Entgiften – Heilung für den Körper

„Alles was außerhalb von uns ist, ist gegen uns“

 

Tagtäglich werden wir unzähligen Substanzen, Stoffe oder Umweltbelastungen ausgesetzt, welche für den lebenden Organismus schädlich sind. Auch wenn man immer wieder die Meinung hört- früher lebten wir gesünder, was in vielen Punkten auch stimmen mag, ist das so nicht ganz richtig.  Selbst in den frühesten Anfängen der Menschheit war jedes lebendige Wesen, egal ob es sich dabei um unsere urzeitlichen Vorfahren, Tier oder Pflanzen handelte, Giften und auch Strahlungen ausgesetzt.

Die Natur hat zum Glück allerdings vorgesorgt und dem Menschen, aber auch Tieren und sogar vielen Pflanzen einen Mechanismus geschenkt, der Ihnen beim überleben hilft – die Entgiftung.

Ohne diesen komplexen Vorgang hätten wir uns wahrscheinlich gar nicht so weit entwickeln können. Der Entgiftung ist es zu verdanken, dass es dem Organismus möglich ist, sich von Giften, Umweltbelastungen und anderen sogenannten  Schlacken zu befreien.

Hierfür gibt es unterschiedliche Prozesse in Leber und Galle, Niere, Lunge, Haut, Darm und das Lymphsystem. Grundsätzlich kann man sogar noch einen weiteren Vorgang hinzufügen, welcher allerdings nur den Frauen vorbehalten ist –die weibliche Menstruation.

Ein Problem gibt es allerdings bei diesem gut durchdachten Reinigungssystem der Natur. Wir besitzen zwar dieses System vom ersten Tag unseres Lebens an, allerdings befinden sich tausende von Stoffen in unserer Atemluft, in Stoffen die wir für Kleidung oder Gegenstände benutzen, unserem Trinkwasser oder in der Nahrung. Und es kommen jedes Jahr weitere dazu.

Unser Körper braucht dazu einfach einige Zeit bis er optimal auf die verschiedenen Stoffe reagieren kann und das kann unter Umständen schon mal einige Jahre dauern, bis man seine „Immunität“ aufgebaut hat.

Und durch die schnelllebige Zeit, in der wir uns befinden, wir das zu einer Sisyphusarbeit.

 

 

Detox oder Entgiftungskuren gab es schon im Altertum

Schon vor hunderten von Jahren hat man  regelmäßig Kuren zur Kräftigung und Entschlackung des Körpers gemacht. Dabei kamen unterschiedliche Verfahren zur Körperreinigung  (z.B. Wasseranwendungen, Fastenkuren, Massagen, usw.) zum Einsatz. Hippokrates von Kos nutzte schon damals seine fünf Kardinalmethoden zur Entgiftung (Aderlass, Schwitzen, Abführen, Erbrechen und die Erzeugung von künstlichen Wunden) um seine Patienten zu reinigen. Ein weiterer europäischer Verfechter des Entgiftens, ist der bekannte Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp. Sein Gesundheitstipp lautete damals schon: Erstens Entgiftung, zweitens Entgiftung und drittens Entgiftung!

Dabei ist das keineswegs eine europäische Erfindung. In der traditionellen indischen Medizin dem Ayurveda, ist die Entgiftung, die Basis jeder Therapie. Hier sind die bekanntesten die  Ölgüsse, Massagen, Ghee-Trinkuren  und natürlich die ayurvedische Ernährungslehre.

In China wird die Entgiftung  Jie du genannt.  Etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung wurden im „Inneren Klassiker des Gelben Kaisers“ (Huang Di Nei Jing) verschiedene Arten von Toxinen beschrieben, z. B. Feuchtigkeit-Toxine oder Kälte-Toxine. Da in der traditionellen chinesischen Medizin die Diagnostik allerdings anders handgehabt und der Mensch in seiner Gesamtheit bewertet wird. Können chronische Toxin Belastungen, durch bestimmte Giftstoffe, lediglich anhand  deren Manifestationen erkannt werden.

Das Thema der Entgiftung ist also immer wieder aktuell und wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens sein. Dabei ist es egal ob im therapeutischen Sinn oder zur Gesundheitsprävention.


 

 

Entgiftung – was ist das

 

Das ganze Leben besteht aus Bewegung und Interaktionen. Jede Zelle unseres Körpers kommuniziert mit dem sogenannten extrazellulären Raum, der Matrix, der sie umgibt. Diese Matrix hat eine entscheidende Rolle bei der Regulation in unserem Körper und ist somit oft der Ansatz der meisten Entgiftungen.

Warum ist bzw. Was macht  nun aber die Matrix so wichtig?

Am besten kann man die Matrix mit einer Autobahn vergleichen. Auf dieser Autobahn fahren viele Lastwägen die ihre Lasten von A nach B bringen wollen. Nun ist es möglich, das durch irgendwelche Umstände, es zu einem Stau kommt. Nun verzögert sich der Warentransport oder es kommt im schlimmsten Fall sogar ganz zum Stillstand.

Das gleich passiert auch in unserem Körper. Wenn wir zu viele Giftstoffe in uns aufnehmen, geht das eine Zeit vielleicht ganz gut. Irgendwann allerdings kommt es zu einem Stau, oft auch als Verschlankung bezeichnet, die den Organismus verlangsamen kann. Dadurch können die Zellen wenig bis keine der für Sie wichtigen Nährstoffe aufnehmen und ihre Abfallstoffe genau so wenig entsorgen. So entsteht  oft der erste Grundstein für eine chronische Erkrankung.

Normalerweise kann sich der Körper ganz gut selber helfen und sich anpassen. Wäre das nicht der Fall, hätte es der Mensch nicht so weit in der Evolution gebracht. Wahrscheinlich wären wir schon lange ausgestorben. Allerdings ist die Anzahl der Stoffe, welche auf uns einschlagen, um ein Vielfaches in den letzten Jahrzehnten angestiegen. Aus diesem Grund wird es immer schwerer für unseren Organismus sich schnell genug anzupassen.

 

Deshalb ist das Ziel einer jeden Entgiftung den Körper soweit von Schlacken zu befreien, das der Stoffwechsel jeder einzelnen Zelle so gut wie möglich funktioniert.

 

Was vergiftet uns?

Tagtäglich wird unser Körper von unzähligen Stoffen bombardiert, die auf Dauer nicht gut für uns sind – uns sogar schädigen. Welche Stoffe sind das aber, bzw. Wo kommen sie her?

Hier eine kleine Zusammenfassung:

  • Chemische Stoffe (Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Reinigungsmittel, Drogen usw.)
  • Schwer- und Leichtmetalle (Blei,Cadmium,Quecksilber, Kupfer, Aluminium, usw.)
  • Strahlungen (Handy, UV-Strahlen, Röntgenstrahlen, Mikrowellen, usw. )
  • Medikamente (Fremdhormone, Antibiotika, Schmerzmittel )
  • Umweltbelastungen (Überdüngung, Abgase, Toxine, Verschmutzung des Grundwassers)
  • Krankheitserreger (Herpes, Borreliose, Epstein-bar-Virus, Pilze usw.)
  • Genussmittel (Alkohol, Nikotin)

 

Wie brisant das Thema Umweltbelastungen für uns Menschen ist, kann man an dem Ergebnisse einer Studie der WHO erkennen.

 

Jedes Jahr kommen:

2,6 Mio. Tote durch Herz- und Gefäßkrankheiten

1,5 Mio. durch Erkrankungen der unteren Atemwege

1,4 Mio. durch Krebs

1,3 Mio. durch chron. Lungenerkrankungen

470000 Tote durch Verkehrsunfälle

13 Mio. Tote durch vermeidbare gefährliche Umwelteinflüsse (lt. WHO) zustande

 

Weitere beunruhigende Meldungen aus den Medien:

 

  • Bei ca. 80% aller Patienten lässt sich eine Schwermetallbelastung nachweisen. Selbst bei sehr gesundheitsbewussten Patientengruppen liegt die Belastungsquote bei 60-70%.
  • Hochgerechnet leiden ca. 2,5 Mio. Bundesbürger (2005) an einer Bleibelastung durch ihr Trinkwasser (Bleirohre).
  • Ebenso werden ca. 6200 Tonnen Bleiverbindungen in die Luft abgegeben und im Wasser der Nordsee tummeln sich ebenfalls ca. 4500 Tonnen (Bund f. Umwelt und Naturschutz e.V.)

Allein an diesen Zahlen und Meldungen ist erkennbar, dass man die Belastungen, welche wir in uns aufnehmen nicht einfach so auf die kalte Schulter nehmen sollten.

 

Symptome als Hinweis für die Notwendigkeit einer Entgiftung:

 

  • Unreine Haut
  • Starkes Schwitzen
  • Gereizte und müde Augen, eingefallene Augenringe sowie geschwollene Augenlider
  • Metallgeschmack und Zahnfleischverfärbungen
  • Vermehrter Haarausfall
  • Ständige Erschöpfung
  • Allergische Erkrankungen
  • Chronische Gelenk- u. Muskelerkrankungen
  • Schlecht heilende Wunden
  • Dauerhaft hohe Infektanfälligkeit
  • Hohe Entzündungsneigung
  • Starke Gerüche von Körperausscheidungen
  • Ständiger Durchfall
  • Therapie-Resistenz

 

 

Entgiftung allgemein

 

Um den Körper sinnvoll von Umweltgiften, Schlacken oder anderen Toxinen zu säubern, kann mein einiges im Vorfeld schon zuhause selber machen. Hier haben sich Maßnahmen aus der traditionellen Naturmedizin besonders bewährt.



 

  1. Eine sinnvolle Entgiftung sollte 4-6 Wochen dauern und ist am besten mit einer Entsäuerungs- oder Fastenkur  (am besten Frühjahr oder Herbst) gekoppelt. Hierfür eignet sich besonders das Basenfasten, eine Saftkur nach Buchinger oder da traditionelle Heilfasten
  2. Wichtig : Während einer Entgiftung sollte immer ausreichend getrunken werden  (ca. 30ml / Kg Körpergewicht). Nur so kann der Körper, die freigewordenen Toxine  über die Haut oder andere Ausscheidungsorgane ausgeleiten.
  3. Während einer Fastenkur ist es sinnvoll die unterschiedlichen Entgiftungsorgane (besonders wenn sich dort bekannte Schwächen befinden) zu unterstützen
    1. Leberentgiftung
      • Tee oder Fertigpräparate aus Mariendistel, Artischocke, Erdrauch, Schöllkraut, usw.
      •  Schüssler-Salze: 7 ; 9 ; 10
      •  Feuchtheiße Leberwickel
      • Sauna
    2. Darmentgiftung
      • Darmsanierung (Heilerde, Milchsäurebakterien usw.)
      •  Probiotika
      •  Apfelessig-Kur
      •  pflanzliche Abführmittel (nur kurzzeitig) und Einläufe
      •  Schwarzkümmelöl
    3. Nierenentgiftung
      • Viel trinken von neutraler Flüssigkeit (Wasser und Tee)
      •  Pflanzenmittel oder Tees mit Birke, Wachholder, Zinnkraut, Brennnessel, Goldrute, Berberis
      •  Wickel und Auflagen, Kneipp-Güsse, Sauna
    4. Hautentgiftung
      • Basenbäder, Basenwickel, Basenstrümpfe
      • Kneipverfahren wie Trockenbürsten, Wassertreten usw.
      • Aktive Bewegung
    5. Lungenreinigung