kortison.

In der Schulmedizin wird es synthetisch hergestellt und wird bei Erkrankungen in folgenden Bereichen verwendet:

  • Entzündungen und Schwellungen
  • Allergien
  • Atemwege und Lunge
  • Bei Erkrankungen der Gelenke
  • Hauterkrankungen
  • Magen und Darm
  • Nervensystem
  • Augenerkrankungen
  • Virusinfektionen
  • Erkrankungen des Immunsystems
  • Krebs

 

Weitere wichtige Bereiche in denen die Nebennieren mit eingreifen.

  • Produktion von weiteren wichtigen Hormonen wie Adrenalin, Noradrenalin und Aldosteron sowie Sexualhormone
  • Regulation des Blutdrucks
  • Verwertung von Kohlenhydraten und fetten
  • Umwandlung von fetten und Eiweißen in Energie
  • Verteilung gespeicherter fette (besonders Hüfte und Gesicht)
  • Regulierung des Blutzuckers
  • Hilft beim Minimieren der negativen und allergischen Auswirkungen von Medikamenten, Alkohol
  • Je schwächer die Reaktionen der Nebennieren, umso anfälliger bin ich auf chronische Erkrankungen

Jetzt kann man sich ein Bild davon machen, was passieren könnte, wenn der Körper dieses überlebenswichtige Hormon nicht mehr ausreichend selber herstellen kann.

 

 

Cortisol

Das wichtigste Anti-Stress-Hormon des Körpers ist das Cortisol. Cortisol ist das körpereigene aktive Cortison und schützt den Körper vor den negativen Folgen von starkem Stress und sorgt für eine sinnvolle Anpassung an aktuelle Umweltbedingungen. Das Hormon wird in den Nebennieren synthetisiert und die Regulation der Ausschüttung erfolgt über die Hypothalamus- Hypophysen- Nebennieren- Achse.

Ohne Cortisol wäre der Mensch nicht lebensfähig. Es gibt eine Vielzahl an Stressoren für den Körper: es bedeutet z.B. Stress für Ihren Körper, wenn Sie Ihr Chef anschreit, wenn sie ausgiebig feiern, aber auch ständiger Zeitdruck oder akute und chronische Infektionen stellen Stress für den Stoffwechsel dar.


Cortisol hat unterschiedliche Aufgaben im Körper

Cortisol wirkt:

  • stark entzündungshemmend und ist in dieser Funktion im Körper an entzündlichen Reaktionen beteiligt. Hier sorgt es dafür, dass sich Entzündungen nicht zu sehr ausbreiten und aus einer kleinen Entzündung keine große Katastrophe wird

 

  • Cortisol ist eng mit dem Immunsystem verknüpft. Seine Aufgabe besteht darin, überschießende Reaktionen des Immunsystems zu bremsen. Menschen mit einem hohen Cortisol- Spiegel haben eine schwächere Immunabwehr

 

  • Cortisol trägt zusammen mit Insulin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Stress verbraucht viel Energie und diese wird durch die Mobilisation von Zucker gewährleistet. Durch seine Blutzucker anhebende Wirkung sorgt Cortisol dafür, dass im Körper bei Bedarf schnell genug Energie bereitgestellt wird. Das war vor Urzeiten ein sehr sinnvoller Mechanismus, um einer gefährlichen Situation gerecht werden zu können und löst eine „Kampf oder Flucht“- Reaktion aus. Heutzutage stehen wir als Ergebnis „unter Strom“, aber es fehlt die anschließende nötige Bewegung, die den Körper wieder auf ein „normales Betriebsniveau“ herunter fährt

 

  • Cortisol ist an der Kontraktion von Gefäßen im Körper beteiligt, wirkt also Blutdruck steigernd. Menschen mit wenig Cortisol (z.B. durch eine erschöpfte Nebenniere) neigen deshalb eher zu einem niedrigen Blutdruck.

 

  • hat Einfluss auf Wassereinlagerungen und den Fettstoffwechsel

 

Wie kommt es zu einer Nebenniereninsuffizienz

 

Neben Krebs- und Autoimmunerkrankungen, Infektionserkrankungen und anderen schweren Krankheiten ist der Hauptverursacher einer Nebennieren-Insuffizienz der Stress. Jetzt werden viele denken: „Warum könnte dann das Ganze auf mich zutreffen, ich habe doch gar keinen Stress“.

Dazu muss man jetzt wissen, dass Stress aus einem komplexen System besteht und viele Faktoren ihn auslösen können. Dazu gehören sowohl psychische und physische Probleme, Krankheiten, Umwelteinflüsse, wie auch extrem körperliche Anstrengungen.

Und gerade das Auftreten von vielen kleinen Stresssituationen wie Streit mit einem geliebten Menschen, eine Grippe Erkrankung oder eitriger Zahn, Umweltbelastungen und Probleme in der Arbeit zur selben Zeit, reichen aus, um die Nebennieren stark zu schwächen.

Dadurch ist eine eindeutige Diagnose der Ursache einer  Nebennieren-Insuffizienz sehr schwer, da in den meisten Fällen mehrere „Kleinigkeiten „ vorliegen.

Ist dann der Moment erreicht, indem die Nebennieren mit ihren körpereigenen Hormonen diesen Stress nicht mehr ausgleichen kann, dann haben wir den Zustand einer Insuffizienz erreicht.

Wie in den meisten hormonellen Regelkreisen, ist auch hier die Produktion des jeweiligen Hormons begrenzt. Ist genug vorhanden, wird nicht noch mehr ausgeschüttet. Zu starker Stress stört dieses System und kann zu einer Fehlregulation führen.

Abgesehen vom aktuellen Bedarf an Cortisol, unterliegt die Ausschüttung einem bestimmten Tagesrhythmus (Biorhythmus – innere Uhr). Zwischen 5.00 und 8.00 Uhr früh, wenn sich der Körper auf das Aufstehen und den bevorstehenden Tag vorbereitet, ist der Cortisol Spiegel am höchsten. Danach fällt er kontinuierlich ab und erreicht zwischen Mitternacht und 4.00 Uhr früh physiologisch seine niedrigsten Werte.

Übermäßige Belastungen vielfältiger Natur sind Stressoren für den Körper, die durch eine Erschöpfung der Nebennieren zahlreiche Gesundheitsstörungen begünstigen können.

Dazu gehören:

  • Psychische Belastungen (berufliche oder private Belastungen = mentaler Stress), ungelöste Probleme, ständige Überforderung
  • Infektionen (akut oder chronisch, wobei chronische Infektionen oft keine charakteristischen Beschwerden mehr verursachen)
  • Physischer Stress: schwere körperliche Arbeit, Sport
  • Medikamente, Schwermetallbelastungen, radioaktive Strahlung
  • Sensorischer Stress: Reizüberflutung durch übermäßiges Fernsehen, EDV- Konsum, Schlafmangel, Lärmbelästigung, allgemeine Reizüberflutung
  • Metabolischer Stress: durch falsche und zu energiereiche Nahrung (Industriekost und Fertiggerichte)
  • Oxidativer Stress

 

Wie wirkt sich Stress auf den Körper aus?

 

Eines der wichtigsten Regelsysteme ist hier das vegetative Nervensystem. Bei einer beginnenden „Kampf oder Flucht“ Situation, bereitet sich der Organismus, so gut es geht, auf dieses Ereignis vor. Jetzt kommen die Stresshormone zum Einsatz. Zum einen wird Adrenalin, ein kreislaufaktives Hormon,  aus dem Nebennierenmark ausgeschüttet und führt dazu das der Blutdruck steigt, das Herz schneller schlägt, die Atmung wird gesteigert  und die Muskeln werden besser durchblutet.

Durch die vermehrte Cortisol- Ausschüttung fangen wir an mehr zu schwitzen, der Blutzucker steigt (Energiebereitstellung) und die Verdauung verlangsamt sich.

Parallel dazu sinkt DHEA (Dihydroxyepiandosteron), ein ebenfalls in den Nebennieren produziertes Hormon, ab. Zunächst steigt also bei Stress der Cortisolspiegel an und der DHEA- Spiegel sinkt ab.

Hält der Stress weiter an, kann der chronische Stress dazu führen, dass die Nebennieren erschöpfen und nicht mehr in der Lage sind, genügend Cortisol zu produzieren. Niemand kann über lange Zeit kontinuierlich 150% der normalen Leistung erbringen, Ihre Nebennieren leider auch nicht. Durch eine Dauerüberlastung sinkt der Cortisolspiegel unter die Norm ab und mit ihm werden wichtige Funktionen des Cortisols gestört.

 

Stress und die unterschiedlichen Stadien einer Nebenniereninsuffizienz

 

Um zu lernen wie man mit Stress fertig werden kann, sollte man verstehen wie er entsteht und welche Rolle die Nebennieren dabei haben.

Im Prinzip verläuft das ganze nach einem speziellen Muster in  3 Phasen: Schock, widerstand und Erschöpfung.

Dieses Muster ist dabei keine Erfindung der Neuzeit, sondern ein natürlicher Ablauf von Prozessen, welche der Mensch seit der Urzeit in sich trägt. Das einzige was sich verändert hat, ist die Art des Stresses.

Früher war der Säbelzahntiger oder ein wütendes Mammut eine Gefahr. Heute ergeben sich viele der Stresssituationen im Alltag (z.B. Im Verkehr) oder im Beruf. Die Reaktionen die unser Körper bezüglich des Tigers durchgemacht hatte, endete immer in zwei Möglichkeiten – Kampf oder Flucht.

In unserer heutigen Zeit sind diese zwei Reaktionen nicht immer von Vorteil. Zumindest macht es wenig Sinn, in der Arbeit,  dem Chef eins über dem Kopf zu ziehen oder fluchtartig das Büro zu verlassen. Das Ergebnis ist, dass der entstandene Stress nicht angemessen abgebaut werden kann. Und dieses führt zu vielen der Problemen unserer Zeit.

 

Zusammenfassend können grob 3 Stadien bei der Entstehung der Nebennierenschwäche unterschieden werden:

1)         Kampf-oder-Flucht-Reaktion
großer Stress, erhöhte Cortisolspiegel. Der gesamte Körper läuft ständig auf Hochtouren.

2)         Resistenz
Abnehmende Cortisolspiegel mit z.T. charakteristischer Veränderung der physiologischen Tagesrhythmik

3)         Erschöpfung
Niedrige Cortisolspiegel (aber auch der anderen „Stress“-Hormone wie Adrenalin)aufgrund der zunehmenden Erschöpfung (Überbelastung) der Nebennieren

 

Nebenniere und Schilddrüse

Schilddrüse und Nebennieren sind über die hormonellen Regelkreise eng miteinander verbunden. Bei Störungen der Schilddrüse sollten deshalb immer auch die Nebennieren mit untersucht werden!

 

Machen Sie den Stress-Test

Niereninsuffizienz

 

 

Mögliche Anzeichen und Symptome einer Nebenniereninsuffizienz

 

Fehlen dem Körper NNR-Hormone, kommt es besonders zu Störungen im Wasser- und Salzhaushalt: Salz (Natrium) und Wasser gehen verloren, es kommt zum Flüssigkeitsmangel (Blutdruck fällt ab) und der Zuckerstoffwechsel ist gestört. Der Körper kann zudem schlechter auf Belastungen reagieren. Leider sind die Beschwerden zunächst aber vieldeutig und lassen nicht gleich an eine NNR-Insuffizienz denken.

Mögliche Symptome sind zum Beispiel:

  • zunehmende Schwäche, Ermüdbarkeit mit Leistungsabfall
  • Schwierigkeiten morgens in die Gänge zu kommen (vor 10 Uhr werden sie nicht richtig wach)
  • Ständig müde, trotz ausreichend Schlaf
  • Generalisierter Energiemangel, selbst Sachen, die bis jetzt, einem Spaß gemacht haben, sind eine Plage; geringe Leistungsfähigkeit
  • Hohe Stressanfälligkeit
  • Verlangen nach Salz oder salzigen Nahrungsmitteln
  • Schwindelgefühl nach schnellem aufstehen
  • Depressive Phasen
  • Nachlassende Libido
  • Verlangen nach salziger, fett- und eiweißreicher Nahrung
  • Kein fokussiertes denken, die Gedanken sind eher verstreut
  • Appetitlosigkeit mit Gewichtsabnahme, generell aber eher eine Neigung zur Gewichtszunahme
  • Erbrechen und Durchfälle
  • erhöhte Hautpigmentierung auch ohne Sonneneinstrahlung (bei primärer NNR-Unterfunktion)

Mögliche Symptome bei Kindern und Jugendlichen:

  • Nachlassen schulischer Leistungen
  • Verzögerte Pubertätsentwicklung
  • Wachstumsverzögerung.

 

Diagnose – Testung einer Nebenniereninsuffizienz

 

Selbst-Tests (Regulationstests)

Besonders in der Praxis haben sich drei Tests bewährt, bei denen man die Regulationsfähigkeit des Körpers überprüfen kann. Allerdings ist zu beachten, dass diese Tests nur Hinweise auf eine mögliche Niereninsuffizienz geben und keine feste Diagnose darstellen. Dazu sind weitere Test sehr wichtig.

 

  1. Iris-Kontraktion:

Verdunkeln Sie den Raum und setzen sich vor einen Spiegel. Nehmen Sie eine Taschenlampe und halten sie seitlich zum Kopf, sodass Sie direkt über (nicht in!) eines Ihrer Augen leuchten. Mit dem anderen Auge sehen Sie in den Spiegel und beobachten die belichtete Pupille. Normalerweise bleibt diese zusammengezogen, um den starken Lichteinfall zu vermindern. Wenn Sie unter eine Nebennierenschwäche leiden, kann die Kontraktion nicht aufrechterhalten werden und die Pupille erweitert sich innerhalb von 2 Minuten wieder für etwa 30-45 Sekunden. Um die Entwicklung der Nebenniereninsuffizienz zu beobachten, sollte die Dauer der Erweiterung schriftlich notiert und der Test monatlich wiederholt werden. Bei einer Besserung der Nebennierentätigkeit wird die Pupillenkontraktion stetig länger beibehalten.

  1. Blutdruck-Test:

Legen Sie sich 10 Minuten lang ruhig hin. Messen Sie währenddessen Ihren Blutdruck im Liegen mit einem Blutdruckmessgerät. Stehen Sie dann auf und messen unmittelbar danach erneut im Stehen. Gewöhnlich erhöht sich dadurch der Blutdruck um 10-20 Einheiten (mmHg). Fällt er jedoch nach dem Aufstehen, sind Sie entweder dehydriert (was auch sehr oft der Fall sein kann) oder leiden an einer Nebennierenschwäche.

Wichtig!!!

Bevor man bei diesem Test voreilige Schlüsse zieht, widerholt man den Test am besten an einem Tag, an dem viel Wasser getrunken wurde.

  1. Hauttest:

Zeichen Sie mit sanftem Druck mit dem Fingernagel oder einem Kugelschreiber (mit eingefahrener Mine) eine ca. 15 cm lange Linie auf Ihre Bauchhaut. Schnell erscheint dort eine sichtbare Linie. Im normalen Zustand ist diese zuerst weiß und rötet sich dann sofort. Bei einer Schwäche der Nebenniere bleibt diese Linie ca. 10 Minuten lang weiß und gewinnt zusätzlich an Dicke. Mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 40% kann dieser Test ein Hinweis auf eine Nebenniereninsuffizienz sein.

 

Labor – Heimtest

Natürlich kann man seine Stresshormone, über das Blut, in einem Labor testen lassen. Der einfachste Weg, um bequem von zu Hause zu testen, ob eine Cortisolproblematik vorliegt, ist allerdings ein Heimtest.

Die Cortisol Konzentration kann im Blutserum, im Urin oder eben im Speichel gemessen werden. Für den Heimtest hat sich die Überprüfung über den Speichel am besten bewährt. Da Cortisol  zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich im Blut aber auch im Speichel konzentriert ist, kann man den Test recht einfach Zuhause machen. Normalerweise die Konzentration zwischen 6 und 8 Uhr morgens am höchsten und gegen Mitternacht am niedrigsten. Dabei sollte die Konzentration im Speichel  um acht Uhr morgens bei 0,15 bis 1,00 µg/dl und um 22 Uhr bei 0,07 bis 0,22 µg/dl liegen.

Ablauf des Cortisol Tests

Mithilfe des Testkits entnehmen Sie sieben Speichelproben aus dem Mund und schicken diese Proben zurück an unser Labor. Wenn wir Ihre Proben im Labor erhalten haben, werden die Speichelproben mittels einer umfangreichen Analyse untersucht. Einen detaillierten Ergebnisbericht können Sie dann bereits nach wenigen Tagen im passwortgeschützten Online-Kundenbereich „mein cerascreen“ einsehen.

In Ihrem Testkit befindet sich eine mehrseitige Anleitung inkl. Bildern, die die Speichelentnahme und alles Weitere Ihres Selbsttests erklärt. Außerdem eine Aktivierungskarte mit Test-ID zur Registrierung sowie Speichelröhrchen, Strohhalme und ein Transportröhrchen. Mit dem beiliegenden Rücksendebeutel können Sie Ihre Speichelprobe kostenlos per Post an uns zurücksenden.

Der Test kurz nochmal in 3 Phasen erklärt:

  • Speichelentnahme
    Mithilfe unseres Testkits entnehmen Sie eine kleine Speichelprobe aus dem Mund und schicken diese im beiliegenden Umschlag kostenlos an unser Labor.
  • Auswertung
    Im Labor wird Ihre Speichelprobe mittels einer umfangreichen Analyse untersucht.
  • Detaillierter Ergebnisbericht
    Ihren Ergebnisbericht können Sie nach wenigen Tagen online in Ihrem gesicherten „Mein cerascreen“ Bereich einsehen.

 

Nebenniereninsuffizienz

 

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HRV – Messung

Eine weitere Möglichkeit neben der Labordiagnostik ist die HRV- Messung(Messung der Herzratenvariabilität). Dabei handelt es sich um eine einfache und effiziente Methode um Störungen im vegetatives Nervensystem  und den Ausmaß von Stress, unabhängig der Ursache, zu testen.

 

 

 

Natürliche Möglichkeiten zur Stärkung bei einer Nebenniereninsuffizienz

 

1) Persönlicher Lebensstil (bes. Stressabbau)

An erster Stelle steht hier die Vermeidung von Stress.

Oft ist dieses aber leichter gesagt als getan, denn im  Alltag der Betroffenen sieht das schon ganz anders aus.

Bei unliebsamen Chefs oder Kollegen ist das gar nicht so einfach. Und wenn dann noch beruflicher mit privatem Stress kombiniert ist, wird der Lösungsweg nicht gerade leichter. Die beste Möglichkeit in solchen Fällen, wäre stresslindernde Tätigkeiten in der Freizeit durchzuführen. Allerdings ist dies leider keine Ursachenlösung.

 

Ausgleich und Entspannung

Yoga, Qi-Gong, Tai-Chi, Entspannungsübungen, Entspannungsbäder, autogenes Training, Meditation usw., helfen dabei, zumindest kurze stressfreie Freiräume zu schaffen. Besonders wichtig sind diese auch, wenn neben einer starken Stressbelastung, Probleme mit dem Einschlafen oder Durchschlafen hinzukommen (Hier gibt es weitere Informationen zum Thema Schlafprobleme-natürlich behandeln).

Gehen sie bis 22.30 Uhr ins Bett, auch wenn Sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht einschlafen können. Die Dunkelheit fördert die Produktion von Melatonin, das auch als „Schlaf-Hormon“ bekannt ist.

Bewegung

Ausgleichssport ist sinnvoll, aber nur in dem Maße, das nicht zu einer Überforderung führt – also kein Extremsport. Wer sich nach den Leibesübungen eher ausgebrannt als entspannt fühlt, sollte zu leichteren Sportarten wechseln, z.B. Gymnastik, leichtes Stretching, Nordic-Walking, Schwimmen und Yoga.

 

2) Ernährung

Das einfachste Mittel ist zunächst ein gesundes Ernährungsverhalten. Bei einer Nebennierenschwäche sollte das Frühstück auch wirklich früh, das heißt zwischen 06.00 und 08.00 Uhr erfolgen. Die Mahlzeiten verteilen Sie am besten in vielen kleinen Portionen über den Tag. Die üblichen 3 großen Hauptmahlzeiten sind weniger sinnvoll. Essen Sie langsam, gemütlich, nutzen Sie die Mahlzeiten als Ruhezeiten!
Die Zusammensetzung der Ernährung besteht idealerweise aus:

  • 30 % Vollkornprodukten
  • 40 % Gemüse, mindestens zur Hälfte rohes Gemüse
  • 10 % Tierische Lebensmittel
  • 10 % Obst
  • 10 % Nüsse

Als weitere wichtigste Maßnahme ist es auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Faustformel: ca. 30ml pro Kg Körpergewicht) zu achten. Dabei sollten koffeinhaltige Getränke vermieden oder zumindest stark eingeschränkt werden. sollten. Besonders geeignet sind Kräutertees (Basilikum, Löwenzahnwurzel und Minze). Zitronensaft ist besonders bei den im Verlauf einer Nebennierenstörung auftretenden Verdauungs-Problemen eine Option.

Probiotische Präparate fördern die Gesundung des Magen-Darm-Traktes ebenfalls. Bei starkem Verlangen nach salzigen Nahrungsmitteln könnte man auch Seetangblätter (Nori) in seinen Speiseplan mit einbauen.

 

Diese Lebensmittel eignen sich besonders:

In der chinesischen Medizin liegt bei einer Niereninsuffizienz oft ein Nieren-Yang Mangel vor.

Wichtige allgemeine Maßnahmen sind: Am besten 3x am Tag warm essen und warmes Wasser trinken!
Gemüse in gekochter (erwärmter) Form: Fenchel, Kürbis, Karotten, Kohlrabi, Süßkartoffel, Pastinaken, Maronen, Lauch, Zwiebel, Frühlingszwiebel, Rettich, Meerrettich, Paprika, schwarze Bohnen, Schwarzwurzeln, rote Beete Kohl mit erwärmenden Gewürzen, Pilze, Steckrüben, Hülsenfrüchte

Obst (nur gedünstet): Pfirsich, Aprikose, Rosine, Traube, Kirschen, schwarze Datteln, Brombeeren, Heidelbeeren, Litschi, Mandarinen, Weintrauben
Nüsse, Samen: Maroni, geröstete Pinienkerne, Pistazien, Walnuss, Haselnuss, Sesam, besonders angerösteter schwarzer Sesam

Getreide: Grünkern, Quinoa, Buchweizen, Amaranth, süsser Reis, Basmatireis, Langkornreis, Hafer, Haferflocken, Hirse, Gerste, Mais, Polenta, Getreideflocken

Fette: Olivenöl, Kokosöl, geklärte Butter (Ghee)

Fleisch: Barsch, Lachs, Forelle, Hering, Scholle, Karpfen, Hummer, Aal, Langusten, Sardellen, Haifischflossen, Garnelen, Lamm, Huhn, Hühnersuppen, Rindfleisch, Wild, Wachtel

Nüsse & Samen: Leinsamen, Chia, Mandeln, Walnüsse, Maroni, geröstete Pinienkerne, Pistazien, Haselnuss, Sesam (besonders angerösteter schwarzer Sesam)

 

Gewürze & Kräuter: Kümmel, Fenchel, Ingwer, Zimt, Kardamom, Vanille, Sternanis, Nelken, Schnittlauch, Petersilie, Majoran, Basilikum, Oregano, Rosmarin, Thymian, Muskat, Curry, Chili, Galant, Safran, Bockshornkleesamen (Goji-Beeren), Dillsamen, Blutwurzel, Wacholder

Milchprodukte: Schafskäse (in kleinen Mengen), Ziegenkäse

Getränke & Kräutertees: Alkohol in kleinen Mengen wie Rotwein und Champagner, Schnäpse, Walnusslikör, Kirchgangs, Fernet, Sate, Kokosmilch, Glühwein, Traubensaft, Kirschsaft, Honigwein, Getreidekaffee, Fenchelöle mit Sternanis, Thymian, Rosmarin, Zimt und Süßholz

Vor allem ganz wichtig: Kraftsuppen (lang gekochte Gemüsesuppen, am besten mit Fleisch (Muskelfleisch hat sehr viel Yang!)

 

3) Nahrungsergänzung bei einer Nebenniereninsuffizienz

 

Laminine

Eines der wenigen Mittel, von dem ich eine possitive Studie zum Thema Cortisol / Stressbelastung kenne ist das Präparat Laminine.

Laminine® ist eine Kombination aus einem Extrakt aus befruchtetem Vogelei. In der Theorie beinhalteten diese befruchteten Eier – extrahiert zum optimalen Zeitpunkt (9. Tag) – alle Nährstoffe, die notwendig sind um ein neues Leben zu erschaffen und den größten Anteil an Nährstoffen es zu einem lebenden Wesen zu entwickeln. Neben dem Extrakt sind noch marine Proteine und Pflanzenproteine in Laminine enthalten, die gemeinsam als markenrechtlich geschützte Mischung OPT9 bekannt sind. Laminine® stellt dem Körper die vollständige Kette der 22 Aminosäuren zur Verfügung, die für die Gesundheit der Zellen essenziell sind. Im Körper wirkt diese Aminosäurekette wie ein natürliches „Adaptogen“: Sie programmiert adulte Stammzellen so um, dass diese in Bereiche des Körpers gelangen, die am dringendsten Reparaturen benötigen, und diese reparieren.

Alle Inhaltstoffe im Überblick:

  • FGF – Fibroblasten Wachstumsfaktor, ein entdecktes Signalmolekül (Protein) für Zellwachstum aus dem inkubierten (unter Wärme ausbrüten des befruchteten) Hühnerei am 9. Tag
  • 22 Aminosäuren
  • Meeres- und Phytoproteine
  • Kieselerde ( Silizium ) und Magnesiumsulfat
  • Polypeptide und Oligopeptide

Studie zum Thema Laminine und Cortisol

Wichtig !!!  Empfohlen wird eine 3-monatige Einnahme (morgens 2 Kapseln und abends eine) von Laminine.

Laminine kann man direkt über die Firma LifePharm beziehen. Hier geht es zu der Homepage

 

 

weitere Wichtige Vitamine, Nährstoffe & Vitalstoffe bei einer Nebenniereninsuffizienz

B-Vitamine : besonders Vitamin B5 und B12

Vitamin C , E & D3

Süßholz / Lakritz

Eine weitere Unterstützung kann ein Stoff, welcher in den  Wurzeln des Süßholzes enthalten ist helfen – die Glycyrrhinzinsäure. Diese Substanz wirkt schleimlösend, schleimverflüssigend, anti-bakteriell, anti-mykotisch, anti-viral usw. Sie hat entzündungshemmende und krampflösende Wirksamkeit.

Darüber hinaus ist die Glycyrrhinzinsäure in der Lage, das Enzym zu blockieren, das für Abbau und Deaktivierung von Cortisol verantwortlich ist. Damit erhöht sich die Halbwertszeit von Cortisol und braucht demzufolge nicht so häufig von der Nebennierenrinde nach produziert werden.

Omega 3 Fettsäuren

2000mg Fischöl pro Tag senkt den Cortisolspiegel. Reich an Fischöl sind vor allem: Seebarsch, Sardinen, Lachs und Makrelen enthalten

 

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